Schizophrenia

شيزوفرينيا

Ghayath Almadhoun

Ghayath Almadhoun

Poet Ghayath Almadhoun (Syria, 1979) is part of a generation of young, engaged authors. He was born in a refugee camp in Damascus, the child of a Palestinian father and a Syrian mother. He studied Arabic literature at the University of Damascus and made his debut in 2004 with the collection Qasaed sakatat sahwan (Unintentional poems). Together with the Syrian poet Lukman Derky he set up The House of Poetry in 2006. In 2008 he moved to Stockholm, where he sought political asylum. In Sweden he published another two poetry collections, of which the second, Till Damaskus, he wrote with the Swedish poet Marie Silkeberg. With Silkeberg, he also made a number of poetry films on topics including the bomb attacks in the Gaza strip. In recent years, Almadhoun’s poems have been translated into a variety of languages. In his poems he describes the experiences of asylum seekers, homesickness for a homeland, and the guilt of a young intellectual who has abandoned his native country. In 2012 he was awarded the Klas de Vylders prize by the Swedish Writers Union. His most recent collection, La astatee alhoudour (I Cannot Be Present), was published in 2014.

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شيزوفرينيا

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شيزوفرينيا

غياث المدهون

 

كُتبتْ هذه القصيدة بعد زيارة لمدة أسبوعين لمدينة إيبر تزامنت مع ذكرى مرور مئة عام
على أول هجوم بالسلاح الكيمياوي في التاريخ جرى في حقول الفلاندرز خلال الحرب
العالمية الأولى، والنص كُتبَ لصالح مشروع كتاب المدينة "سيتي بوك" إيبر الذي يقام بالتعاون
مع البيت الفلامنكي الهولندي "ديبورين" الجيران.

 

إيبر:
في مدينةِ إيبر التي تتوسطُ حقولَ الفلاندرز كما تتوسطُ إصبعٌ وسطى مرفوعةٌ في وجه العالم كف اليد، في مدينةِ إيبر التي مُسِحَتْ في الحربِ العالميةِ الأولى عن الخارطةِ كما مُسحَ الشعبُ الفلسطينيُّ من كتبِ المدارسِ وسجلاتِ التاريخ، في مدينة إيبر ولستُ متأكداً أيُّهما أكثر شاعريةً ومناسبةً للسياق، القولُ بعدَ مئةِ عامٍ على دمارها، أم بعدَ مئةِ عامٍ على إعادةِ إعمارها، في مدينةِ إيبر حيثُ تستطيعُ أنْ تضعَ يدكَ على التاريخِ الممدَّدِ أمامكَ كجثةٍ، أنْ تلمسَ الجرحَ لتكتشفَ أنَّه لا يزالُ ساخناً كحلمة امرأةٍ تذوبُ بين شفتيكَ، أتمشى أنا اللاجئُ الفلسطينيُّ الذي كان حتى فترةٍ وجيزةٍ محذوفاً من جميعِ الكتبِ والأخبارِ والأكاديمياتِ والتحقيقاتِ، فجميعنا يعلمُ أنَّ فلسطين أرضٌ بلا شعبٍ… هههههه …

 

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Schizophrenie


Ypern

Durch die Stadt Ypern, so mittig in den flandrischen Feldern gelegen wie ein der Welt entgegengestreckter Mittelfinger in der Mitte der Hand ..., durch die Stadt Ypern, die im Ersten Weltkrieg von der Landkarte getilgt wurde wie das palästinensische Volk aus den Schulbüchern und der Geschichtsschreibung ..., durch die Stadt Ypern – ich bin unsicher, was poetischer und treffender ist: zu sagen, hundert Jahre nach ihrer Zerstörung oder hundert Jahre nach ihrem Wiederaufbau ..., durch die Stadt Ypern, wo du deine Hand auf die Geschichte legen kannst, die wie eine Leiche vor dir liegt, wo du die Wunde berühren kannst, um festzustellen, dass sie noch immer heiß ist wie die Brustwarze einer Frau, die zwischen deinen Lippen schmilzt ..., durch die Stadt Ypern gehe ich, der palästinensische Flüchtling, der bis vor kurzem aus allen Büchern, Nachrichtenmeldungen, Akademien und Studien getilgt war, weil, wie wir alle wissen, Palästina ein Land ohne Volk ist ... hahaha ...

Auf jeden Fall: Ich, der palästinensische Flüchtling, der in dieser zivilisierten Welt nicht existiert, bewege mich wie ein Archäologe, der in Begleitung einer kolonialistischen Expedition, die, die halbe Erdkugel hinter sich lassend, den Ozean überquerte, um aus der Nähe die Grausamkeit des Homo sapiens zu spüren und den Rausch der Bestätigung zu erleben, dass Hannah Arendt recht hatte, als sie die Banalität des Bösen betonte. Ich, der syrisch-palästinensisch-schwedische Flüchtling, trage eine Jeans der Marke Levi’s, die ein jüdischer Flüchtling aus Deutschland in San Francisco erfunden hat, und fülle meine Kamera mit Fotos wie eine russische Bäuerin den Milcheimer unter ihrer Kuh. Ich nicke mit dem Kopf wie jemand, der die Lektion verstanden hat, die Lektion vom Krieg: Ich, der Palästinenser, der auf mehrere Massaker verteilt ist, ich stehe nackt hier und versuche, mein Gedicht anzulegen, damit es meine Wunden verbergen möge. Verunsichert sammele ich meine Einzelteile hier und dort auf, um Zeuge zu sein, ich, der – laut Klischees und Stereotypen – brutale Palästinenser, der aus einem Land kommt, das, wie die Orientalisten behaupten, für den Krieg bekannt ist. Hier stehe ich nun vor euch, mit einem Gefühl von großer Scham, ja gewiss, von großer Scham angesichts der Bedeutungslosigkeit der Kriege in meinem Land im Vergleich zu den großen Kriegen in eurem; der kleinen nichtigen Kriegen angesichts eurer hoch entwickelten Kriegsmaschinerie, die alles niederwalzt; angesichts eurer raffinierten Waffen, die den Krieg in Kunst verwandelt; angesichts eurer vielfarbigen Kriege, die niemanden verschonen; angesichts eurer großartigen Massaker, ihr weißen Männer.

