Vaarwel

Leb Wohl

Milena Michiko Flašar

Milena Michiko Flašar

Milena Michiko Flašar (St. Pölten, 1980) studeerde Vergelijkende Literatuurwetenschap, Germanistiek en Romanistiek aan de Universität Wien en doceerde daarna Duits voor anderstaligen. Na enkele succesvolle publicaties in diverse literaire tijdschriften debuteerde ze in 2008 met de bundel Ich bin dat drie thematisch verweven kortverhalen over liefde en afscheid bevat.

Close

Graz Alle citybooks

Print

Leb Wohl

Graz ist für mich eine Stadt, in der Menschen verschwinden und ich meine das so, wie ich es sage, wortwörtlich und ohne Abstriche: Graz ist für mich eine Stadt, in der verschwundene Menschen zu Hause sind. Selbst dieser Satz, einmal ausgesprochen, verschwindet, ist ein verschwundener. Ich lausche ihm nach, während unter meinen Füßen die Äste brechen. Nach all dem Regen der letzten Tage ist der Andritzbach ein reißendes Gewässer, er verschluckt jedes Wort, das man im Vorübergehen spricht.

*

Ich war vier Jahre alt. Vaters Mädchen. Er nannte mich seine kleine Frau. Zwinkerndes Auge, ich spiegelte mich darin. Mehr als das Haus, in dem wir lebten, und seine nackten Wände, war es dieser sein Blick, der mir Obdach gab. Er umschloss mich, dunkles Grau, wie eine Haut, fest und stark. Erst um sehr vieles später habe ich entdeckt, dass auch die dickste Haut eine durchlässige ist. Ein spitzer Gegenstand genügt, um in ihr weiches Inneres zu dringen.

Damals aber war Vaters Blick mein Zuhause. Ich sage: Damals. Wie in den Märchen. Vor langer, langer Zeit. Vater würde mich hochheben, auf seine Schultern nehmen, den Zösenberg hinunter, im Siebenmeilenschritt, an Pferdchen und Zicklein vorbei, bis zum Ursprung tragen. Wir waren ein zweiköpfiger Riese. Vater würde mir von der Schöcklhexe erzählen, ihren struppigen Haaren, dem finsteren Wetterloch, aus dem sie den Hagel spuckte, dem einen Hagelkorn, in dem ein Haar von ihr eingeschlossen sei. Wer es fände, der habe Glück. Von daher weiß ich, dass das Glück etwas ist, was man suchen muss. Und weiter noch: Etwas, was man vielleicht niemals findet.

Der Ursprung ist eine Quelle. Es heißt, in ihm sei ein Schloss versunken. Die Nymphe, die es einst bewacht habe, sei an Land gezogen und zu Tode geprügelt worden. Für immer verschollen: die Schätze des Schlosses, für ewig verklungen: der Nymphengesang. Vater sagte: ‘Wenn das Licht schräg durch die Bäume auf das Wasser fällt, dann sieht man an den Berlen, den Sumpfpflanzen, noch einen Hauch von Gold. Und wenn der Wind über die steinerne Mauer fährt, dann hört man ein fernes Wehklagen wie das Verrinnen von Zeit.’ Ich hielt die Luft an und wagte kaum auszuatmen. So sehr wünschte ich mir, ich könnte es hören. Vaters Hand im Rücken stand ich da, mit aufgeblähten Wangen. Immer wenn mir die Luft ausging, war es, als ob ich gerade den entscheidenden Moment verpasst hätte. Es macht nichts, lachte Vater: ‘Hier am Anfang der Welt kommt alles irgendwann zusammen.’ Das war unser Geheimnis. Dass hier alles irgendwann zusammenkäme.

Es gibt andere Orte, an die ich mich erinnere. Wiesen und Wälder ohne Namen. Von allen Orten jedoch ist es der Ursprung, feucht und dunkel, mit dem ich das sichere Gefühl verbinde, einmal klein gewesen zu sein. Manchmal träume ich von ihm und rufe im Aufwachen ein mir fremd gewordenes Wort. Es kommt aus der Tiefe, zieht mich hinab und für Sekunden sehe ich mich selbst, mit dem Gesicht nach unten, zwischen schwimmenden Insekten treiben. Das Bild trage ich den ganzen Tag mit mir herum. Auf eine Art träumt es mich. Nicht umgekehrt.

Am Anfang der Welt waren nur wir, Vater und ich. Wir warfen Kieselsteine und zählten die Kreise. Kauten an Grashalmen und sammelten Schnecken. Noch nachdem sie sich in ihr Gehäuse zurückgezogen hatten, verriet sie eine schleimige Spur. Wir sprachen selten über Mutter und wenn, dann sehr leise. ‘Sie hat Kopfschmerzen,’ flüsterte Vater, ‘in ihrem Kopf blitzt und donnert es.’ Sein Flüstern wurde schwächer, brach schließlich ab, war ein Schweigen. Hielt es lange genug an, konnte ich nicht mehr sagen, ob es sie überhaupt gab. Jene Hand, die schlaff aus dem Laken herausfiel. Jene herausgefallene Hand, die sich nicht bewegte, im Dunkel des Zimmers. Und die Sonne flirrte staubig durch die nach unten gewendeten Jalousien. Jene von der Sonne beschienene Hand, die sich plötzlich daran erinnerte, eine lebendige zu sein, sich plötzlich regte, hin zum Nachtkästchen, eine Flasche ergriff. Zügiges Schlucken, auch jenes. Ein langgezogenes ‘Aaaah!’ Dann wieder Stille. Die Hand sank zu Boden. Mit ihr die Flasche, sie kullerte unter das Bett. Jenes Geräusch, wenn sie am Ende zum Liegen kam, jenes sanfte Ausklirren, war das, was ich damals unter Mutter verstand.

Ich könnte noch anderes hinzufügen. Die Tablettenschachteln zum Beispiel. Wenn sie leer waren, durfte ich mit ihnen spielen und sie als Bauklötze verwenden. Hier hast du eine. Mutters müde Stimme. Dann und wann würde sie mich zu sich winken und erstaunt feststellen, wie groß ich geworden sei. Wie eine entfernte Verwandte. Mich an die Brust drücken, dass ich fast erstickte, scharfer Geruch aus ihrem Mund, mich wieder loslassen, zurück ins Kissen, so als ob es sie überaus geschwächt hätte, mich umarmt zu haben. Für heute reicht es, sagte sie: ‘Mehr geht einfach nicht.’ Und: ‘Mach die Tür zu, wenn du gehst. Aber bitte ganz sachte.’ Mit vier Jahren hatte ich schon gelernt, wie man eine Tür sachte zumacht. Ich kann es heute noch. So etwas verlernt man nicht. Auf Zehenspitzen schlich ich durch den Flur bis ans vorderste Fenster. Wenn die Uhr sechs Mal schlug, tauchte Vater hinter den Büschen auf.

Es war er, der mich morgens weckte. Er, der mich ankleidete und mir die Haare band. Der mir ein Jausenbrot strich. Butter und Marmelade. Der mich ins Auto setzte und mir im Kindergarten, halb im Eingang stehend, einen Kuss auf die Wangen drückte. Frau Drechsler, die Nachbarin, brachte mich mit Maria, ihrer Tochter, wieder heim. Es ist zu traurig, seufzte sie jedes Mal, wenn sie mich sah, und hielt abrupt inne, wie um ihren Worten Gewicht zu verleihen. Die restliche Fahrt über spürte ich ihre Augen, im Rückspiegel, sengend auf mich gerichtet. Maria fragte mich, ob auch meine Mutter einen silbergrauen Mercedes führe. Ich nickte: Ja, so ungefähr. Und irgendwie stimmte das auch. Mutter fuhr und fuhr und fuhr. Die Haare vom Fahrtwind zerzaust. Fuhr sie dahin. In ihrem Bett, das ein silbergrauer Mercedes hätte sein können.
Was ich sagen wollte: Es war Vater, der mir abends eine Suppe kochte. Er, der mir das Radfahren und Schwimmen beibrachte. Der mir Geschichten erzählte von der Weißen Frau, die sich in Rauch aufgelöst hatte. Der mich zudeckte und bei mir blieb, bis ich eingeschlafen und eines Tages wieder aufgewacht war.

*

Ich war sechs Jahre alt. Gewinnerin des Buchstabierwettbewerbs. Der erste Preis war eine Füllfeder gewesen. ‘Ganz Andritz,’ hatte die Lehrerin gesagt, ‘ist stolz auf dich,’ und ich erinnere mich, dass aus ihrem Mund das Wort Andritz wie die große, weite Welt, all ihre Städte und Dörfer, ihre Berge und Flüsse tönte. Frau Drechsler hingegen schien enttäuscht zu sein. ‘Das nächste Mal,’ sagte sie zu Maria, ‘musst du dich ein bisschen mehr anstrengen.’ Und zu mir, mit einem schiefen Lächeln, das nicht gerade werden wollte: ‘Da wird sich deine Mutter aber wirklich sehr freuen.’
Endlich zu Hause schlüpfte ich lautlos aus den Schuhen. Mutters Tür war nur angelehnt, ich hörte sie dahinter schwach hüsteln. Einen Augenblick lang überlegte ich, ob ich zu ihr gehen und ihr die Füllfeder zeigen sollte. Aber da war ihr Hüsteln ein breiiger Husten geworden. Ich hörte, wie ihre Hand, jene schmale, von schimmernden Adern durchzogene Hand, hin zum Nachtkästchen, etwas umwarf, sich danach ausstreckte, es gierig umklammerte. Hektisches Aufschrauben. Der Augenblick war vorbei. Wieder einmal hatte Mutter eins ihrer dünnen Versprechen gebrochen: ‘Morgen werde ich dir Palatschinken mit Erdbeeren machen.’
In der Küche fand ich im Kühlschrank eine Spinatlasagne. Ich stellte sie in die Mikrowelle und drehte auf zwei Minuten. Als ich mich umsah, fiel mein Blick auf den Tisch, kariertes Wachstuch, die vom Frühstück übrig gebliebene Semmel, einen Zettel, der, die Ränder nach oben gebogen, seltsam einsam, beim Brotkorb lag. Ich nahm ihn hoch und buchstabierte. Da war ein L. Und ein E. Und ein B. Ein W, etwas krumm. Ein O. Ein stummes H. Und ein L. Darunter: Vater. Ich las: Leb wohl. Die Mikrowelle schnurrte. Es machte ‘Tsching!’ Zerlaufener Käse. Immer wieder las ich dasselbe, ohne dass ich seinen Sinn verstand. In meiner Hand war der Zettel vom vielen Lesen schon ganz knittrig geworden.

Die Uhr schlug zwei Mal. Zeit, um Mutter ihren Magentee zu bringen. Sie mochte ihn lauwarm, mit zwei gehäuften Teelöffeln Zucker, dem Beutel noch drinnen und einem Schuss Rum. Sie sagte: ‘Der richtet mich her.’ Von daher weiß ich, dass Schuss und Herrichten zwei eng miteinander verwandte Dinge sind. Und weiter noch: Dass mir der Schuss, war er ein ordentlicher, zehn Schilling Taschengeld einbrachte, eine enorme Summe, ich konnte mir damit beim Scherwirt ein Twinny-Eis und einen Schokoriegel kaufen.

‘Mutter?’ Sie rührte sich kaum. Allein an der Bettdecke, die sich hob und senkte, war zu erkennen, dass darunter ein Mensch lag, der atmete. Ich stellte das Tablett ab, wiederholte: ‘Mutter?’, und stupste sie leicht, damit sie keinen Schreck bekäme. Sie mochte alles, was leicht, fast nicht spürbar, wie die Berührung einer Feder war. ‘So ist es gut,’ sie hatte sich aufgerichtet, ‘du bist ein braves, braves Mädchen.’ Und als ich zu weinen anfing: ‘Na, na, na. Wirst doch nicht weinen.’ Ich hielt ihr den Zettel unter die Nase. Sie blinzelte, las blinzelnd Leb und wohl, blickte auf mich, dann wieder auf den Zettel, nunmehr mit aufgerissenen Augen, und brach, zuerst verhalten, dann laut und unbeherrscht, in ein nicht enden wollendes Gelächter aus. ‘Hat er sich doch noch aus dem Staub gemacht,’ lachte sie: ‘Hat er uns doch noch im Stich gelassen.’ Die Sätze stakten aus ihrem Lachen heraus, wurden von ihm überrollt, zäher Schleim, bis es zuletzt nur mehr ihr Lachen war, das Lachen eines gerade erst zum Leben erwachten Menschen, welches, von den Wänden zurückgeworfen, das Zimmer, das Haus, die Straße, ja ich dachte, ganz Andritz erfüllte. Hastig lief ich hinaus in den Flur, kramte die Füllfeder aus der Schultasche, betrachtete ihre punktförmige Spitze und stach mir damit in den Arm. Ein wohltuender Schmerz, ich schrie auf, mein Schrei fiel in Mutters Lachen. Er dämpfte es, wenn auch nur für Sekunden, nahm ihm ein wenig von seinem rohen Klang.