In der Stadt Ypern, mitten in den flandrischen Feldern gelegen wie der Nahe Osten im Zentrum der Krisen, verwandelt sich das schwere Erbe des Krieges in erfolgreichen Tourismus. Alles fällt der Verjährung anheim, außer in Ypern. Hier wächst das Gedächtnis des Krieges im Laufe der Zeit, wo die Erinnerung an den Krieg die Touristen frisst und wächst, die Veteranen frisst und wächst, die Erzähler und die Enkel der hier getöteten Männer frisst und wächst, das Gedächtnis jener frisst, die noch nicht geboren wurden und wächst wie wilder Wein. Die restlichen Waffen, die in den Feldern gefunden wurden, werden in den Schaufenstern der Läden und Cafés ausgestellt. Überall sind Schwarz-Weiß-Bilder von Kämpfern mit Schnauzbärten, so spitz wie eine Messerklinge, zu sehen. Alles in der Stadt hat eine Beziehung zum Tod. Das Grabmal des Unbekannten Soldaten gleicht einer offenen Wunde, die Musik, die seit mehr als achtzig Jahren jeden Abend gespielt wird, gleicht einer nicht stoppenden Blutung. Die Felder, die die Erinnerungen der hier - aus für sie unbekannten Gründen - ermordeten Männer bewahren. Die armen Seelen, die nach dem Krieg geboren wurden und seinen Schrecken nicht erlebten, werden verfolgt von den unzähligen Geschichten, die sie hörten, und wenn du genau hinschaust, wirst du eine große Hoffnung in ihren Augen sehen, dass ein anderer Krieg kommen werde, eine Gewissheit, dass dies geschehen werde, eine entschiedene Gewissheit, zu der sie durch ihr Wissen über das menschliche Geschlecht gelangt sind, und das ist das einzige, was sie im Gleichgewicht hält.

 

Anmerkung 1
In den Vereinigten Staaten wurde er als der Europäische Krieg bezeichnet, und abgesehen von Europäern kamen auch Asiaten, Afrikaner und Amerikaner darin um. In Europa wurde er der Große Krieg genannt, aber nichts an ihm war groß, und man hatte nicht damit gerechnet, dass man seinen Namen später, als der Zweite Weltkrieg begann, in Ersten Weltkrieg werde ändern müssen. Bis zu jenem Moment war die Welt naiv romantisch gewesen, und niemand hatte erwartet, dass zwei Jahrzehnte nach Ende dieses spontanen Tanzes eine Diskothek für alle ihre Türen öffnen würde. Und niemand hatte Marx geglaubt, als er darauf hingewiesen hatte, dass die Geschichte sich selbst wiederhole, das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce, was in Wahrheit sehr dem ähnelt, was in Europa geschah: die Tragödie des Ersten Weltkriegs und der Karneval des Zweiten.

In der Stadt Ypern, in der dich die Geschichte mit zwei eisernen Augen ansehen kann und den Zipfel deines Hemdes mit schlaffer Hand hält, wo dir die letzten hundert Jahre durcheinander geraten, so dass du nicht mehr weißt, wo du bist, wo Männer mit flügelähnlichen Schnauzbärten zufrieden in den Tod gingen, sechshunderttausend Männer in den Feldern verstreut wurden, in der Erde schmolzen, deren Erinnerungen durch Zersetzung in den Boden sickerten, in das Gemüse und in die Milch der Kühe und die Mohnblumen eindrangen, Erinnerungen, die die Ebenen mit Niedergeschlagenheit besudelten und mit einem dunklen Gefühl, das die vorbeikommenden Frauen mit einer unerwarteten Lust trifft. Die Ehemänner interpretieren es als Frühlingsallergie und die Dichter als Déjà vu. Männer mit flügelähnlichen Schnauzbärten lasen mein Gedicht, bevor ich es geschrieben hatte, und lenkten sich mit dem Drehen ihrer Zigaretten ab. Ich sah, wie einer von ihnen seinen Finger in die Wunde seines Freundes legte, und erinnerte mich an den Apostel Thomas, und er sah mich und erinnerte sich an sich selbst. Männer mit flügelähnlichen Schnauzbärten sind noch immer dort; nachdem ein Jahrhundert vergangen ist, sind sie noch immer dort, ihre Mütter haben genug vom Tod, und sie sind noch immer dort, ihre Geliebten sind alleine alt geworden, mit anderen Männern, und sie sind noch immer dort, verhaftet in der Raumzeit, die Schuhe im Schlamm steckend, ihre Gewehre verrostet, die Munition vom Wasser verdorben, und das Chlorgas breitet sich weiter und weiter aus, bis es Damaskus erreicht. In der Stadt Ypern kann die Geschichte dich mit eisernen Augen ansehen, Vergangenheit und Gegenwart mischen sich mit Gas, das Gas mischt sich in den Lungen jener, die hier gestorben sind, und mit dem Gas in den Lungen jener, die ein Jahrhundert später in den Vorstädten von Damaskus sterben. Niemand hat die Lektion gelernt, niemand wird sie lernen.

 

Anmerkung 2:
Der deutsch-jüdische Chemiker Fritz Haber entdeckte den Dünger zweimal, das erste Mal, als er Stickstoff und Wasserstoff mischte, um Explosivmittel herzustellen. Er hatte versucht, eine neue Methode für das Töten einer größtmöglichen Anzahl von Menschen zu erfinden, und so erfand er das Ammoniak, das für das Düngen von Feldern verwendet wurde, rettete Millionen Menschen vor dem Hunger und erhielt den Nobelpreis für Chemie, hahahah ... Das zweite Mal, als er das Chlorgas entdeckte und damit den Erstickungstod von Tausenden Soldaten verursachte, deren Körper zu Dünger für Flanderns Felder wurden.

 

Anmerkung 3:
Am 22. April 1915 schossen die Deutschen in Anwesenheit von Fritz Haber 5.730 mit Chlorgas gefüllte Zylinder auf die Soldaten der Alliierten in Flanderns Feldern. Tausende erstickten. Die Ehefrau Habers, Clara Immerwahr, selbst eine deutsch-jüdische Chemikerin, beging einige Tage nach dem Angriff aus tiefem Widerstand gegen die Rolle ihres verwerflichen Mannes bei der Produktion von Chemiewaffen Selbstmord. Nach ihrem Suizid verließ Haber am nächsten Morgen das Haus, um den ersten Chemiegasangriff gegen die Russen an der Ostfront vorzubereiten.

 

Anmerkung 4:
Später setzte Haber seine Forschungen fort und versuchte den Deutschen zu beweisen, dass er Deutscher sei. Zu seinen Studien gehörte eine Arbeit, die die Tür zu einer der schlimmsten Entwicklungen der Geschichte öffnete, das Zyklon-A-Gas, das später zu Zyklon B wurde und das die Nazis während des Zweiten Weltkriegs zur Vernichtung der größtmöglichen Anzahl von Juden in den Gaskammern benutzten - unter ihnen auch einige Verwandte von Fritz Haber.

 

Anmerkung 5:
Im Jahr 1933 verließ Fritz Haber Deutschland wegen der nationalsozialistischen Gesetze gegen die Juden in Richtung England. Er starb im Jahr 1934 während einer Reise in einem Hotel in Basel, als er auf dem Weg nach Palästina war, um dort für ein britisches Forschungsinstitut zu arbeiten.

In Ypern täuscht dich anfänglich die Schönheit der Natur, und du frisst den Köder. Du wirst getäuscht durch den Frieden, der vermischt ist mit Gräsern auf dem Feld, das sich die Gräben entlang zieht. Der gerechte Friede, er kriecht auf dich zu, seine Hand hält das Messer unter seinem Mantel versteckt. Der erste Stich wird dich nicht überraschen, der zweite schon, dich wird die Monotonie des Todes überraschen; die überaus langweilige Wiederholung von im Laufen fallenden Männern, stolpernd, durch eine Kugel, die Monotonie der Lektionen, die niemand gelernt hat außer jenen, die gestorben sind, wird dich überraschen; die Ästhetik der Schlacht wird dich überraschen; der Rhythmus der Kanonen, die Farben, die mit jeder Granate, die den Boden küsst, auffliegen ; das Klingen im Ohr, die Musik des Metalls, die die Nationalhymne des Todes spielt, das Orchester der Herzschläge. Die Chance ist groß, die Unbarmherzigkeit des Menschen zu entdecken und die Zartheit des Eisens.

Ypern, Stadt, die du ein großes Grab verbirgst, du kollektiver Friedhof, der du die Maske einer Stadt trägst, ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich bin sicher, dass wir kein anderes Grab brauchen für den Unbekannten Soldaten. Glaub mir, wir brauchen ein Grab für den Unbekannten Busfahrer, jenen Auswanderer aus Chile, der einsam in seinem Bett starb und den niemand vermisst; oder ein Grab für den Unbekannten Falafelverkäufer, der satt im Süden geboren wurde und hungrig im Norden starb. Wir brauchen ein großes Grab für die Unbekannten Frauen, deren Blut aus den Ritzen der Mauern der Wohnungen sickert und das wir versuchen zu übertünchen; deren mattes Stöhnen wir in den ruhigen Sommernächten hören und so tun, als seien wir mit etwas anderem beschäftigt; die die Geschichte auf den Zehenspitzen durchschreiten, um die Bestie nicht zu wecken; die schweigend litten, weil sie glaubten, Gott würde zornig werden, wenn sie Nein sagten; die gefressen wurden vom Patriarchen, auf dass wir uns mit absolutem Schweigen begnügten, weil wir feige sind.