*

Ich war acht Jahre alt. Narbenträgerin. Mein linker Arm war übersät von Stichen. Dem Schularzt erklärte ich: ‘Ich sei, eine Schlafwandlerin, des Nachts in die Rosen- und Brombeersträucher gestolpert.’ Ich erklärte es ihm mit derselben Selbstverständlichkeit, mit der Mutter den Leuten vom Jugendamt erklärte, Sie habe seit über einem Jahr keinen einzigen Tropfen mehr getrunken. Und auch wenn es nur zur Hälfte wahr war, was sie sagte, so war es doch wahr, dass sich ihr Zustand seit Vaters Verschwinden zunehmend gebessert hatte. Auf die Frage, wohin er verschwunden sei, gab sie zur Antwort: ‘Wohl über den Berg.’ Für mich stand fest, damit meinte sie den Reinerkogel, und also war Vater, kein Zweifel, über die Jakobsleiter hinunter in die Stadt gegangen. Die aber war ein unerreichbarer Ort, weit, weit weg, im Dunst, eine Weltreise entfernt. Ich, die nichts kannte außer der Prochaskagasse, der Radegunder Straße und dem Ursprungweg, mal abgesehen von ein paar anderen nicht weiter nennenswerten Abzweigungen, hielt die Stadt für einen genauso entlegenen Ort wie etwa Paris, New York oder Hongkong. Unvorstellbar, dass ich jemals dorthin käme, unvorstellbar, dass dies überhaupt möglich sei.

Mein Vater war nicht der einzige, der verschwunden war. Auch Marias Vater war in jenen Tagen, wie Frau Drechsler mir höhnisch auflachend erzählte, mit seiner um zehn Jahre jüngeren Geliebten abgehauen, natürlich blond, natürlich schlank, natürlich faltenfrei und, wem`s gefällt, eine dieser austauschbaren Landschönheiten. ‘Sie seien glücklich,’ fügte sie hinzu, so glücklich, wie man es auf Erden nur sein könnte, und weil ich mir für Vater ein eben solches Glück herbeisehnte, kam ich auf die Idee, ihm in der Nähe eine Geliebte zu suchen, in der Hoffnung, er würde dann vielleicht wieder über den Reinerkogel zurück und bis zum Ursprung, dem Anfang aller Dinge, finden. Oft genug hatte ich ihn vom vordersten Fenster aus gesehen, nur um gleich darauf festzustellen, dass es eine Einbildung gewesen war. Ein bloßer Schatten, weiter nichts. Und oft genug war ich an Pferden und Ziegen vorbei, denn sie waren, sowie ich, um einiges größer geworden, zur Quelle im Wald gerannt, nur um die schaurige Entdeckung zu machen, dass der Mann, der dort saß, ein zahnloser Greis mit schneeweißen Haaren war.

Meine Suche nach einer Geliebten begann in der Schule. Da war die Direktorin, Frau Grottenbacher, ein schrecklicher Name, ich schloss sie von Vornherein aus. Da waren die Religionslehrerin, Frau Kubacek, von der es hieß, sie habe eine Episode mit dem Pfarrer, was auch immer das heißen mochte, die 3C-Lehrerin, Frau Walter, die immerzu an ihren Nägeln kaute, und die Sekretärin, Frau Böhm, deren Beine so lang waren, dass sie die halbe Welt umfassten. Auf letztere fiel meine Wahl.

Da es Frau Drechsler, so Maria, derzeit nicht möglich sei, uns abzuholen, sie sagte es wie einen auswendig gelernten Spruch, mussten wir, immerhin acht Jahre alt, von nun an mit dem Schulbus nach Hause fahren. Eine Chance, ich nutzte sie. Nachdem ich Maria mit einer Bauchwehgeschichte abgewimmelt hatte, wartete ich, spähendes Auge, hinter den Mülltonnen vor der Schule auf Frau Böhm, bis sie herausgekommen, folgte ihr, zehn Schritte Abstand haltend, bis sie kurz stehengeblieben, dann weitergegangen, mit eingezogenen Schultern in eines der Reihenhäuser am Popelkaring geschlüpft war. Und dort stand ich. Tag für Tag. Einen ganzen Monat lang. Ohne den Mut, an der Tür zu klingeln. Versteckte mich, sobald sich ein Vorhang bewegte, lief davon, sobald ihr Gesicht aufgetaucht war. Einmal drehte sie sich auf der Straße nach mir um. Schaute mich an wie ein Gespenst, irgendwie angstvoll, eilte, irgendwie panisch, auf ihren langen Beinen davon, ich ihr nach, irgendwie von Sinnen, wollte gerade ihren Namen rufen, sie gerade am Ärmel berühren, als sie den Schlüssel, irgendwie schon gar nicht mehr die Frau Böhm, die ich kannte, heftig zitternd ins Schloss und mit einem Satz, flugs, ins Innere des Hauses geflohen war. Diesmal klingelte ich, ich weiß nicht mehr, wie oft. Die Tür jedoch blieb zu und so blieb mir nichts anderes übrig als hängenden Kopfes nach Hause zu gehen. Tags darauf wurde getuschelt, Frau Böhm habe einen Nervenzusammenbruch erlitten, und wieder Tage darauf wurde getuschelt, sie sei mit Sack und Pack zurück ins Mürztal, ihre alte Heimat, in die obere Steiermark gezogen. Von daher weiß ich, dass Heimat etwas Nervliches ist. Sie ist in jedem von uns der eine Nerv, der über alle Maßen hinaus gespannte Nerv, der uns, wann immer es an der Zeit ist, zurück zum Ursprung schnalzt.

*

Ich war vierzehn Jahre alt. Ein vergesslicher Teenager. Irgendwann, zwischen elf und dreizehn, als die Sache mit dem Frausein begann, hatte es einen Punkt gegeben, von dem an Vater keine Person, eher eine vage Erinnerung, fast möchte ich sagen, eine Unperson war. Wohl wartete ich noch immer auf ihn, pünktlich um sechs, doch das Warten war eine leere Gewohnheit geworden, wie das Durchdringen meiner Haut einmal mit dieser, dann wieder mit jener Spitze. Es gehörte dazu, war Teil des Tages, der in die Nacht hinab rutschte. Mutter würde mich, wenn ich so am Fenster stand, einen hoffnungslosen Fall nennen und sich ‘ausnahmsweise’, eins ihrer Lieblingswörter, einen Schluck Gin hinterher schütten. Auch das gehörte dazu, war Teil des Tages, der immerfort in die Nacht hinab rutschte.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass Frau Drechsler, die Nachbarin, schon seit langem keinen silbergrauen Mercedes mehr fuhr, sondern einen Škoda, und dass ihre Tochter Maria, bis auf die Knochen abgemagert, höchstens ein Strich, langsam dahingegangen war, bis man sie aus der Schule nehmen und in eine Klinik im Süden der Stadt hatte bringen müssen. Die jedenfalls war in meiner Wahrnehmung in nächste Nähe gerückt. Ich hatte entdeckt: Es brauchte nur eine Bus-, dann eine Tramfahrt, um zum Hauptplatz und von dort aus ins Griesviertel, zum Lendplatz oder in den Stadtpark zu gelangen. Und ich hatte entdeckt: Mit Zauberei hatte das gar nichts zu tun.

Am liebsten fuhr ich mit dem Fahrrad in die Stadt, Wind in den Haaren, neben mir her, in die Pedale tretend, Klaus-Peter-Jürgen, er hieß tatsächlich so, aus der wilden B-Klasse, in die er, schon allein wegen seines Namens, nicht richtig hineinpassen wollte. Man rief ihn das Dreiauge oder schlicht: Die Drei. Ich aber rief ihn Peter, das machte den Spott wieder gut, und so kam es, dass wir nebeneinander her radelten, auch wenn wir beide keine Ahnung hatten, wohin. ‘Hauptsache weg,’ sagte Peter, ‘weg von zu Hause.’ Die dicke Luft dort könne man mit einer Schere in lauter Schnipsel zerschneiden. Überhaupt sprach er oft von Scheren und Schnipseln, ich glaube, um mir zu sagen: ‘Du bist nicht allein.’ Von daher weiß ich, dass es möglich ist, über Dinge zu reden, ohne sie auszusprechen, und dass das manchmal die beste Art ist, zu reden, die beste Art ist, zu verstehen, wenn man das Unsagbare ungesagt lässt und stattdessen drumherum spricht oder einfach nur schweigt.

Wir schwiegen viel, Peter und ich, und das Besondere daran war, dass unserem Schweigen keine Peinlichkeit anhaftete. Wir schwiegen, weil es in unserer Natur lag, sowie die Traurigkeit und die Langeweile, sowie das unbestimmte Gefühl, dass beides miteinander zusammenhing. Schweigend würden wir unsere Fahrräder abstellen. Im Schutz der Bäume eine drehen und rauchen. Tief einatmen, wieder ausatmen. Und lächeln. Wir würden am Parkhouse vorbei und uns beklommen fragen, ob wir jemals so groß werden würden wie die Studenten, die dort im Schatten saßen und ein kühles Bier tranken, und ob wir das überhaupt wollten: So groß werden. Wir würden uns bei der Hand nehmen und uns am anderen festhalten, nie wieder loslassen, einen köstlichen Augenblick lang, uns aus der Zeit stehlen, Mund an Mund pressen und mit der Zunge ein bisschen nach vor, dann erschrocken wieder zurück, mit einem feuchten Geräusch auseinanderfallen. Mein erster Kuss. Bei der Punkwiese. Verlegen wischte ich ihn fort. Und im Fortwischen geschah es, dass ich auf einer der Bänke rund um den Brunnen, auf der Bank, auf der ich selbst schon einige Male gesessen und in den Himmel geschaut hatte, auf dieser Bank also Vaters Gestalt ausmachte. Ich wurde blass, dann rot, Peter fragte: ‘Was ist los?’ Ich spürte, wie alles Blut aus mir heraus und zu Vater hinfloss. ‘Nichts, nichts,’ sagte ich endlich und schob Peter zur Seite. Auf einmal schämte ich mich, ihn geküsst zu haben, vor Vaters Augen, sozusagen, vor seinem Blick, der mein Zuhause war, einen pickeligen Buben geküsst zu haben. Ich sagte so etwas wie ‘Bis dann, man sieht sich!’ sagte es so beiläufig wie möglich, als ob wir nichts miteinander zu tun hätten, ließ Peter dort stehen, wo er eben stand, und ging, scharfe Klingen unter meinen Füßen, auf den Menschen zu, der mich gleich, gleich, ich wusste es, gleich, gleich in die Arme schließen, mir gleich, gleich alles erklären, gleich, gleich… hatte ich das Gleichgewicht verloren und war mit den Händen voran auf den Asphalt gestürzt. Vater sprang auf und fasste mich am Arm, dem zerschnipselten, drückte ihn leicht und fragte: ‘Hast du dir weh getan?’ Sein Blick umschloss mich, dunkles Grau, ich wusste: Jetzt würde er mich wiedererkennen. Jetzt! Und wieder: Jetzt! Aber er schaute durch mich hindurch und sah nichts anderes als ein gestürztes Mädchen, schaute mich an und schließlich weg, sagte so etwas wie ‘Nun denn!’, als ob wir nichts weiter miteinander zu tun hätten, ließ mich dort liegen, wo ich eben lag, und ging. Ich, mit trockener Kehle, schrie: ‘Vater!’, doch mein Schrei war ein Flüstern, nicht mehr. Wie in jenen Träumen, in denen man den Mund aufmacht und es kommt nichts heraus. Kein Laut. Keine Silbe. Kein Nichts.

*

Ich war sechzehn Jahre alt. Mutters Ebenbild. Wenn ich in den Spiegel blickte, sah ich meine Zukunft: Einen abschüssigen Weg, der über eine Klamm hinunter ins Bodenlose führte. Peter war kurz nach unserem Kuss bei einem Fahrradunfall verunglückt. Er war in ein Koma gefallen, aus dem er nicht mehr erwachte. Ich fragte mich oft, ob wohl die Luft, die man ihm über einen Schlauch in die Lungen pumpte, eine dicke war oder eine dünne, und ob er sich wohl einsam fühlte, in dieser Luft, oder ob ihn seine Einsamkeit vielleicht tröstete. Gerhard und Rainer, die ihm nachgefolgt waren, fanden solche Fragen jedenfalls unheimlich und verschwanden sehr bald wieder nach dem ersten Streit, und nachdem Frau Neugebauer, Gunthers Frau, die Frau meines Mathematiklehrers, ihn und mich in ihrem gemeinsamen Schlafzimmer ertappt hatte, war auch diese Geschichte vorbei. Von daher weiß ich, dass alles vorbeigeht. Egal, was es ist, es geht einfach vorbei.

Als meine Tage ausblieben, schimpfte mich Mutter ein Flittchen. Aber auch das ging vorbei. Gunther bezahlte für die Abtreibung und fürs Schweigen danach. In dem Kuvert, das er mir im Gang zwischen Konferenz- und Lehrerzimmer zugesteckt hatte, war Geld genug, um bis ans Ende meines Lebens zu schweigen. Es fiel mir nicht schwer. Wie gesagt: Es lag in meiner Natur. Den Schulstoff hatte ich nach anderthalbwöchiger Abwesenheit schnell wieder nachgeholt und wenn ich Frau Neugebauer einmal zufällig in der Sporgasse oder beim Kastner begegnete, sagte ich ‘Grüß Gott’ und sie auch und es war, als ob niemals etwas geschehen wäre. Bloß die Hände gaben wir uns nicht, das wäre zu viel gewesen. Ich merkte es an der angestrengten Art, mit der sie ihre Arme an die Seiten presste: Eine Berührung, und sei sie auch noch so banal, hätte sie an Ort und Stelle um den Verstand gebracht.