 


Es war der erste weltweite Tanz, eine Einladung an alle, der Tanzsaal war ins Freie hin geöffnet, es wurde spontan musiziert. Der Lauf des Gewehrs fiel herunter, und hundert Jahre später wird ihn ein Bauer finden und ihn für eine Flöte halten. Die Zähne eines jungen Soldaten fielen durch den Splitter eines Schmetterlings und niemand wird sie finden. Eine Granate fiel auf einen Friedhof, so dass die Soldaten ein zweites Mal getötet wurden. Die Träume jener fielen, die glaubten, dass sie zurückkehren würden, aber es kehrten nur kleine Eisenteile mit ihren darauf eingravierten Namen zurück. Der Erste Welttanz. Eine Stadt fiel durch eine fehlgeleitete Kugel, alle Tänzer fielen, alle, die Musikanten fielen, der auf dem Baum sitzende Vogel fiel, der Baum fiel, und Newtons Apfel blieb in der Luft hängen. Hier gibt es keine Anziehungskraft, nur der Lehm hält die Schuhe der Soldaten fest. Und ich, der einzige Überlebende dieses famosen Massakers, ich, der Zeuge, der zu spät kam, ich betrachte in aller Ruhe die Grabsteine. Meine Bestürzung über ihre Normalität gleicht ihrer Bestürzung über einen unerwarteten Besucher, einen Zeugen aus einem Land, dessen Bewohnern es nicht erlaubt ist, Zeugnis abzulegen; einem Opfer, das die Gräber von Opfern besucht.

- Bist du hergekommen, um aus den Lektionen der westlichen Zivilisation über die Art des Tötens einer größtmöglichen Anzahl von Männern mit den modernsten Mitteln, die die Zivilisation zu bieten hat, zu profitieren?

- Nein.

- Bist du hergekommen, um von der Erfahrung des sinnlosen Todes von sechshunderttausend Männern zu lernen, die zum Dünger für Mohnblumen wurden.

- Nein.

- Sollst du eine neue Methode zum Recyceln der Soldaten entdecken, so dass man sie ein zweites Mal verwenden kann, in anderen Kriegen?

- Nein.

- Bist du hier, um das Töten zu lernen?

- Nein. Ich bin hier, um den Tod kennenzulernen.

 


Damaskus:
Ich ging in den Tod, als mich die Kämpfer anhielten. Sie durchsuchten mich und fanden mein Herz an Ort und Stelle. Sie hatten schon lange kein Herz mehr bei seinem Besitzer gesehen. Einer von ihnen schrie: „Der lebt noch!“, und so verurteilten sie mich zum Leben. Ich sah weiß gekleidete Frauen, die aussahen wie Krankenschwestern, aber sie schwebten in der Luft. Die Morphiumspritzen nahmen mich mit zu Kämpfern anderer Art, wo die Bäume blau waren und das Wasser grün wie die Orange. Ich sah weiß gekleidete Frauen, die mich anschauten und in die Abwesenheit eintraten. Die Morphiumspritzen führten mich in die Korridore, die zwischen Damaskus und Stockholm liegen, und so finde ich mich plötzlich wieder, wie ich dasitze und auf den Bus warte. Ich denke an Länder, in denen die Menschen im Kreis ihrer Familie im Bett sterben und wo es nicht überall Werbung für Coca Cola und Bilder von dünnen nackten Frauen gibt. Ich träume, dass ich einen blauen Mond in der Hand halte und dass die Straße grün ist, dass ich im Juli auf dem Balkon einer Wohnung, die vom Kassjun-Berg auf Damaskus blickt, kaltes Wasser trinke, dass mein Herz bei mir ist und dass meine Freunde noch am Leben sind, dass wir uns abends im Restaurant Normandie treffen und danach, wenn wir pleite sind, durch die Gassen der Altstadt schlendern, dass ich widerspenstig bin und das Gedicht mir zur Seite gegen die Geschichte steht. Ich träume von Frauen - mein Gott, wie sehr liebe ich die Frauen! Von den Frauen habe ich mehr gelernt als in der Schule, vom Krieg habe ich mehr gelernt als vom Frieden. Und ich kann euch versichern, dass viele Soldaten zu Kriegsverbrechern werden und viele Dichter zu Friedensverbrechern und dass gute Nachrichten im Krieg bedeuten, dass es keine schlechten Nachrichten gibt, und dass jene, die den Krieg verloren haben, die Toten sind, auf beiden Seiten, und dass der Krieg in seiner Kindheit das Blut der Soldaten saugt, und dass er, wenn er älter wird, ihre Stiefel auf kleinem Feuer grillt, und dass er stirbt, wenn sie leben.

 

Anmerkung 6:
Ich denke an Palästina, das Land, das Gott erfand und in dem in Seinem Namen Millionen Seelen gemordet wurden; das Land von Milch und Honig, in dem es weder Milch noch Honig gibt; das heilige Land, für das wir heilige Kriege führten, in denen wir heilige Niederlagen erlitten und aus dem wir heilig flohen, für das wir in heiligen Flüchtlingslagern lebten und für das wir einen heiligen Tod starben. Wenn ich daran denke, verfolgt mich die Stimme des Scheichs, der, wann immer ich ihn fragte, einen Koranvers zur Antwort gab: „Oh ihr, die ihr glaubt! Fragt nicht nach Dingen, die euch, wenn sie euch enthüllt werden, betrüben ...“ Und ich frage mich noch immer: Was von beiden ist weiter von der Erde entfernt, der Jupiter oder die Zweistaatenlösung? Was ist meiner Seele näher? Ein Soldat aus meinem Land oder ein Dichter aus den Reihen meines Feindes? Was ist das Schlimmste, was Alfred Nobel schuf? Das Dynamit oder der Nobelpreis?

 


Stockholm:
Also gut, ich bin jetzt in Stockholm, ich genieße den Luxus eines Landes, das seit zweihundert Jahren keinen Krieg geführt hat, wo alles in aller Stille geschieht, die Freude, die Trauer, der Wahnsinn, sogar die Brutalität findet in aller Stille statt. Aber statt am Stockholm-Syndrom zu erkranken, bin ich am Damaskus-Syndrom erkrankt, doch das ist eine andere Geschichte, die in einem anderen Gedicht erzählt werden muss, weil es sie überhaupt nicht gibt. Von Bedeutung ist, dass ich mich nicht mehr für unwichtige Details interessiere. Die Nummer des Busses, der zu deinem Haus fährt, habe ich mir immer noch nicht gemerkt, und trotzdem komme ich jedes Mal bei dir an und schlüpfe neben dir ins Bett. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie dein Körper mein Verständnis von den Orten und Richtungen verändert hat. Eigentlich weiß ich gar nicht genau, wo diese Wohnung liegt. Sie ist irgendwo auf dem Stadtplan, ich benutze kein GPS für die Liebe. Die Tatsache, dass es den Weg zu deiner Wohnung besser kennt als ich, ärgert mich. Ich liebe dich mit mörderischer Ruhe, ich falle aus höchster Höhe zu dir, aber langsam, sehr langsam, wie in Zeitlupe. Ich falle in deine Liebe, einfach so, wie die Soldaten durch eine Kugel fallen, wie die Preise an der Börse fallen, wie die rassistischen Trennmauern fallen, wie die belagerten Städte fallen.

Ich erinnere mich daran, wie es begann, als ich dich im Theater aß, als ich mich in dir verlor und die Passanten Mitleid mit mir hatten; als aus deiner Tasche ein Apfelbaum fiel und wir bloßgestellt waren; als die Sexualität die Situation beherrschte und ich feindselig wurde wie eine Wanduhr in einem Wartesaal.

Ich habe die kaputte Glühbirne in deinem Hausflur nicht ausgewechselt, wie ich es dir vor einem Jahr versprach, aber ich habe meinen Glauben an die westliche Welt geändert, und eine andere Frau wird mich – hoffentlich – in der Zukunft ein weiteres Mal ändern.

Ich schlüpfe neben dich, du stellst dich schlafend, aber ich rieche die Sexualität, weil sich deine Brustwarzen aufrichten, und ich weiß, dass du lügst. Du lügst und möchtest, dass ich die Initiative ergreife und dich verschlinge. Denn das befriedigt den orientalistischen stereotypen Blick auf den Orient im Allgemeinen und einen arabischen Mann im Besonderen, den die langen Jahre des Kolonialismus hinterlassen haben. Aber ich enttäusche deine Hoffnungen mit all meiner beduinischen Bosheit und lasse meine armen Lämmer frei, damit sie vor deinem hungrigen Wolf weiden, und ich warte und warte und warte ... Der Wolf deiner Lust enttäuscht meine Erwartungen nicht, er zerreißt das Fleisch meiner Lämmer auf einem weißen Bett, das einer schwedischen Eiswüste gleicht. Der Duft deiner Brust verbindet sich mit dem gelben Licht deines Zimmers und lässt ein Schlaflosigkeitsdioxid entstehen. Ich schwitze so sehr, dass mir die arabischen und schwedischen Gedichte durcheinandergeraten, ich interessiere mich nicht mehr für nebensächliche Details, eine Stadt, in der du nicht lebst, interessiert mich genauso wenig wie ein Land, in dem du nicht bist.

 


Anmerkung 7:
Der Weg nach Damaskus ist voller Erinnerungen. Ich bin erschöpft, seit das Flüchtlingslager mich mit der Trockenmilch der Vereinten Nationen stillte und mir ein Flüchtlingsleben aufbürdete. Der Weg nach Damaskus, das ich im Jahr 2008 verließ, reizt mich nicht mehr. Nachdem ich von der Freiheit gekostet habe, kann ich mich nicht mehr hinter der Metapher verstecken, um mich vor den Spitzeln zu retten.

Der Weg nach Ypern ist mit Leichen asphaltiert, und ich bin erschöpft, seit mich meine Cousins ermordeten und mich den Vögeln zum Fraß überließen.

Der Weg nach Stockholm ist wegen erhöhten Schneeaufkommens geschlossen.

Der Weg in den Krieg ist ruhig. Es gibt eine kleine Raststätte, an der jene absteigen, die auf dem Weg zum Massaker sind. Sie ruhen sich ein wenig aus, versorgen sich mit Wasser, trinken Tee und sprechen über die Gründe des systematischen Todes. Am nächsten Morgen setzen sie ihren Weg fort, um mithilfe von Patronenkugeln zu diskutieren, und ich bleibe zwischen den Widersprüchen hängen, ich, der Zeuge, der zu spät kam, und der Tote, der nicht ankam, der Mörder und der Getötete, der Verbrecher und das Opfer. Ich, der rote Indianer, der blaue Indianer, der grüne Indianer. Der schwarze Palästinenser. Dieser Krieg braucht ein Gedicht, damit die Metapher nicht tot geboren wird, damit der Tod nicht schwer wiegt wie eine Kanone aus Bronze, die auf der Geschichte lastet. Der Tod kann mir keine Heimat schenken, und wenn er es täte, so wollte ich sie nicht. Ypern war ein Albtraum, der vor hundert Jahren ein Ende fand, und Damaskus ist ein Albtraum, der jetzt stattfindet, und ich hänge in Stockholm fest. Die Gedichte, die ich in Damaskus schrieb, wurden von den Soldaten ermordet, und die Gedichte, die ich in Ypern geschrieben habe, sind nicht mit mir ins Flugzeug gestiegen, und die Gedichte, die mit mir in Stockholm wohnen, leiden unter einem gehörigen Mangel an Vitamin D.