*

Ich war achtzehn Jahre alt.
Studentin in Wien.
Nach Graz fuhr ich zwei Mal im Jahr. Einmal zu Weihnachten, einmal zum Muttertag.
Ich war dreiundzwanzig.
Stipendiatin in Berlin.
Nach Graz kam ich zu Weihnachten und nur dann.
Neunundzwanzig.
Doktorandin der Teilchenphysik in Toronto, mit Aussicht auf eine Forschungsstelle in Houston.
Ab und an telefonierte ich noch mit Mutter. Ihre Stimme klang alt. Das Rauschen in der Leitung machte es uns leicht, nach fünf Minuten wieder aufzulegen.
Einunddreißig. Zweiunddreißig.
Graz ist ein Telegramm, auf dem steht: ‘Mutter tot. Stopp. Anita Drechsler’.

*

Frau Drechsler holte mich in einem Mazda vom Flughafen ab. ‘Sie habe sich, wie sie sagte, von all den Tiefschlägen in ihrem Leben erholt. Zu traurig nur, dass deine Mutter das niemals geschafft hat. Zu traurig, dass der Tod deines Vaters, weißt du noch, kurz nach deinem dritten Geburtstag, sie derart aus der Bahn geworfen hat. Und wie du das nicht einsehen wolltest, dass er gestorben war, wie du an ihm festhieltst, über seinen Tod hinaus! Und was das bedeutet hat, für deine Mutter, dich so zu sehen! Wie sie dein Anblick gequält hat! Jetzt kann ich`s ja sagen, nicht wahr?’ Sengende Augen. ‘Dass dein Verhalten geradezu furchterregend war. Wie du ins Leere hinein, mit einem Menschen, der unsichtbar, ich meine, das war, findest du nicht, wie aus einem Gruselfilm.’ Sie lachte schrill auf. ‘Und nun schau, was aus dir geworden ist! Wenn Maria noch wäre, ich sage dir, sie hätte eine schiere Freude daran. Aber es ist nun alles so, wie es der liebe Gott mit uns will.’

Mit diesen Worten setzte sie mich ab und ich konnte sehen, dass sie weinte. Die Hände am Lenkrad, weinte sie still in sich hinein. Arme Frau Drechsler, dachte ich, sie muss wohl vor lauter Gram verrückt geworden sein.

Und nun bin ich wieder hier, in diesem Haus mit den nackten Wänden und suche nach einem Beweis dafür, dass es Vater, den Vater meiner Vorstellungen, wirklich gegeben hat. Ich suche nach Fotos. Nach Briefen. Umsonst. Alles, was ich finde, ist der Zettel, ein vergilbtes Leb wohl. Ich stecke ihn ein und gehe zum Ursprung. Unter meinen Füßen brechen die Äste. Der Andritzbach ist ein reißendes Gewässer, er verschluckt jedes Wort, begierig, es zu verschlucken. Einmal angekommen, werde ich den Zettel ins grüne Wasser werfen und dabei zusehen, wie die Oberfläche sachte, sehr sachte um seine Ränder herum zu zittern beginnt, er sich vollsaugt mit Flüssigkeit, irgendwann schließlich untergeht. Und vielleicht werde ich dann sehen, dass es Mutters krakelige Schrift war, die Handschrift einer Betrunkenen, die mich damals erlösen wollte, und vielleicht werde ich dann ihr Lachen hören, ein fernes Wehklagen wie das Verrinnen von Zeit. ‘Einmal angekommen,’ sage ich. Aber selbst dieser Satz verschwindet, ist ein verschwundener. Von daher weiß ich, dass Graz eine Stadt ist wie jede andere auch.

Download de ePub-versie Print

Vaarwel

Graz is voor mij een stad waar mensen verdwijnen en ik bedoel dat precies zoals ik het zeg, letterlijk en onverkort: Graz is voor mij een stad waar verdwenen mensen thuis zijn. Zelfs die zin, eenmaal uitgesproken, verdwijnt, is een verdwenen zin. Ik hoor hem wegsterven, terwijl onder mijn voeten de takken kraken. Door de regen van de afgelopen dagen is de Andritzbeek een wilde rivier, hij verzwelgt elk woord dat je in het voorbijgaan uitspreekt.

*

Ik was vier jaar oud. Vaders meisje. Hij noemde me zijn vrouwtje. Een knipoog, ik zag er mijn spiegelbeeld in. Meer nog dan het huis waar we in woonden en zijn kale muren was het die blik van hem die me onderdak bood. Hij omhulde me, donker grijs, zoals een huid, stevig en sterk. Veel later pas ontdekte ik dat ook de dikste huid doordringbaar is. Meer dan een puntig voorwerp is niet nodig om in het weke binnenste ervan door te dringen.

Maar destijds was vaders blik mijn thuis. Ik zeg: destijds. Zoals in sprookjes. Lang, lang geleden. Vader tilde me op zijn schouders en droeg me met zevenmijlspassen, langs de Zösenberg omlaag, langs paardjes en geitjes, tot aan de Oorsprong. We waren een tweekoppige reus. Vader vertelde me over de heks van de Schöcklberg, over haar borstelige haren, over het duistere stukje hemel vanwaar ze hagel spuugde, over die ene hagelkorrel waar een van haar haren in opgesloten zat. Wie het vond, zou gelukkig worden. Daardoor weet ik dat geluk iets is wat je moet zoeken. Meer zelfs: iets wat je misschien nooit vindt.

De Oorsprong is een bron. Men vertelt dat er een kasteel in is verzonken. De nimf die het ooit had bewaakt, was aan land gegaan en doodgeranseld. Voor eeuwig verdwenen: de schatten van het kasteel; voor eeuwig weggestorven: het gezang van de nimf. Vader zei: ‘Als het licht schuin door de bomen op het water valt, dan zie je op de watereppen, de moerasplanten, nog een waas van goud. En als de wind langs de stenen muur strijkt, dan hoor je een verre weeklacht als het verstrijken van tijd.’ Ik hield mijn adem in en durfde nauwelijks nog uit te ademen. Zo hard wenste ik dat ik het kon horen. Ik stond daar, vaders hand in mijn rug, met bolle wangen. Telkens wanneer ik lucht liet ontsnappen, leek het of ik net het beslissende moment had gemist. Niet erg, lachte vader: ‘Hier aan de oorsprong van de wereld komt alles ooit samen.’ Dat was ons geheim. Dat hier alles ooit samen zou komen.

Er zijn nog andere plekken die ik me herinner. Weiden en wouden zonder naam. Van alle plekken echter is het de Oorsprong, vochtig en donker, waar ik het veilige gevoel aan verbind dat ik ooit klein ben geweest. Soms droom ik ervan en roep bij het ontwaken een woord dat me vreemd is geworden. Het komt uit de diepte, trekt me omlaag en gedurende een paar seconden zie ik mezelf, met mijn gezicht naar beneden, tussen insecten drijven. Dat beeld achtervolgt me de hele dag. In zekere zin droomt het mij. Niet omgekeerd.

Bij de oorsprong van de wereld waren alleen wij, vader en ik. We wierpen kiezelstenen en telden de kringen. Kauwden op grashalmen en verzamelden slakken. Zelfs nadat ze zich in hun huisje hadden teruggetrokken, werden ze verraden door een slijmspoor. We spraken zelden over moeder en als we het deden, dan heel zachtjes. ‘Ze heeft hoofdpijn,’ fluisterde vader, ‘in haar hoofd bliksemt en dondert het.’ Zijn fluisteren werd zwakker, brak uiteindelijk af, werd een zwijgen. Als het lang genoeg aanhield, dan kon ik niet meer zeggen of het er überhaupt nog was. Die hand, die krachteloos vanonder het laken viel. Die gevallen hand, die niet bewoog, in het duister van de kamer. En de zon glinsterde stoffig door de gesloten jaloezieën. Die zonbeschenen hand, die zich ineens herinnerde dat ze leefde, die zich ineens naar het nachtkastje bewoog en een fles vastgreep. Gulzige teugen, ook dat. Een langgerekt ‘Aaaah!’ Daarna opnieuw stilte. De hand zakte naar de grond. Tegelijk met de fles, die onder het bed rolde. Dat geluid, wanneer ze uiteindelijk tot stilstand kwam, dat zachte wegrinkelen was wat ik destijds onder moeder verstond.

Ik zou er nog andere dingen aan kunnen toevoegen. De pillendoosjes bijvoorbeeld. Als ze leeg waren, mocht ik ermee spelen en ze als bouwstenen gebruiken. Hier heb je er een. Moeders vermoeide stem. Af en toe wenkte ze me en stelde ze verbaasd vast hoe groot ik was geworden. Zoals een verre verwant. Drukte ze me tegen haar borst zodat ik bijna stikte, scherpe geur uit haar mond, liet ze me weer los, zakte ze terug in het kussen, alsof de omhelzing haar buitengewoon had verzwakt. Dat volstaat voor vandaag, zei ze: ‘Meer gaat eenvoudigweg niet.’ En: ‘Doe de deur dicht, als je weggaat. Maar heel zachtjes, alsjeblief.’ Met vier jaar had ik al geleerd hoe je een deur zachtjes dicht doet. Ik kan het vandaag nog. Zoiets verleer je niet. Op kousenvoeten sloop ik door de gang tot aan het voorste raam. Toen de klok zesmaal sloeg, dook vader op van achter de struiken.

Hij was het die me ’s ochtends wekte. Hij was het die me aankleedde en mijn haren samenbond. Die een boterham voor me smeerde. Boter en jam. Die me in de auto zette en me bij de kleuterschool, half in de ingang, een kus op de wangen drukte. Mevrouw Drechsler, de buurvrouw, bracht me samen met Maria, haar dochter, weer thuis. Het is te treurig, zuchtte ze telkens als ze me zag, en onderbrak zich abrupt, als om haar woorden gewicht te verlenen. De rest van de rit voelde ik haar ogen, in de achteruitkijkspiegel, verzengend op mij gericht. Maria vroeg me of mijn moeder ook met een zilvergrijze Mercedes reed. Ik knikte: ja, zoiets. En ergens klopte dat ook. Moeder reed en reed en reed. Haar haren in de war door de wind. Reed heen. In haar bed, dat een zilvergrijze Mercedes had kunnen zijn.
Wat ik wilde zeggen: het was vader die ’s avonds soep voor me maakte. Hij was het die me leerde fietsen en zwemmen. Die me verhalen vertelde over de Witte Vrouw die in rook was opgegaan. Die me instopte en bij me bleef tot ik sliep en op een dag weer wakker werd.

*

Ik was zes jaar oud. Kampioene van de spellingwedstrijd. De eerste prijs was een vulpen. ‘Heel Andritz is trots op je,’ had de lerares gezegd, en ik herinner me dat het woord Andritz uit haar mond klonk als de grote, wijde wereld met al zijn steden en dorpen, al zijn bergen en rivieren. Mevrouw Drechsler daarentegen leek ontgoocheld. ‘De volgende keer,’ zei ze tegen Maria, ‘moet je wat meer je best doen.’ En tegen mij, met een scheve glimlach die niet recht wilde worden: ‘Nu zal je moeder echt blij zijn.’
Toen ik eindelijk weer thuis was, glipte ik geruisloos uit mijn schoenen. Moeders deur stond op een kier, ik hoorde haar daarachter zwak kuchen. Een moment lang overwoog ik om naar haar toe te gaan en haar de vulpen te tonen. Maar haar kuchen was intussen een vet hoesten geworden. Ik hoorde hoe haar hand, die magere hand vol doorschemerende aders, iets van het nachtkastje stootte, ernaar reikte, het gretig omklemde. Koortsachtig opendraaien. Het moment was voorbij. Eens te meer had moeder een van haar magere beloften gebroken: ‘Morgen maak ik pannenkoeken met aardbeien voor je.’
In de keuken vond ik een spinazielasagne in de koelkast. Ik zette hem in de microgolfoven en draaide de knop op twee minuten. Toen ik rondkeek, viel mijn blik op de tafel, tafelzeil met ruitjes, de broodjes die over waren van het ontbijt, een briefje dat met opstaande randjes merkwaardig eenzaam bij het broodmandje lag. Ik nam het op en spelde. Er was een V. En een A. En nog een A. En een R. Een W, een beetje krom. Een E. En een L. Daaronder: Vader. Ik las: Vaarwel. De microgolfoven zoemde. Hij deed ‘Triiing!’ Uitgelopen kaas. Steeds weer las ik hetzelfde, zonder de betekenis ervan te begrijpen. Het briefje in mijn hand was door het vele lezen al helemaal verfrommeld.