 

 

Ypern:
Der Krieg ist hinter der Tür.

 

 

Damaskus:
Um drei Uhr morgens fallen Raketen mit Saringas auf einige dicht bevölkerte Vororte von Damaskus. Die Augen verengen sich, der Blick wird weit, die Kinderkörper erbeben gleichmäßig, erbeben stark, es ist ein Erdbeben anderer Art, bei dem die Häuser unversehrt bleiben und die Körper erzittern. Es ist ein moralisches Beben, das die Welt befällt.

 

 

Stockholm:
Die Stadt ist ruhig.

 

 

***

Aus dem Arabischen von Larissa Bender

 

Larissa Bender, geboren 1958 in Köln, studierte Islamwissenschaft, Ethnologie, Soziologie, Kunstgeschichte und Arabisch in Köln, Berlin und Damaskus. Sie übersetzt arabische Literatur und Sachtexte aus dem Arabischen und arbeitet als Journalistin, Arabischdozentin, Moderatorin, Lektorin und Gutachterin für arabische Literatur. Sie hat zwei Bücher über Syrien herausgegeben.
 www.larissa-bender.de

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Schizofrenie

dwbGhayath Almadhouns citybook over Ieper werd voorgepubliceerd in het literaire tijdschrift DW B (2016 #4) in de Nederlandse vertaling door Djûke Poppinga.

 


IEPER

In de stad Ieper, die midden tussen de Vlaamse akkers ligt, zoals een naar de wereld opgestoken middelvinger zich in het midden van de hand bevindt … In de stad Ieper, die in de Eerste Wereldoorlog van de kaart is gewist, zoals het Palestijnse volk uit de schoolboeken en de historische archieven is gewist … In de stad Ieper – ik weet niet zeker welke formulering poëtischer is en beter in de context past: ‘honderd jaar na zijn vernietiging’, of ‘honderd jaar na zijn wederopbouw’ … In de stad Ieper, waar je je hand kunt leggen op de geschiedenis die languit voor je ligt als een lijk, waar je de wond kunt aanraken om te ontdekken dat hij nog warm is als de tepel van een vrouw die smelt tussen je lippen … Daar dwaal ik rond, een Palestijnse vluchteling, die tot voor kort nog uit alle boeken, nieuwsberichten, academies en onderzoeken werd geschrapt, want we weten allemaal dat Palestina een land is zonder volk … Ha ha ha …
Hoe het ook zij: ik, de Palestijnse vluchteling die niet bestond in deze beschaafde wereld, dwaal rond als een archeoloog die met een kolonialistische verkenningsmissie vanachter de oceaan is gekomen en de halve aardbol heeft afgereisd om de barbaarsheid van de homo sapiens van nabij te voelen en de euforie te ervaren van de bevestiging dat Hannah Arendt gelijk had toen ze de banaliteit van het kwaad benadrukte. Ik ben een Palestijns-Syrisch-Zweedse vluchteling, ik draag een broek van het merk Levi’s, uitgevonden in San Francisco  door een Joodse migrant uit Duitsland. Ik vul mijn camera met foto’s, zoals een boerin uit Rusland de melkemmer onder haar koe vult. Ik knik met mijn hoofd als iemand die de les heeft begrepen: de les van de oorlog. Ik, de Palestijn, verdeeld over tientallen slachtingen, sta hier naakt. Ik probeer me te hullen in mijn gedicht, in de hoop dat het mijn wonden zal verhullen. Beduusd verzamel ik hier en daar mijn brokstukken, zodat ik een getuige kan zijn. Hier sta ik, de gewelddadige Palestijn, volgens de clichés en de stereotypen, afkomstig uit een land dat bekend staat om zijn oorlogen, zoals de oriëntalisten beweren. Ik sta voor jou, bevangen door een hevige gêne, ja, een hevige gêne voor de nietigheid van de oorlogen in mijn land, in vergelijking met de enorme oorlogen in jullie landen. De kleine, onbeduidende oorlogen van mijn land tegenover jullie gigantische, almaar groeiende oorlogsmachine, die alles wat groen en dor is, vermorzelt, tegenover jullie inventieve wapens die de oorlog tot een kunst verheffen, tegenover jullie bontgekleurde oorlogen die niets overeind laten staan, tegenover jullie schitterende bloedbaden, o witte mannen.

 

In de stad Ieper, die zich te midden van de Vlaamse akkers bevindt, zoals het Midden-Oosten zich te midden van de problemen bevindt, verandert de zware erfenis van de oorlog in een succesvolle toeristenattractie. Alles verjaart, behalve in Ieper. Hier wordt de herinnering aan de oorlog juist intenser met het verstrijken van de tijd. De oorlogsherinnering eet de toeristen op en wordt groter, ze eet de veteranen op en wordt groter, ze eet de vertellers op en de kleinkinderen van de mannen die hier zijn gesneuveld en ze wordt groter. Ze eet de herinnering op van hen die nog niet zijn geboren en groeit als een wijnrank in een pergola. De resten van de wapens die in de akkers zijn gevonden, liggen uitgestald in de etalages van de winkels en de koffiehuizen. Zwart-witfoto’s van strijders, hun snorren puntig als het lemmet van een mes … Overal kom je ze tegen. Alles in de stad is verbonden met de dood. Het graf van de onbekende soldaat lijkt op een open wond, de muziek die al meer dan tachtig jaar elke avond wordt gespeeld, lijkt op een chronische bloeding. De akkers herbergen de herinneringen van de mannen die hier zijn gedood om redenen die ze niet kenden. En de arme stakkers die na de oorlog zijn geboren en geen getuige zijn geweest van zijn schoonheid, worden achtervolgd door zijn verhalen, zo vaak hebben ze die gehoord. Als je wat beter kijkt, zie je in hun ogen de hoop dat er een andere oorlog zal komen en de zekerheid dat dat zal gebeuren, een stellige zekerheid die ze hebben verkregen dankzij hun kennis van de menselijke soort. Dat is het enige wat hen in evenwicht houdt.

 

 

Noot 1
In de Verenigde Staten werd hij de Europese Oorlog genoemd, waarin afgezien van Europeanen ook Aziaten, Afrikanen en Amerikanen zijn gesneuveld. In Europa werd hij de Grote Oorlog genoemd, maar er was niets groots aan. Ze hadden niet voorzien dat ze later, toen de Tweede Wereldoorlog uitbrak, gedwongen zouden zijn de naam te veranderen van de Grote Oorlog in de Eerste Wereldoorlog. Tot dat moment was de wereld zo romantisch en onschuldig geweest dat niemand had kunnen vermoeden dat twee decennia na het einde van die spontane dans een disco zou beginnen waar iedereen aan deelnam. Niemand geloofde Marx toen die beweerde dat de geschiedenis zichzelf herhaalt: de eerste keer als een tragedie en de tweede keer als een klucht. Dit is ongeveer wat er in Europa gebeurde: de tragedie van de Eerste Wereldoorlog en het carnaval van de Tweede.

In de stad Ieper, waar de geschiedenis in staat is je met stalen ogen aan te kijken en met een slappe hand de slip van je overhemd vast te pakken, waar de afgelopen honderd jaar zo verwarrend zijn geweest, dat je niet meer weet waar je staat, waar mannen met snorren als vleugels voldaan op hun dood zijn afgestevend. Zeshonderdduizend mannen verspreid over de akkers, opgelost in de aarde. Hun herinneringen raakten in ontbinding, lekten weg in de bodem en drongen in het gebladerte, de koeienmelk en de klaprozen, ze vervuilden de vlakten met somberheid en een vaag gevoel dat de passerende vrouwen trof met een plotseling verlangen. Hun echtgenoten legden het uit als een lenteallergie, de dichters als een déjà vu. Mannen met snorren als vleugels lazen mijn gedicht voordat ik het had geschreven en rolden vergenoegd een sigaret. Ik zag hoe een van hen zijn vinger legde op de wond van zijn vriend en ik dacht terug aan de ongelovige Thomas. Hij zag mij en dacht terug aan zichzelf. Er zijn daar nog steeds mannen met snorren als vleugels. Er is een eeuw vervlogen en ze zijn er nog. Hun moeders zijn vervuld van de dood en zij zijn er nog, hun geliefden zijn eenzaam oud geworden met andere mannen, en zij zijn er nog. Ze hangen in de ‘ruimte-tijd’, hun laarzen zitten vast in de modder, hun geweren zijn verroest, hun munitie is beschadigd door het water, het chloorgas verspreidt zich nog steeds en zal zich blijven verspreiden tot het Damascus heeft bereikt. In de stad Ieper is de geschiedenis in staat je aan te kijken met stalen ogen. Heden en verleden vermengen zich met het gas. Het gas in de longen van hen die hier zijn gestorven vermengt zich met het gas in de longen van hen die een eeuw later zijn omgekomen in de buitenwijken van Damascus. Niemand heeft de les geleerd, niemand zal haar leren.

 

 

Noot 2
Fritz Haber, de Joods-Duitse chemicus, heeft twee keer de kunstmest uitgevonden. De eerste keer toen hij nitrogeen mengde met hydrogeen om explosieven te maken, in een poging een middel uit te vinden om zo veel mogelijk mensen te doden. Uiteindelijk ontdekte hij ammoniak, dat wordt gebruikt voor de bemesting van akkers. Daarmee heeft hij miljoenen mensen van de hongerdood gered. Hij heeft er de Nobelprijs voor chemie voor gekregen … Ha ha ha. De tweede keer ontdekte hij chloorgas, waardoor duizenden soldaten door verstikking zijn omgekomen. Hun lichamen dienden als mest voor de Vlaamse akkers.

 

 

Noot 3
Op 22 april 1915 hebben de Duitsers in aanwezigheid van Fritz Haber 5730 cilinders chloridegas op de geallieerden in de Vlaamse akkers afgeschoten. Duizenden zijn door verstikking omgekomen. Clara Immerwahr, Habers vrouw en net als hij een Joods-Duitse scheikundige, heeft een paar dagen na de gasaanval zelfmoord gepleegd, omdat ze zich heftig verzette tegen de beschamende rol die haar echtgenoot speelde in de productie van chemische wapens. De volgende ochtend verliet Haber zijn huis om de eerste chemische gasaanval tegen de Russen aan het Oostfront voor te bereiden.

 

 

Noot 4
Haber zou zijn onderzoek voortzetten. Hij probeerde aan de Duitsers te bewijzen dat hij een echte Duitser was en binnen de onderzoeken die hij uitvoerde, droeg hij bij tot de ontwikkeling van een van de ergste uitvindingen in de geschiedenis: Zyklon A, waaruit later Zyklon B is ontwikkeld, dat de nazi’s in de Tweede Wereldoorlog hebben gebruikt om zoveel mogelijk Joden in de gaskamers te vernietigen, van wie sommigen verwanten waren van Fritz Haber.