De klok sloeg tweemaal. Tijd om moeder haar maagthee te brengen. Ze had hem graag lauwwarm, met twee volle theelepels suiker, het builtje er nog in en een scheut rum. Ze zei: ‘Daar knap ik van op.’ Daardoor weet ik dat scheut en opknappen twee nauw verwante dingen zijn. Sterker: dat de scheut, als het een flinke was, me tien schilling zakgeld opleverde, een enorm bedrag, ik kon er me bij Scherwirt een Twinny-ijsje en een chocoladereep van kopen.

‘Moeder?’ Ze bewoog nauwelijks. Alleen aan de deken die op en neer ging, kon je zien dat er iemand lag te ademen. Ik zette het dienblad neer, herhaalde: ‘Moeder?’, en porde haar zachtjes, zodat ze niet zou schrikken. Ze hield van alles wat zacht, haast niet voelbaar was, als de aanraking door een veertje. ‘Zo is het goed,’ ze was overeind gekomen, ‘je bent een braaf, braaf meisje.’ En toen ik begon te huilen: ‘Toe, toe. Huil maar niet.’ Ik duwde haar het briefje onder de neus. Ze las met knipperende ogen Vaarwel, keek me aan, keek dan weer naar het briefje, nu met opengesperde ogen, en barstte uit in een aanvankelijk ingehouden, daarna luid en onbeheerst gelach waar maar geen eind aan kwam. ‘Is hij ‘m toch nog gesmeerd,’ lachte ze: ‘Heeft hij ons toch nog in de steek gelaten.’ De zinnen priemden boven haar gelach uit, werden eronder bedolven, taai slijm, tot ten slotte enkel nog haar gelach overbleef, het gelach van een zojuist tot leven gewekt mens, dat door de muren werd weerkaatst en de kamer, het huis, de straat, ja heel Andritz vulde, zo dacht ik. Haastig liep ik de gang op, diepte de vulpen op uit mijn boekentas, bekeek zijn spitse punt en stak ermee in mijn arm. Een weldadige pijn, ik schreeuwde het uit, mijn schreeuw versmolt met moeders gelach. Hij smoorde het, al was het maar een paar seconden, ontnam het iets van zijn rauwe klank.

*

Ik was acht jaar oud. Stond vol littekens. Mijn linkerarm was bezaaid met prikken. Tegen de schoolarts zei ik: Ik slaapwandel en ben ’s nachts in de rozen- en braamstruiken getuimeld.’ Ik zei het met dezelfde vanzelfsprekendheid als waarmee moeder tegen de mensen van jeugdzorg zei dat ze al meer dan een jaar geen druppel had gedronken. En ook al was wat ze zei maar voor de helft waar, dan was het toch waar dat haar toestand er sinds vaders verdwijning steeds meer op was vooruitgegaan. Op de vraag waarheen hij was verdwenen antwoordde ze: ‘Vermoedelijk naar betere oorden.’ Voor mij stond het vast dat vader de Reinerkogel had beklommen, en dus, geen twijfel mogelijk, langs de Jakobsladder naar beneden de stad in was gegaan. Maar dat was een onbereikbare plek, ver, ver weg, in nevelen, een wereldreis ver. Ik, die niets anders kende dan de Prochaskagasse, de Radegunder Straße en de Ursprungweg, afgezien van een paar andere verder niet noemenswaardige zijwegen, hield de stad voor een net zo afgelegen plek als bijvoorbeeld Parijs, New York of Hongkong. Ondenkbaar dat ik daar ooit zou komen, ondenkbaar dat dat überhaupt mogelijk was.

Mijn vader was niet de enige die was verdwenen. Ook Maria’s vader, zo vertelde mevrouw Drechsler me terwijl ze in hoongelach uitbarstte, was er in die dagen vandoor gegaan met zijn zowat tien jaar jongere vriendin, uiteraard blond, uiteraard slank, uiteraard rimpelloos en, voor wie ervan houdt, een van die inwisselbare lokale schoonheden. ‘Ze zijn gelukkig,’ voegde ze eraan toe, zo gelukkig als je maar kan zijn op aarde, en omdat ik mijn vader een even groot geluk toewenste, kwam ik op het idee in de buurt een vriendin voor hem te zoeken, in de hoop dat hij dan misschien opnieuw de Reinerkogel zou beklimmen en de weg naar de Oorsprong, het begin van alle dingen, terug zou vinden. Vaak genoeg had ik hem door het voorste raam gezien, alleen maar om meteen daarna vast te stellen dat het inbeelding was geweest. Alleen maar een schim, meer niet. En vaak genoeg was ik langs paarden en geiten, want ze waren net als ik nogal wat gegroeid, naar de bron in het woud gerend, alleen maar om de griezelige ontdekking te doen dat de man die daar zat een tandenloze grijsaard met sneeuwwit haar was.

Mijn zoektocht naar een vriendin begon op school. Er was de directrice, mevrouw Grottenbacher, een vreselijke naam, ik sloot ze van meet af aan uit. Er was de godsdienstjuf, mevrouw Kubacek, van wie werd gezegd dat ze een episode had met de pastoor, wat dat ook mocht betekenen, er was de juf van 3C, mevrouw Walter, die onafgebroken op haar nagels beet, en er was de secretaresse, mevrouw Böhm, wier benen zo lang waren dat ze de halve wereld omvatten. Ik koos de laatste.

Aangezien het voor mevrouw Drechsler, aldus Maria, thans niet mogelijk was ons op te halen, ze zei het als een uit het hoofd geleerde spreuk, moesten we, nog altijd maar acht jaar oud, voortaan met de schoolbus naar huis. Een kans, en ik benutte ze. Nadat ik Maria met een buikpijnsmoes had afgescheept, wachtte ik met spiedende ogen achter de vuilnisbakken voor de school totdat mevrouw Böhm naar buiten kwam, volgde ik haar op tien passen afstand totdat ze kort stilhield, weer doorliep en met opgetrokken schouders een van de rijhuizen aan de Popelkaring was binnengeglipt. En daar stond ik. Dag na dag. Een hele maand lang. Zonder de moed om aan te bellen. Verstopte me zodra er een gordijn bewoog, liep weg zodra haar gezicht verscheen. Eén keer draaide ze zich op straat naar me om. Keek me aan alsof ik een spook was, enigszins angstig, haastte zich met haar lange benen weg, enigszins panisch, ik achter haar aan, enigszins buiten mezelf, wilde net haar naam roepen, net haar mouw aanraken, toen ze, in zekere zin al helemaal niet meer de mevrouw Böhm die ik kende, de sleutel hevig bevend in het slot stak en met een sprong, ijlings, het huis binnenvluchtte. Dit keer belde ik aan, ik weet niet meer hoe vaak. Maar de deur bleef dicht en zo restte me niets anders dan ontmoedigd naar huis te gaan. De dag nadien werd gesmiespeld dat mevrouw Böhm een zenuwinzinking had gekregen, en weer een paar dagen later werd gesmiespeld dat ze met pak en zak was teruggekeerd naar het Mürztal, haar geboortestreek in Boven-Stiermarken. Daardoor weet ik dat geboortestreek iets met zenuwen heeft te maken. Ze is in elk van ons die ene zenuw, die buiten elke proportie gespannen zenuw die ons, telkens als de tijd daar is, terug naar de oorsprong katapulteert.

*

Ik was veertien jaar oud. Een vergeetachtige tiener. Ergens tussen mijn elf en mijn dertien, toen dat gedoe met het vrouwzijn begon, was er een moment vanaf wanneer vader geen persoon, maar eerder een vage herinnering, ik zou bijna willen zeggen een niet-persoon was. Ik wachtte weliswaar nog altijd op hem, stipt om zes uur, maar het wachten was een holle gewoonte geworden, net als het doordringen van mijn huid met deze of gene punt. Het hoorde erbij, maakte deel uit van de dag die afgleed naar de nacht. Als ik zo bij het raam stond, noemde moeder me een hopeloos geval en goot ‘bij wijze van uitzondering’, een van haar lievelingsuitdrukkingen, een teug gin erachteraan. Ook dat hoorde erbij, maakte deel uit van de dag die aldoor afgleed naar de nacht.

Op dit punt moet ik misschien vertellen dat mevrouw Drechsler, de buurvrouw, al lang niet meer met een zilvergrijze Mercedes reed, maar met een Škoda, en dat haar dochter Maria, tot op het bot vermagerd, hoogstens nog een streep, langzaamaan was weggeteerd, totdat ze haar van school hadden moeten halen en naar een ziekenhuis in het zuiden van de stad hadden moeten brengen. Die was voor mijn aanvoelen in ieder geval dichterbij gekomen. Ik had ontdekt: er waren maar een bus- en daarna een tramrit nodig om naar de Hauptplatz en van daaruit naar het Griesviertel, de Lendplatz of het stadspark te komen. En ik had ontdekt: met tovenarij had dat helemaal niets te maken.

Het liefst van al reed ik met de fiets de stad in, de wind in mijn haren, en hier naast mij, flink trappend, Klaus-Peter-Jürgen, zo heette hij echt, uit de wilde B-klas, waar hij alleen al vanwege zijn naam niet echt in paste. Men noemde hem de Drieoog, of gewoon: de Drie. Maar ik noemde hem Peter, dat maakte de spot weer goed, en zo kwam het dat we hier naast elkaar aan het fietsen waren, al hadden we geen van beiden een idee waarheen. ‘Als we maar weg zijn,’ zei Peter, ‘weg van huis.’ De dikke lucht daar kon je met een schaar in allemaal snippers verknippen. Hij sprak überhaupt vaak over scharen en snippers, ik denk om me te zeggen: ‘Je bent niet alleen.’ Daardoor weet ik dat het mogelijk is om over dingen te praten zonder ze uit te spreken en dat dat soms de beste manier is om te praten, de beste manier is om te begrijpen, als je het onuitspreekbare onuitgesproken laat en er in plaats daarvan omheen praat of gewoon zwijgt.

We zwegen veel, Peter en ik, en het bijzondere daaraan was dat ons zwijgen niet pijnlijk was. We zwegen omdat het in onze aard lag, net als de treurigheid en de verveling, net als het onbestemde gevoel dat dat samenhing. Zwijgend parkeerden we onze fiets. In de beschutting van de bomen eentje rollen en roken. Diep inademen, weer uitademen. En glimlachen. We reden langs het Parkhouse en vroegen ons bedrukt af of we ooit zo groot zouden worden als de studenten die daar in de schaduw een fris biertje zaten te drinken en of we dat überhaupt wilden: zo groot worden. We namen elkaars hand en klampten ons aan elkaar vast, om nooit meer los te laten, een heerlijk moment lang, onttrokken ons aan de tijd, drukten mond op mond, de tong een beetje naar voren, dan geschrokken weer terug, vielen met een vochtig geluid uiteen. Mijn eerste kus. Bij de punkerswei. Bedeesd veegde ik hem weg. En terwijl ik dat deed gebeurde het dat ik op een van de banken rond de fontein, op de bank waar ik zelf al een paar keer had gezeten en naar de lucht had gestaard, op die bank dus, vaders gedaante ontwaarde. Ik werd bleek, vervolgens rood, Peter vroeg: ‘Wat scheelt er?’. Ik voelde hoe al mijn bloed uit mij weg en naar vader toe stroomde. ‘Niets, niets,’ zei ik na een poos en duwde Peter weg. Opeens was ik beschaamd dat ik hem had gekust, onder vaders ogen om zo te zeggen, dat ik onder zijn blik, die mijn thuis was, een puisterige knul had gekust. Ik zei iets in de trant van: ‘Tot later, we zien elkaar nog!’, zei het zo terloops mogelijk, alsof we niets met elkaar te maken hadden, liet Peter staan waar hij stond en ging, scherpe messen onder mijn voeten, op de man af die me zo meteen, zo meteen, ik wist het, zo meteen, zo meteen in zijn armen zou sluiten, me zo meteen, zo meteen alles zou uitleggen, zo meteen, zo meteen… verloor ik mijn evenwicht en stuikte met mijn handen vooruit op het asfalt. Vader sprong overeind en pakte me bij de arm, de versnipperde, drukte er zachtjes in en vroeg: ‘Heb je je pijn gedaan?’ Zijn blik omhulde me, donker grijs, ik wist: nu herkent hij me. Nu! En opnieuw: nu! Maar hij keek door me heen en zag niets anders dan een meisje dat gevallen was, keek me aan en uiteindelijk weg, zei iets in de trant van: ‘Goed dan!’, alsof we niets met elkaar te maken hadden, liet me liggen waar ik lag, en ging weg. Met droge keel schreeuwde ik ‘Vader!’ maar mijn schreeuw was een fluisteren, meer niet. Net als in die dromen waarin je je mond opendoet en er niets uitkomt. Geen klank. Geen lettergreep. Helemaal niets.

*

Ik was zestien jaar oud. Moeders evenbeeld. Als ik in de spiegel keek, zag ik mijn toekomst: een steil aflopende weg die langs een ravijn een bodemloze diepte in leidde. Peter was kort na onze kus met de fiets verongelukt. Hij was in coma gevallen en er niet meer uit ontwaakt. Ik vroeg me vaak af of de lucht die men langs een slangetje in zijn longen pompte dikke lucht was of dunne, en of hij zich misschien eenzaam voelde in die lucht, of dat zijn eenzaamheid hem misschien troostte. Gerhard en Rainer, die na hem waren gekomen, vonden dat soort vragen in ieder geval akelig en verdwenen al meteen na de eerste ruzie, en nadat mevrouw Neugebauer, de vrouw van Gunther, mijn wiskundeleraar, hem en mij in hun gemeenschappelijke slaapkamer had betrapt, was ook die historie voorbij. Daardoor weet ik dat alles voorbijgaat. Om het even wat, het gaat gewoon voorbij.

Toen mijn maandstonden uitbleven, schold moeder me uit voor hoer. Maar ook dat ging voorbij. Gunther betaalde voor de abortus en voor het zwijgen erna. In de briefomslag die hij me op weg van de vergaderruimte naar de leraarskamer had toegestopt, zat voldoende geld om tot het einde van mijn dagen te zwijgen. Het viel me niet zwaar. Zoals gezegd: het lag in mijn aard. De leerstof had ik na anderhalve week afwezigheid snel weer ingehaald en toen ik mevrouw Neugebauer eens toevallig in de Sporgasse of bij Kastner tegen het lijf lief, zei ik: ‘Goeiedag’ en zij ook en het was alsof er nooit wat was gebeurd. Alleen een hand gaven we elkaar niet, dat zou te veel gevraagd zijn. Ik merkte het aan de gespannen manier waarop ze haar armen tegen zich aan gedrukt hield: van een aanraking, hoe banaal ook, zou ze ter plekke het verstand hebben verloren.

*

Ik was achttien jaar oud.
Studente in Wenen.
Naar Graz ging ik tweemaal per jaar. Eenmaal met kerst, eenmaal voor moederdag.
Ik was drieëntwintig.
Beursstudente in Berlijn.
Naar Graz kwam ik met kerst en alleen dan.
Negenentwintig.
Promovenda in de deeltjesfysica in Toronto, met een promotieonderzoeksplaats in Houston in het vooruitzicht.
Af en toe telefoneerde ik nog met moeder. Haar stem klonk oud. Het geruis op de lijn maakte het ons makkelijk om na vijf minuten weer neer te leggen.
Eenendertig. Tweeëndertig.
Graz is een telegram waarop staat: ‘Moeder gestorven. Stop. Anita Drechsler.’

*

Mevrouw Drechsler haalde me met een Mazda op van de luchthaven. ‘Ze zei dat ze alle tegenslagen in haar leven te boven was gekomen. Het is alleen zo jammer dat je moeder daar nooit in is geslaagd. Dat de dood van je vader, weet je nog, kort na je derde verjaardag, haar zo uit haar baan heeft geslingerd. En hoe jij dat niet wilde inzien, dat hij gestorven was, hoe jij je aan hem vastklampte, over zijn dood heen! En wat dat betekende, voor je moeder, je zo te zien! Hoe jouw aanblik haar kwelde! Nu kan ik het wel zeggen, niet?’ Verzengende ogen. ‘Dat je gedrag ronduit angstaanjagend was. Zoals je in het ijle, met een mens die onzichtbaar, ik bedoel, dat was, vind je ook niet, net als in een griezelfilm.’ Plotseling lachte ze schril. ‘En kijk nu wat er van je geworden is! Als Maria er nog was geweest, ik zweer je, dan had ze daar niks dan plezier in gehad. Maar alles is nu eenmaal zoals de lieve God het voor ons wil.’

Met die woorden zette ze me af en ik kon zien dat ze huilde. Met de handen op het stuur huilde ze zachtjes in zichzelf. Arme mevrouw Drechsler, dacht ik, ze is vast gek geworden van puur verdriet.

En nu ben ik weer hier, in dit huis met de kale muren, en zoek een bewijs dat vader, de vader van mijn voorstellingen, echt heeft bestaan. Ik zoek foto’s. Brieven. Tevergeefs. Al wat ik vind, is het briefje, een vergeeld Vaarwel. Ik steek het in mijn zak en ga naar de Oorsprong. Onder mijn voeten kraken de takken. De Andritzbeek is een wilde rivier, hij verzwelgt elk woord, gretig om het te verzwelgen. Eenmaal daar zal ik het briefje in het groene water gooien en toekijken hoe het oppervlak zachtjes, heel zachtjes aan de randjes begint te trillen, zich volzuigt met vocht, ten slotte vroeg of laat zinkt. En misschien zal ik dan zien dat het moeders krabbelige schrift was, het handschrift van een dronkelap, die me destijds wilde verlossen, en misschien zal ik dan haar gelach horen, een verre weeklacht als het verstrijken van tijd. ‘Eenmaal daar,’ zeg ik. Maar zelfs die zin, eenmaal uitgesproken, verdwijnt, is een verdwenen zin. Daardoor weet ik dat Graz een stad is als elke andere.

 

Vertaald uit het Duits door Kris Lauwerys en Isabelle Schoepen.

 

Podcast voorgelezen door Michele Cuvelier


Kris Lauwerys (Duffel, 1972) is literair vertaler uit het Frans en het Duits. Hij is de vaste vertaler van Gregor von Rezzori, van wie hij tot nu toe Memoires van een antisemiet, Bloemen in de sneeuw en Een hermelijn in Tsjernopol vertaalde. Van Henry Bauchau vertaalde hij Maalstroom, een prestatie waarvoor hij in 2009 werd onderscheiden met de Prix Henry Bauchau. Daarna volgde Het blauwe kind. Kris Lauwerys werkt daarnaast als docent Nederlands aan de universiteit van Mons. Voor deBuren schreef hij het Radioboek ‘Een reis en twee liefdesverklaringen’.

Isabelle Schoepen (Wilrijk, 1974) was in het verleden coördinator van de Vlaamse Auteursvereniging, de belangenvereniging van en voor Vlaamse auteurs en vertalers. Momenteel combineert ze het moederschap met redactie- en vertaalwerk voor culturele instanties.

 

Download de ePub-versie Print

Adieu

Pour moi, Graz est une ville dans laquelle les gens disparaissent, et je le pense comme je le dis, à la lettre et sans concession : pour moi, Graz est une ville où les disparus sont chez eux. Même cette phrase qui vient d’être prononcée, disparaît, est une disparue. Je l’entends s‘évanouir dans le bruit des branches qui se brisent sous mes pas. Toute la pluie des jours passés a transformé le ruisseau d’Andritz en un torrent qui engloutit au passage chaque mot prononcé.

*

J‘avais quatre ans. J’étais la petite fille à son papa. Il m’appelait sa petite femme. Un clin d’œil, et je me reflétais dans son regard. Et c’est ce regard qui était mon refuge, bien plus que la maison aux murs nus dans laquelle nous vivions. Un regard gris sombre, telle une enveloppe, qui me serrait fermement et puissamment. Ce n’est que beaucoup plus tard que j’ai découvert que même la peau la plus dure était perméable. Une pointe effilée suffit à la percer et à mettre à jour sa tendresse intérieure.

A cette époque-là, le regard de mon père était ma maison. Je dis : à cette époque-là, comme dans les contes de fées. Il y a très, très longtemps. Mon père allait me soulever, me prendre sur ses épaules, descendre le Zösenberg et me porter jusqu’à l’Ursprung, en faisant des pas de sept lieues et en passant près des poulains et des chevrettes. Nous étions un géant à deux têtes. Papa allait me raconter les histoires de la sorcière du Schöckl, de ses cheveux en bataille, du trou sombre par lequel elle crachait la grêle, du grêlon qui renfermait l‘un de ses cheveux et qui devait porter chance à celui qui le trouve. Celui qui le trouverait, aurait de la chance. Depuis cette époque, je sais qu’il faut être à l’affût du bonheur. Et aussi qu’on n’est jamais sûr de le trouver.

L’Ursprung est une source dans laquelle, dit-on, un château a été englouti. La nymphe qui le gardait autrefois, aurait été entraînée sur la terre ferme et battue à mort. A jamais disparus, les trésors du château, à jamais éteint, le chant de la nymphe. Papa disait: « Lorsque les rayons lumineux obliques touchent l’eau à travers les arbres, on peut voir alors une vapeur d’or nimber les berles dressés, les plantes des marais. Et lorsque le vent caresse le mur de pierre, on entend un gémissement lointain comparable à la fuite du temps ». Je retenais mon souffle et osais à peine respirer. Tant je souhaitais pouvoir l’entendre. J’étais là, la main de Papa dans mon dos, les joues gonflées. Et chaque fois que je manquais d’air, c’était comme si je venais de rater le moment décisif. Ça ne fait rien, disait Papa en riant. « Ici, au commencement du monde, tout finit par s’assembler. » C’était notre secret. Que tout finirait par s’assembler.

Il y a d’autres lieux dont je me souviens. Des prairies et des forêts anonymes. De tous les lieux, c’est l’Ursprung, sombre et humide, que j’associe à la certitude d’avoir été une petite fille. Parfois j’en rêve et je crie en m’éveillant un mot qui m’est devenu étranger. Il vient des profondeurs, m’entraîne vers elles et pendant quelques secondes je me vois, le visage tourné vers le bas, en train de flotter parmi des insectes qui nagent. Et cette image ne me quitte plus de la journée. D’une certaine façon, c’est elle qui rêve de moi. Non l’inverse.

Au commencement du monde, il n’y avait que nous, Papa et moi. Nous lancions des galets et comptions les ronds dans l’eau. Nous mordillions des brins d’herbe et ramassions des escargots. Même après être rentrés dans leur coquille, une traînée de bave trahissait leur présence. Nous parlions rarement de Maman et lorsque c’était le cas, nous le faisions à voix basse: « Elle a mal à la tête », chuchotait Papa, « Dans sa tête, il y a comme des éclairs et du tonnerre ». Son chuchotement faiblissait, s’arrêtait pour n’être plus qu’un silence. Et lorsque ce silence se prolongeait assez longtemps, je finissais par ne plus savoir si elle existait encore. Cette main flasque qui pendait hors du drap. Cette main pendante qui ne bougeait plus dans l’obscurité de la pièce. Et le soleil faisait frémir la poussière à travers les jalousies inclinées vers le bas. Cette main éclairée par le soleil qui soudain se souvenait qu’elle était en vie, qui soudain remuait et allait saisir une bouteille posée sur la table de nuit. Ingurgitation rapide, ça aussi. Un long « aaaah ! ». Et à nouveau le silence. La main retombait. Et avec elle, la bouteille qui roulait sous le lit. Ce bruit lorsque sa course s‘arrêtait, ce doux cliquetis, voilà ce que représentait ma mère, pour moi, à cette époque.

Je pourrais ajouter encore d’autres choses. Les boîtes de médicaments par exemple. Lorsqu’elles étaient vides, j’avais le droit de jouer avec elles et de les utiliser comme des cubes. Tiens, en voilà une. La voix fatiguée de Maman. Parfois, elle me ferait signe de m’approcher d’elle et constaterait avec étonnement que j’avais beaucoup grandi. Comme une parente éloignée. M’attirer contre elle jusqu’à m’étouffer, son haleine forte, desserrer l’étreinte, retomber sur l’oreiller comme si le simple effort de m’avoir serrée dans ses bras, l’avait affaiblie à l’extrême. « Ça suffit pour aujourd’hui, disait-elle, je ne vais pas bien, tout simplement. » Et puis : « Ferme la porte quand tu pars. Tout doucement, s’il te plaît ». A quatre ans, j’ai appris à fermer une porte tout doucement. Je sais encore le faire aujourd’hui. Ç’est quelque chose qui ne s’oublie pas. Je me glissais sur la pointe des pieds dans le corridor jusqu’à la fenêtre de devant. Quand les six coups de l’horloge avaient sonné, Papa surgissait des buissons.

C’est lui qui me réveillait le matin. Lui qui m’habillait et me nouait les cheveux. Lui qui me faisait une tartine. Beurre et confiture. Lui qui m’installait dans la voiture et qui, au jardin d’enfants, sur le seuil de l’entrée, déposait un baiser sur ma joue. Madame Drechsler, la voisine, me ramenait à la maison avec Maria, sa fille. C’est trop triste, soupirait-elle chaque fois qu’elle me voyait et elle s’interrompait de façon abrupte, comme pour donner davantage de poids à ses mots. Et pendant le reste du voyage, je sentais ses yeux dans le rétroviseur, son regard brûlant posé sur moi. Maria me demandait si ma mère conduisait, elle aussi, une Mercedes gris métallisé. J’approuvais d’un signe de la tête : oui, en quelque sorte. C’était vrai à quelque chose près. Maman roulait et tanguait. Les cheveux ébouriffés par le vent. Elle s’éloignait. Dans son lit qui aurait pu être une Mercedes gris métallisé.

Ce que je voulais dire encore : c’est Papa qui me préparait une soupe le soir. Lui qui m’a appris à faire du vélo et à nager. Lui qui me racontait les histoires de la Dame Blanche qui se transformait en fumée. Lui qui me bordait et restait auprès de moi jusqu’à ce que je sois endormie et qu’un jour, je me réveille.

*

J’avais six ans. Gagnante du concours d’orthographe. Le premier prix, c’était un stylo plume. « Tout le village d’Andritz est fier de toi », avait déclaré l’institutrice et je me souviens que dans sa bouche le mot « Andritz » avait la résonnance du vaste monde, avec ses villes et ses villages, ses montagnes et ses cours d’eau. En revanche, madame Drechsler avait l’air désappointé. « La prochaine fois », dit-elle à Maria, « il faut que tu fasses un peu plus d’efforts. » Et s’adressant à moi avec un sourire contraint, pas près de se redresser: « Mais c’est ta Maman qui va être bien contente ».
Enfin à la maison, j‘enlevais sans bruit mes chaussures. La porte de la chambre était entrebâillée, j‘entendais Maman derrière qui toussotait faiblement. Je me demandais un instant si je n’allais pas aller la voir pour lui montrer le stylo plume. Mais à ce moment-là, le toussotement s’était mué en une toux grasse. J’entendis alors la main, cette étroite main sillonnée de veines argentées, renverser quelque chose en tâtonnant vers la table de nuit, se tendre vers l’objet et le saisir avec avidité. Le dévisser fébrilement. L’instant était révolu. Une fois de plus, Maman avait rompu l’une de ses fragiles promesses: « Demain je te ferai des crêpes aux fraises. »
Dans la cuisine, je trouvai des lasagnes aux épinards dans le réfrigérateur. Je les mis au four à micro-ondes et tournai le bouton sur deux minutes. En me retournant, mon regard tomba sur la table, la nappe de toile cirée à carreaux, les petits pains, vestiges du petit-déjeuner, un morceau de papier dont les bords rebiquaient, étrangement seul à côté de la corbeille à pain. Je le pris et me mis à épeler les lettres. C’était un A. Et un D. Et un I, un peu tordu. Un E. Et un U. Et en dessous : Papa. Je lus: Adieu. Le four à micro-ondes ronronnait. Il fit « ding! ». Du fromage fondu. Je relisais sans cesse la même chose sans en saisir le sens. Dans ma main reposait le morceau de papier, déjà tout froissé à force d’être lu.
La pendule sonna deux coups. L’heure d’apporter à Maman sa tisane pour l’estomac. Elle l’aimait tiède, avec deux cuillerées pleines de sucre, l’infusette encore dans la tasse et une goutte de rhum. Elle disait: « Il va me remettre d’aplomb. » C’est ainsi que j’ai compris que goutte et remettre d’aplomb sont deux choses intimement liées. Et encore, que la goutte, quand elle était grosse, me rapportait dix schillings d’argent de poche, une somme énorme, je pouvais alors aller chez Scherwirt et m’offrir un esquimau à deux parfums et une barre chocolatée.

« Maman? ». Elle bougeait à peine. Seule la couverture qui se soulevait et se baissait, laissait deviner la présence d’une personne qui respirait. Je déposais le plateau, répétait : « Maman? », et je la touchais doucement pour qu’elle n’ait pas peur. Elle aimait tout ce qui était doux, presqu’imperceptible comme l’effleurement d’une plume. « C’est bien comme ça », elle s’était redressée, « tu es une fille gentille, vraiment gentille ». Et lorsque je me suis mise à pleurer : « Allons, allons. Tu ne vas pas te mettre à pleurer ». Je lui mis le morceau de papier sous le nez. Elle plissa les yeux, lut avec un battement de cils Adieu, leva les yeux vers moi, puis revint au morceau de papier, cette fois en écarquillant les yeux, et, d’abord avec retenue, puis plus fort et sans aucun contrôle, elle éclata d’un rire qui n’en finissait pas. « Il a encore pris la poudre d‘escampette », disait-elle en riant, « Il nous a encore abandonnées.». Les phrases surgissaient de son rire qui les faisait rouler en une bave épaisse jusqu’à ce qu’il ne reste plus que son rire à elle, le rire d’une personne qui venait de reprendre conscience, un rire renvoyé en écho par les murs, qui emplissait la chambre, la maison, la rue, et, je crois même, tout le village d’Andritz. Je sortis dans le couloir à la hâte, farfouillai dans mon cartable à la recherche du stylo à plume, regardai sa pointe et le plantai dans mon bras. Une douleur bénéfique, je poussai un cri qui plongea dans le rire de Maman. Il l’absorba, ne serait-ce que quelques secondes, lui ôtant un peu de sa rudesse.

*

J‘avais huit ans. La fille aux cicatrices. Mon bras gauche était constellé de piqures. J’expliquais au médecin scolaire: « Je suis somnambule et j’ai trébuché pendant la nuit sur des rosiers et des ronces. » Je racontais cela avec la même évidence avec laquelle ma mère expliquait aux services sociaux à l’enfance que depuis plus d’un an elle n’avait pas touché à une seule goutte. Et même si ce qu’elle disait n’était qu‘à moitié vrai, il n’empêche qu’il était vrai que, depuis le départ de mon père, son état s’était sensiblement amélioré. Quand on lui demandait où il avait disparu, elle répondait invariablement : « Sûrement dans la montagne. » Pour moi, une chose était certaine, elle faisait allusion au Reinerkogel, et Papa était, sans aucun doute, passé par la Jakobsleiter pour descendre en ville. Cette dernière était un lieu inaccessible, loin, très loin, dans la brume, au bout du monde. Moi qui ne connaissais rien d’autre que la Prochaskagasse, la Radegunder Strasse et l’Ursprungweg, sans compter quelques chemins de traverse sans importance, je considérais la ville comme une destination aussi lointaine que Paris, New York ou Hongkong. Il était inconcevable que j’y aille un jour, inconcevable d’envisager une telle possibilité.

Mon père n’était pas le seul qui avait disparu. Le père de Maria lui aussi, comme le racontait Madame Drechsler en ricanant, avait pris la tangente à cette époque avec sa maîtresse de dix ans sa cadette, blonde évidemment, mince et sans une ride et, qu’à cela ne tienne, une de ces beautés campagnardes interchangeables. « Ils sont heureux, ajoutait-elle, aussi heureux qu’on puisse l’être sur cette terre »; et parce que je souhaitais aussi à mon père un tel bonheur, j’eus l’idée de lui chercher une maîtresse dans les environs, dans l’espoir qu’il retrouverait peut-être le chemin du Reinerkogel jusqu‘à l’Ursprung, le commencement du monde. Je l’avais assez souvent aperçu par la fenêtre de devant et constaté aussitôt que ce n’était qu‘une illusion. Une ombre seulement, rien d’autre. Et j’étais assez souvent passée près des chèvres et des chevaux, car, comme moi, ils avaient un peu grandi et j’avais couru jusqu’à la source dans la forêt pour découvrir avec horreur que l’homme qui s‘y trouvait, était un vieillard édenté et aux cheveux blancs.

Ma recherche d‘une maîtresse commença à l’école. Il y avait la directrice, Madame Grottenbacher, un nom terrible, je l’exclus d’emblée. Il y avait la professeure de religion, Madame Kubacek, dont on disait qu’elle avait une histoire avec le curé, allez savoir ce que ça voulait dire, l’institutrice de la 3C, Madame Walter, qui persistait à se ronger les ongles, et la secrétaire, Madame Böhm, dont les jambes étaient si longues qu’elles encerclaient la moitié du monde. Mon choix se porta sur la dernière.

Comme, d’après Maria, Madame Drechsler était actuellement dans l‘impossibilité de venir nous chercher, elle débitait cette phrase comme un proverbe appris par cœur, nous devions désormais, à huit ans tout de même, prendre le bus scolaire pour rentrer à la maison. Une chance, j’en profitais. Après avoir éloigné Maria sous prétexte d’une sombre histoire de maux de ventre, j’attendis, aux aguets derrière les poubelles devant l’école, que Madame Böhm sorte, la suivit, en gardant une distance de dix pas entre elle et moi, jusqu’à ce qu’elle s’arrête un instant avant de s’engouffrer, les épaules rentrées, dans l’une des maisons mitoyennes du Popelkaring. Et c’est là que je restais en faction. Jour après jour. Pendant un mois. Sans avoir le courage de sonner à la porte. Je me cachais dès qu’un rideau bougeait, je m’enfuyais dès que son visage apparaissait. Un jour, elle se retourna sur moi dans la rue. Elle me fixa comme si elle voyait un fantôme, avec une certaine anxiété, elle se hâta, quelque peu paniquée, et prit la fuite, comme une folle, sur ses longues jambes, moi sur ses talons, j’étais sur le point de crier son nom, de toucher sa manche lorsqu’elle, enfin pas exactement la Madame Böhm que je connaissais, glissa en tremblant la clé dans la serrure et s’engouffra promptement, d’un bond, à l’intérieur de la maison. Cette fois-là je sonnai, je ne sais plus combien de fois. La porte resta cependant close et il ne me resta rien d’autre à faire que de rentrer chez moi, la tête basse. Le lendemain, on disait à mots couverts que Madame Böhm avait fait une dépression nerveuse et les jours suivants, qu’elle était repartie avec armes et bagages dans la Mürztal, sa région natale en Haute-Styrie. C’est ainsi que j’ai appris que la région natale est un point névralgique. En chacun de nous, elle représente un nerf, le nerf tendu à l’extrême comme un lance-pierre, qui, le moment venu, se détend et nous renvoie d’un seul coup à la source.

*

J’avais quatorze ans. Une adolescente distraite. Un jour, entre 11 et 13 ans, à l’époque où il est question de devenir une femme, ce fut le moment précis à partir duquel Papa ne représenta plus une personne, mais plutôt un vague souvenir, je dirais même presqu’un spectre. Certes, je l’attendais toujours, à six heures pile, mais cette attente s‘était muée en une habitude vaine comme la pénétration de ma peau autrefois par l’une ou l’autre de ces pointes de stylo. Cela était nécessaire, c’était la partie du jour qui sombrait dans la nuit. Ma mère dirait de moi, en me voyant ainsi à la fenêtre, que je suis un cas désespéré et qu’elle s’enverrait « exceptionnellement », un de ses mots favoris, une petit rasade de gin. Ça aussi, c’était nécessaire, et faisait partie du jour qui sombrait inexorablement dans la nuit.

Ici, à cet endroit, je devrais peut-être mentionner que Madame Drechsler, la voisine, ne conduisait plus depuis longtemps de Mercedes gris métallisé, mais une Škoda et que sa fille Maria, la peau sur les os, maigre comme clou, s’était lentement étiolée jusqu’à ce qu’on soit obligé de la retirer de l’école et de l’hospitaliser dans une clinique dans le sud de la ville. En tout cas, cela avait bien développé ma perception de la ville. J’avais découvert une chose, qu’un trajet en bus, puis en tram suffisait pour aller à la Hauptplatz et de là, atteindre le quartier de Gries, la Lendplatz ou le Stadtpark. Et j’avais découvert aussi que ça n’avait rien à voir avec de la magie.

Ce que je préférais, c’était aller en ville à bicyclette, les cheveux au vent, en compagnie de Klaus-Peter-Jürgen pédalant de concert, c’était effectivement son nom, il était de la classe B, une classe de sauvages à laquelle, ne serait-ce qu’à cause de son nom, il ne voulait pas vraiment s’intégrer. On l’appelait Troisyeux ou tout simplement Trois. Mais moi, je l’appelais Peter, ça compensait la raillerie et ainsi, il arrivait que nous pédalions côte à côte sans avoir la moindre idée de notre destination. « L’important c’est de partir, disait Peter, de se tirer de la maison ». On aurait pu découper à coups de ciseaux des lambeaux d’atmosphère, tant elle y était pesante. En général, ciseaux et lambeaux revenaient souvent dans ses propos, pour, semble-t-il, me dire : « Tu n’es pas seule ». C’est ainsi que j’ai appris qu’il est possible de parler de certaines choses sans les prononcer, et que taire l’indicible, parler autour sans l’évoquer, ou tout simplement garder le silence sont parfois la meilleure façon de parler, la meilleure façon de comprendre.

Nous nous taisions beaucoup, Peter et moi, et ce qui était remarquable, c’est que ce silence n’avait rien de pénible. Nous étions des taiseux car c’était dans notre nature, comme la tristesse et l’ennui, comme le sentiment indéfini que ces deux inclinations étaient intimement liées. Nous allions déposer nos bicyclettes en silence. A l’abri des arbres, nous allions nous en rouler et en fumer une. Inspirer profondément, et expirer. Et sourire. Nous allions passer devant le Parkhouse et nous demander timidement si un jour nous serions aussi grands que les étudiants qui étaient assis là-bas à l’ombre et qui buvaient une bière fraîche, et si nous en avions vraiment envie, de grandir. Nous allions nous tenir la main et nous accrocher l’un à l’autre, sans jamais nous lâcher, suspendre le temps l’espace d’un instant exquis. Presser nos bouches l’une contre l’autre et y glisser un peu le bout de la langue et nous retirer, apeurés, avec un bruit humide. Mon premier baiser. Près du coin des punks. Honteuse, je l’effaçais d’un revers de main. Et en le faisant, il arriva que sur l’un des bancs qui entouraient la fontaine, sur le banc sur lequel je m’étais déjà assise quelques fois pour regarder le ciel, que sur ce banc se détache la silhouette de Papa. Je pâlis, puis je rougis, Peter me demanda : « Que se passe-t-il ? ». Je sentis que je blêmissais et que mon sang rejoignait Papa. « Rien, rien », répliquai-je enfin, en poussant Peter sur le côté. Tout à coup, j’eus honte de l’avoir embrassé, devant Papa, sous ses yeux, sous son regard qui était ma maison, d’avoir embrassé un gamin boutonneux. J’ajoutais quelque chose qui ressemblait à « A plus tard ! », je le dis de la manière la plus anodine possible, comme si nous n’avions rien à faire ensemble, je plantai Peter là où il se trouvait et me dirigeai, le tranchant des pierres sous mes pieds, vers l’homme qui allait, qui allait, je le savais, qui allait, qui allait me prendre dans ses bras, qui allait, qui allait m’expliquer tout, ….j’en perdais, j’en perdais l’équilibre et je tombais les mains en avant sur le bitume. Papa se précipita, me saisit le bras, le bras déchiqueté, le pressa légèrement et demanda : « Tu t’es fait mal ? » Son regard, gris sombre, m’enveloppa, je savais : maintenant, il allait me reconnaître. Maintenant! Et encore ; maintenant ! Mais son regard me traversa et il ne vit rien d’autre qu’une jeune fille tombée à terre, il me regarda, puis se détourna, dit quelque chose comme « Et bien! » comme si l’affaire était close, me laissa par terre, là où je me trouvais et s’en alla. Et moi, la gorge sèche, je m’écriai : « Papa ! », mais mon cri n’était qu’un chuchotement, rien de plus. Comme dans les rêves dans lesquels on ouvre la bouche et qu’elle reste muette. Aucun son. Aucune syllabe. Rien.

*

J’avais seize ans. Tout le portrait de ma mère. Lorsque je me regardais dans le miroir, je voyais mon avenir : un chemin abrupt qui franchissait un ravin qui menait dans un fond abyssal. Peu après notre baiser, Peter avait eu un accident de bicyclette. Il avait sombré dans un coma dont il ne s’éveilla plus. Je me demandais souvent si l’air insufflé dans les poumons par un tuyau à l’aide d’une pompe, était pesant ou rare, et s’il se sentait seul, dans cet atmosphère-là, ou si peut-être sa solitude le consolait. Gerhard et Rainer qui l’avaient suivi, trouvaient de telles phrases d’une inquiétante étrangeté et ils disparurent très vite à la première dispute, et après que Madame Neugebauer, la femme de Gunther, la femme de mon professeur de mathématique nous eut surpris, lui et moi, dans leur chambre à coucher, cette histoire fut close, elle aussi. Ainsi j’ai appris que tout passe. Peu importe ce que c’est, ça passe tout simplement.

Lorsque je n’eus pas mes règles, ma mère me traita de dévergondée. Ça aussi, c’est passé. Gunther paya pour l’avortement et pour le silence ensuite. Dans l’enveloppe qu’il m’avait glissée discrètement dans le couloir entre la salle de réunion et la salle des professeurs, il y avait assez d’argent pour que je me taise jusqu’à la fin de ma vie. Cela ne me posa pas de problème. Comme je l’ai dit : c’était dans ma nature. Après une semaine et demie d’absence, j’avais rattrapé rapidement le retard pris à l’école et lorsque je rencontrais par hasard Madame Neugebauer dans la Sporgasse ou chez Kastner, je lui disais « Bonjour », et c’était comme s’il ne s’était jamais rien passé. Mais nous ne nous serrions jamais la main, c’eut été trop. Je le remarquais aux efforts qu’elle faisait pour garder les bras serrés le long du corps : un effleurement, aussi anodin soit-il, lui aurait fait perdre la raison sur le champ.

*

J’avais dix-huit ans.
Etudiante à Vienne.
J’allais à Graz deux fois par an. Une fois à Noël, une fois pour la Fête des mères.
J’avais vingt-trois ans.
Boursière à Berlin.
J’allais à Graz à Noël et uniquement à cette occasion.
Vingt-neuf ans.
Thésarde en physique des particules à Toronto, avec la perspective d’une place de chercheur à Houston.
Je téléphonais encore de temps à autre à ma mère. Sa voix avait vieilli. La friture sur la ligne nous permettait de raccrocher au bout de cinq minutes.
Trente et un. Trente-deux.
Graz, c’est un télégramme qui dit : « Mère décédée. Stop. Anita Drechsler ».

*

Madame Drechsler vint me chercher à l’aéroport dans une Mazda. Elle s’était remise, comme elle disait, de tous les coups durs qui avaient jalonné sa vie. « Trop triste que ta mère n’ait jamais réussi à le faire. Trop triste que la mort de ton père, tu sais, peu après ton troisième anniversaire, l’ait autant déboussolée. Et comment tu ne voulais pas comprendre qu’il était mort, comment tu restais attachée à lui au-delà de sa mort ! Et ce que cela représentait pour ta mère de te voir ainsi. Comment ta vue la torturait ! Maintenant je peux le dire, n’est-ce pas ? » Un regard brûlant. « Que ton comportement était franchement redoutable. Comment tu tombais dans le vide, avec un homme qui était invisible, je veux dire, c’était, comme dans un film d’horreur, tu ne trouves pas ? » Elle éclata d’un rire strident. « Et maintenant, regarde ce que tu es devenue ! Si Maria était encore de ce monde, je te le dis, elle s’en ferait une joie. Mais désormais tout est comme le Bon Dieu l’a voulu ! »

A ces mots, elle me déposa et je vis alors qu’elle pleurait. Les mains sur le volant, elle pleurait en elle, en silence. Pauvre Madame Drechsler, pensais-je, tant de chagrin a dû la rendre folle.

Et me revoilà dans cette maison aux murs nus et je cherche la preuve que Papa, le père que j’avais imaginé, avait bien existé. Je cherche des photos. Des lettres. En vain. Tout ce que je trouve, c’est le morceau de papier, un Adieu jauni. Je le mets dans ma poche et vais à l’Ursprung. Les branches se brisent sous mes pas. La rivière d’Andritz est un torrent, il dévore tous les mots, avide de les dévorer. Lorsque je serai arrivée, je jetterai le morceau de papier dans l’eau verte, en regardant la surface se mettre doucement, tout doucement à trembler en commençant par les bords, puis le morceau de papier se gorger de liquide pour finir par disparaître. Et peut-être verrai-je alors que c’était l’écriture griffonnée de ma mère, l’écriture d’une femme ivre qui voulait me sauver autrefois, et peut-être entendrai-je ensuite son rire, un gémissement lointain comme la fuite du temps. « Lorsque je serai arrivée », dis-je. Mais même cette phrase disparaît, est une disparue. C’est ainsi que j’ai appris que Graz est une ville comme toutes les autres.

 

Traduit de l'allemand par Anne Ravaux


Lu à haute voix par Veronique


Anne Ravaux vit à Nancy, en Lorraine. Elle a étudié les Lettres allemandes à l’Université de Nancy et enseigne depuis de nombreuses années l’allemand et le français et mène des actions pédagogiques variées. Elle a séjourné à Hambourg (RFA) et vient régulièrement à Graz (Autriche). Elle collabore depuis 20 ans, en tant que traductrice indépendante, avec le bureau de traductions Yplus de Graz.

 

Download de ePub-versie Print

Farewell


Graz is for me a city in which people vanish. By this I mean just what I say, literally and without qualification: Graz is for me a city in which vanished people are at home. Even this sentence, once spoken, vanishes; it’s vanished. I strain to hear it, the twigs snapping beneath my feet. After all the rain of the last few days the Andritzbach is a rushing stream: it swallows every word that you say in passing.


*

 

I was four years old. Daddy’s girl. He called me his little lady. A twinkling eye, my reflection in it. More than the house we lived in and its naked walls, it was this gaze of his that gave me shelter. It surrounded me, dark grey, like a skin, firm and strong. It was only much later that I discovered even the thickest skin is penetrable. A sharp-pointed object is all it takes to jab through into its soft inside.

Once upon a time, however, my father’s gaze was my home. I say: once upon a time. Like in a fairytale. A long, long time ago. Father would lift me up onto his shoulders; carry me down the Zösenberg in his seven-mile boots, past the foals and the kid goats, up to the source. We were a two-headed giant. Father would tell me about the Schöckl witch, her shaggy hair, the dark water hole from which she spat hail, about a single hailstone said to contain one of her hairs. It would bring fortune and happiness to whoever found it. Which is how I know that happiness is something you must seek out. And also: that it is something you might never find.

The source is a spring. It is said that there is a castle immersed in it. The nymphs that once watched over it were drawn up onto land and beaten to death. Forever forgotten, the castle’s treasures; forever faded, the song of the nymphs. Father said: “When the light slants through the trees and falls on the water, then amongst the water parsnips, the marsh plants, you can still see a hint of gold. And when the wind rushes over the stone walls you can hear a distant lament, like the passing of time.’ I held my breath, hardly daring to exhale. I desperately wished I could hear it. With Father’s hand on my back I stood there, my cheeks puffed out. Whenever I let my breath out it was as though I had just missed the crucial moment. It doesn’t matter, laughed Father: ‘Here at the beginning of the world, everything comes together at some point.’ This was our secret. That here, at some point, everything would come together.

There are other places I remember. Meadows and woods without names. Of all these places, however, it is the source, damp and dark, which I associate with the unmistakable feeling of once having been small. Sometimes I dream about it, and on waking shout out a word I no longer recognise. It comes from deep down, draws me downwards and for seconds I see myself, face down, drifting through floating insects. I carry the image around with me all day. In some way, it dreams me. Not the other way round.

At the beginning of the world there was just us, Father and I. We threw pebbles and counted the rings. Chewed on blades of grass and collected snails. Even after they had drawn themselves back into their shells, a slimy trail gave them away. We rarely talked about Mother and when we did, it was always very quietly. ‘She’s got a headache,’ whispered Father, ‘she has thunder and lightning in her head.’ His whispers grew fainter, then stopped altogether, and there was silence. It lasted so long that I could no longer say whether she existed at all. The hand that fell limply from the sheet. The hand that didn’t move, in the dark of the room. And the dusty sunrays glimmered through the drawn blinds. The hand in the sunlight that suddenly remembered it was alive, suddenly stirred, grabbed a bottle from the bedside table. Frantic gulps. A long, drawn-out ‘Aaaah!’ Then silence again. The hand dropped to the ground. The bottle with it, it rolled under the bed. The noise it made when it finally stopped rolling, the gentle clinking, this was what I understood by ‘mother’.

I could go on. The boxes of tablets, for instance. When they were empty, I was allowed to play with them, use them as toy blocks. Here’s one for you. Mother’s tired voice. Every now and then she would beckon me over and be amazed at how big I’d grown. Like a distant relative. Squeeze me to her breast, so tightly that I was almost smothered, the pungent smell of her mouth. Let me go again; fall back onto the pillow, as if she were utterly exhausted from giving me a hug. That’s enough for today, she would say: ‘I just can’t manage any more.’ And: ‘shut the door when you go. But gently, please.’ At the age of four I had already learned how to shut a door gently. I can still do it today. You don’t forget something like that. I tiptoed across the hall to the front window. When the clock struck four, Father would appear from behind the shrubs.

It was he who woke me in the mornings. He who dressed me and tied my hair back. Who made my snack, bread with butter and jam. Who got me into the car and took me to kindergarten, standing in the doorway, giving me a kiss on the cheek. Our neighbour Frau Drechsler brought me home with her daughter Maria. It’s just too sad, she would sigh whenever she saw me, and pause, as if to lend weight to her words. For the rest of the journey I would feel her watching me in the rear mirror, her eyes burning into me. Maria asked me whether my mother also drove a silver Mercedes. I nodded: Yes, kind of. And somehow it was true. Mother drove and drove and drove. Her hair tousled by the wind. Drove away. In her bed, which could have been a silver Mercedes.

What I wanted to say was: It was Father who made me soup in the evenings. Who taught me to ride a bike and swim. Who told me stories about the white lady who had dissolved into a cloud of smoke. Who tucked me in and stayed with me until I fell asleep and one day woke up again.


*

 

I was six years old. Winner of the spelling competition. The first prize was a fountain pen. ‘All of Andritz is proud of you,’ the teacher had said, and I remember that, coming from her mouth, the word ‘Andritz’ sounded like the big, wide world, all of its cities and villages, its mountains and rivers. Frau Drechsler, however, seemed disappointed. ‘Next time,’ she said to Maria, ‘you will have to try a bit harder.’ And to me, with a lopsided smile that didn’t really want to be there: ‘I’m sure your mother will be very pleased.’

At home at last, I slipped silently out of my shoes. Mother’s door was just ajar, I could hear her weak cough. For a moment I wondered whether I should go in and show her the fountain pen. But then the weak cough turned into a thick, husky cough. I heard her hand, her slender, vein-streaked hand, stretching out to the bedside table, knocking something over, clutching it greedily. Frantic unscrewing. The moment had passed. Once again Mother had broken one of her thin promises: ‘Tomorrow I’m going to make you some strawberry pancakes’.

In the kitchen I found a spinach lasagne in the fridge. I put it in the microwave and turned the dial to two minutes. As I glanced around, I saw the table, its checked oilcloth, the breadrolls left over from breakfast, and a note, its edges turned upwards, strangely alone next to the breadbasket. I picked it up, spelt out the words. There was an F. And an A. and an R and an E. A crooked W. An E. An L. And another, silent L. Beneath: Father. I read: Farewell. The microwave purred. It went ‘ching!’ Runny cheese. Over and over again I read the same thing, without understanding what it meant. The note was crumpled from being read, clutched in my hand.

The clock struck two. Time to take Mother her digestive tea. She liked it lukewarm, with two heaped spoonfuls of sugar, the bag left in. A shot of rum. She said: ‘It sets me right.’ This is how come I know that rum and being set right are two closely related things. And also: that the shot of rum, if it was a decent one, would earn me ten schillings pocket money, a huge sum that would buy me a Twinny ice lolly and a bar of chocolate at the Scherwirt.

‘Mother?’ She barely stirred. Only the rise and fall of the blanket betrayed the fact that somewhere underneath was a person, breathing. I set down the tray, repeated: ‘Mother?’ and prodded her gently so that she wouldn’t get a shock. She liked everything to be light, almost imperceptible, like the touch of a feather. ‘Good,’ she propped herself up, ‘you are a very, very good little girl.’ And as I started to cry: ‘Na, na, na. Don’t cry.’ I held the note under her nose. She blinked, read with a squint Farewell, looked at me, then back at the note, now with her eyes wide open, and broke into laughter. At first restrained, then loud and uncontrolled, never-ending peals of laughter. ‘So he’s done a runner after all,’ she laughed: 'He’s only gone and left us.’ The sentences bowled out of her laughter, were steamrolled by it, thick mucus, until there was only her laughter left, the laughter of a person who has just woken up to life, a laugh that bounced off the walls, a laugh that filled the room, the house, the street, I thought it must fill the whole of Andritz. I raced out into the hall, dug into my bag for the fountain pen, looked at its pointed end, stabbed it into my arm. A reassuring pain. I cried out, and my cry broke into Mother’s laughter. It toned down then, if only for a few seconds; I took a little of its raw sound away.

*

I was eight years old. A bearer of scars. My left arm was laced with stab wounds. I told the school doctor: 'I sleepwalk, I fell into some brambles and rosebushes in the night.’ I told him this with the same air of nonchalance that my mother used for the people from the youth welfare office, when she told them that she hadn’t had a single drop to drink for more than a year. And even if what she said was only a half-truth, it was at least true that her condition had improved a great deal since my father’s disappearance. Whenever I asked where he’d disappeared to, she would answer: ‘Over the hills.’ For me it was clear that she meant the Reinerkogel hill, and so Father, I was dead certain, had gone down the Jakobsleiter steps and into the city. This, however, was an unattainable place, far, far away in the haze, a round-the-world trip. I knew nothing more than a few streets, Prochaskagasse, Radegunder Strasse and Ursprungweg, apart from a couple of other insignificant side roads; I saw the city as a place as remote as Paris, New York or Hong Kong. Inconceivable that I would ever go there; inconceivable that this would ever be possible.

My father was not the only one who vanished. Maria’s father also disappeared around the same time; ran off, Frau Drechsler informed me with a wry sneer, with a lover ten years younger than him, blonde of course, slim of course, no wrinkles of course, and, if you please, a non-descript, rustic beauty. ‘I hope they’re happy,’ she added, as happy as you can be on Earth. And because I yearned for a similar kind of happiness for my father I had the idea of finding him a lover in our area, in the hope that he would maybe come back over the Reinerkogel and to the source, the beginning of all things. I had seen him often enough from the front window, only then to realise that it had been an illusion. A mere shadow, nothing more. And often enough I had passed the horses and the goats – like me, they’d got a bit bigger – on my way to the source in the wood, only to make the terrible discovery that the person sitting there was a toothless old man with snow-white hair.

My search for a lover began at school. There was the headmistress, Frau Grottenbacher, a terrible name; I ruled her out straight away. There was the R.E. teacher, Frau Kubacek, who was supposed to have had an episode with the priest, whatever that meant; the teacher from 3C, Frau Walter, who chewed her nails incessantly; and the secretary, Frau Böhm, whose legs were so long that they spanned half the world. I chose Frau Böhm.

Since Frau Drechsler was ‘currently no longer in a position to collect us from school’ – Maria related this to me as though she’d learned it off by heart – we, at eight years old, had to take the bus home. An opportunity, I seized it. Having fobbed Maria off with a tale about stomach-ache, I waited for Frau Böhm, peering out from behind the bins in front of the school until she came out. I followed her, maintaining a distance of ten paces, until she stopped briefly, continued, and then slipped off into one of the terraced houses on Popelkaring. And there I stood. Day after day. For a whole month. Without the courage to ring on the doorbell. Hid as soon as a curtain twitched, ran away as soon as her face appeared. One time on the street she turned around to face me. Looked at me as if I were a ghost, kind of scared somehow, hurried on, in a panicky sort of way, on her long legs, I following her, out of my mind, wanting to call out her name, to touch her sleeve. Suddenly, somehow nothing like the Frau Böhm I knew, she stuck the key into the lock, shaking violently, and hastily disappeared into the house, in one movement, gone. This time I rang the bell, I don’t know how many times. But the door stayed shut and so there was nothing else left for me but to go home, with hanging head. The next day there were rumours that Frau Böhm had suffered a nervous breakdown, a few days later that she had upped sticks and moved back, lock, stock and barrel, to the Mürztal, her home region in upper Styria. Which is how I came to know that home is something to do with the nerves. In each of us it is a nerve, a nerve strained almost to breaking point; the nerve that, when the time comes, will yank us back to our source.

*

I was fourteen years old. A forgetful teenager. At some time between eleven and thirteen, when the womanhood thing began, there was a point when Father was no longer a person, but more a vague memory; I’m almost inclined to say a non-person. Of course I still waited for him, on the dot of six, but this waiting had become an empty ritual, just like the piercing of my skin first with one and then another sharp point. It was simply a necessary part of the day as it slid into the night. Mother would look at me standing by the window, call me a hopeless case and, ‘just this once’, one of her favourite refrains, gulp down a gin. This too was a necessary part of the day, sliding endlessly into the night.

At this point I should perhaps mention that it was quite a while since our neighbour Frau Drechsler had driven a silver Mercedes. She now drove a Skoda. Her daughter Maria had starved herself down to skin and bones, thin as a rake, going slowly downhill until they had to take her out of school and put her in a clinic in the south of the city. A city that, at any rate, had shifted much closer in my perception. I had discovered it was only a bus and then a tram ride to the Hauptplatz, the main square in the very centre, and from there you could easily get to the Griesviertel area, or Lendplatz or the Stadtpark. And I had also discovered: it was absolutely nothing to do with magic.

Most of all I liked to cycle into town with the wind streaming through my hair. Pedalling away next to me would be Klaus-Peter-Jürgen, his real name, from the wild class B, where he never really fitted in – for one thing because of what he was called. They dubbed him Triple Eye or simply: Triple. But then I made up for all the taunts by calling him Peter, and so it was that we ended up cycling along together, even if we both had no idea where to. ‘Anywhere will do’, said Peter, ‘Anywhere that isn’t home.’ There, you could have scissored the thick air into shreds. He often spoke about scissors and shreds, I think he wanted to tell me: ‘You are not alone.’ Which is how I know that it is possible to speak about things without spelling them out, and that sometimes this is the best way to talk, the best way to understand. Leave the unsayable unsaid, speak around it, or else just stay silent.

We were often silent, Peter and I, and the special thing about it was that our silence was not embarrassing. We were silent because that was our nature, just as sadness and boredom were, and also the vague feeling that the two had something to do with each other. In silence we would park our bicycles. Make and smoke a roll-up under the trees. Inhale deeply, exhale. And smile. We would pass the Parkhouse cafe and anxiously ask ourselves whether we would ever grow up to be like the students drinking cold beer in the shade, and whether that was what we even wanted: to grow up like that. We would take each other’s hand and hold on tight, never let go again, for a perfect moment, stolen away from time, press our mouths together and tongue a little forward, then quickly back again in alarm, falling apart with a moist sound. My first kiss. On the lawn where the punks hang out. Embarrassed, I pushed him away. And as I pushed him away, it happened. On one of the benches, the ones next to the fountain, on the bench where I myself had sat a few times and looked up at the sky, on that bench I made out the figure of my father. I turned pale, then red, Peter asked: ‘What’s up?’ I felt the blood draining from me, and flowing out towards Father. ‘Nothing, nothing,’ I said and shoved Peter to one side. Suddenly I was ashamed of having kissed him, before Father’s eyes, as it were, to have kissed a pimply little boy under his gaze, which was my home. I said something like ‘All right then, see you later!’, said it as casually as I could, as though we had nothing to do with one another, left Peter standing there, where he just stood, and I walked, sharp blades under the soles of my feet, over to the person who would, I knew, soon, right now, hold me in his arms, soon, right now, explain everything... I lost my balance and fell, hands forward, onto the tarmac. Father jumped up and grabbed my arm, the arm I had cut to pieces, squeezed it gently and asked: ‘Are you hurt?’ His gaze surrounded me, dark grey, and I knew: now he would recognise me. Now! And once more: Now! Still he looked straight through me and saw nothing but a girl who had tripped over, looked at me and then finally looked away, said something like ‘Well, all right then!’ as if we had nothing else to do with one another, left me lying there, where I just lay, and walked away. Dry-throated, I tried to shout: ‘Father!’ but my shout was a whisper, nothing more. Like in a dream when you open your mouth and nothing comes out. Not a sound. Not a word. Nothing at all.

*

I was sixteen years old. The spitting image of Mother. Whenever I looked in the mirror I could see my future: a steep downhill path leading through a ravine and into the abyss. Soon after our kiss, Peter had been in a bike accident. He had fallen into a coma, from which he never awoke. I often asked myself whether the air pumped down a tube into his lungs was thick or thin, and whether he actually felt lonely, in this air, or whether his loneliness comforted him, maybe. Gerhard and Rainer, who came after him, found these questions weird and disappeared again soon after the first argument, and after Frau Neugebauer, Gunther’s wife, my maths teacher’s wife, caught me and him together in their bedroom, then that was the end of that too. Which is how I know, that everything comes to an end. No matter what it is, it comes to an end.

When I didn’t get my period, Mother called me a slut. But that too came to an end. Gunther paid for the abortion and he paid me to keep quiet afterwards too. In the envelope that he had slipped me in the corridor between assembly hall and the staff room there was enough money to keep me quiet until the end of my life. It wasn’t hard. Like I said: silence was in my nature. After one-and-a-half weeks’ absence I caught up on my schoolwork quickly and whenever I bumped into Frau Neugebauer on Sporgasse or in Kastner’s department store I would say ‘Good morning’ and she would reply and it was as if nothing had ever happened. Although we didn’t go as far as shaking hands, that would have been too much. I noticed this from the tense way in which she pressed her arms to her sides: one touch, however banal, would have driven her over the edge, right then and there.

*

I was eighteen years old.
A student in Vienna.
I went to Graz twice a year. Once at Christmas, once for Mothers’ Day.
I was twenty-three.
On a scholarship in Berlin.
In Graz for Christmas, though not every Christmas.
Twenty-nine.
Ph.D. student in particle physics in Toronto, with the prospect of a research post in Houston.
Now and then I still spoke to Mother on the phone. Her voice sounded old. The noise on the line made it easy for us to hang up again after five minutes.
Thirty-one. Thirty-two.
Graz is a telegram that says: ‘Mother dead. Stop. Anita Drechsler’.

*

Frau Drechsler fetched me from the airport in a Mazda. She had, she said, recovered from the many blows that life had dealt her. ‘It’s just so very sad that your mother never managed. So sad that your father’s death—do you remember, it was just after your third birthday—threw her off course so badly. And you didn’t want to accept that he was dead, you clung to him, long after his death! So terrible for your mother, to see you like that! The sight of you was torment for her. I can say it all now, can’t I?’ Eyes burning into me. ‘The way you behaved was downright scary. Into the emptiness like that, with a man, invisible, I mean, really, don’t you think, it was like something out of a horror film.’ She gave a shrill laugh. ‘And now look, how you turned out! I’m telling you, if Maria were still around today, she would have been really happy for you. But that’s just the way it is, it’s as the Lord has ordained.’

With these words she dropped me off and I saw that she was crying. Her hands on the steering wheel, she cried silently to herself. Poor Frau Drechsler, I thought, she’s obviously gone mad from sheer grief.

And here I am again, in the house with the naked walls, looking for evidence that Father, the father in my mind, really did exist. I look for photos. For letters. All in vain. The only thing I find is the note, a yellowed Farewell. I slip it into my pocket and walk to the source. Twigs snap beneath my feet. The Andritzbach is a rushing stream; it swallows every word, eager to swallow them. When I get there I will throw the note into the green water and watch as the surface begins to quiver gently, very gently around its edges, as it gradually soaks up the water, and eventually sinks. And perhaps then I will see that it was Mother’s spidery script, the handwriting of a drunk, who wanted to release me, and then perhaps I will hear her laughter, a distant lament like the passing of time. ‘When I get there,’ I say. But even this sentence vanishes; it’s vanished. Which is how I know that Graz is also a city just like any other.

 

Translated from German by Kate Howlett-Jones

 

Podcast read by Emma Brown

 

Kate Howlett-Jones was born in the UK in 1971. She graduated from Oxford University in 1993 with a Masters in French and Russian. She lives in Graz, Austria and works as a translator, cultural journalist and writer.