 

 

Note 5
In 1933 vertrok Fritz Haber uit Duitsland en vestigde zich in Groot-Brittannië, vanwege de naziwetten tegen de Joden. In 1934 stierf hij in een hotel in Bazel, toen hij op weg was naar Palestina om daar voor het Britse Instituut voor Wetenschappen te gaan werken.

 

 

In Ieper word je op het eerste gezicht misleid door de schoonheid van de natuur en hap je toe. Je wordt misleid door de vrede, vermengd met de gewassen in de wei die zich uitstrekt langs de loopgraven. De rechtvaardige vrede. Kijk, daar kruipt ze naar je toe, haar hand, waarin ze het mes draagt, verbergt ze onder haar jas. Je zult niet worden verrast door de eerste steek, maar wel door de tweede, door de eentonigheid van de dood, door de saaie, saaie herhaling van mannen die vallen tijdens het rennen, omdat ze geraakt zijn door een kogel. Je zult verrast worden door de eentonigheid van de lessen die niemand heeft geleerd, behalve zij die zijn gestorven. Je zult worden verrast door de schoonheid van de strijd, door de maat die wordt geslagen door de kanonnen, door de kleuren die meewaaien met elke granaat die de aarde kust, door de oorsuizingen, door de muziek van het metaal dat het volkslied van de dood speelt, door het orkest van de hartkloppingen. Een uitgelezen kans om de wreedheid van de mens en de fijngevoeligheid van het staal te ontdekken.

 

 

O Ieper, de stad die een geweldig graf aan het gezicht onttrekt. O massagraf, dat het masker draagt van een stad. Ik weet echt niet wat ik moet zeggen, maar ik ben ervan overtuigd dat we niet nog een graf nodig hebben voor een onbekende soldaat. Geloof me, we hebben een graf nodig voor de onbekende buschauffeur, die migrant uit Chili, die alleen in zijn bed is gestorven zonder dat iemand hem miste, of een graf voor de onbekende falafelverkoper die met een volle buik werd geboren in het Zuiden en hongerig stierf in het Noorden, we hebben een groot graf nodig voor de onbekende vrouwen, wier bloed dat sijpelt uit de kieren van de muren we over proberen te schilderen, vrouwen wier zachte gekerm we horen in stille zomernachten, terwijl we doen alsof we het niet merken. Vrouwen die op hun tenen de geschiedenis hebben doorkruist om het beest niet wakker te maken, vrouwen die in stilte hebben geleden, in de vaste overtuiging dat God kwaad zou worden als ze nee zouden zeggen, vrouwen die zijn opgegeten door de patriarch, waarna wij er – laf als we waren – het zwijgen toe deden.

 

 

Zij was de Eerste Werelddans, waarvoor iedereen was uitgenodigd, met een danszaal in de openlucht. Flarden van tonen. De loop van een geweer viel op de grond en zou honderd jaar later worden gevonden door een boer die dacht dat het een fluit was. Tanden vielen uit de mond van een jonge soldaat door de splinter van een vlinder. Niemand zou ze vinden. Er viel een bom op een graf en de dode soldaten werden voor de tweede keer gedood. De dromen van hen die dachten dat ze zouden terugkeren vielen neer. Er kwamen enkel kleine metalen plaatjes terug, met daarin hun namen gegraveerd. De Eerste Werelddans. Er viel een stad door een verdwaalde kogel. Alle dansers vielen, allemaal. De muzikanten vielen, de vogel die in de boom zat viel, de boom viel, maar de appel van Newton bleef in de lucht hangen. Geen zwaartekracht hier. Alleen de modder heeft greep op de laarzen van de soldaten. En ik ben de enige overlevende van deze schitterende massaslachting, ik ben de getuige die te laat is gekomen. Kalm bekijk ik de grafstenen, mijn ontzetting over hun banaliteit lijkt op hun ontzetting over een onverwachte bezoeker, een getuige uit landen waarvan het de kinderen niet is toegestaan een getuigenis af te leggen. Een slachtoffer dat de graven van slachtoffers bezoekt.
‘Ben je hier gekomen om te leren van de lessen van de westerse beschaving: hoe je zoveel mogelijk mannen kunt doden met de meest geavanceerde middelen die de beschaving heeft voorgebracht?’
‘Nee.’
‘Ben je gekomen om te leren van de ervaring van de zinloze dood van zeshonderdduizend mannen die mest zijn geworden voor de klaprozen?’
‘Nee.’
‘Moet je een nieuwe manier ontdekken om soldaten te recyclen, zodat ze opnieuw kunnen worden gebruikt in andere oorlogen?’
‘Nee.’
‘Ben je hier om te leren hoe je moet doden?’
‘Nee, ik ben hier om te leren hoe je moet sterven.’

 

 

 

DAMASCUS

Ik was op weg naar de dood, toen de strijders me tegenhielden. Ze fouilleerden me en ontdekten dat ik mijn hart bij me had. Het was lang geleden dat ze een hart en zijn eigenaar samen hadden gezien. Een van hen schreeuwde: ‘Hij leeft nog’, en ze besloten me te veroordelen tot het leven. Ik zag vrouwen in witte kleren die leken op verpleegsters, maar ze zweefden door de lucht. De morfine-injecties brachten me naar strijdperken van een andere soort, waar de bomen blauw waren en het water groen als sinaasappels. Ik zag vrouwen in witte kleren die me aanstaarden en zich langzaam in het onbekende begaven. De morfine-injecties brachten me in de tunnels tussen Damascus en Stockholm. Toen zat ik ineens op de bus te wachten en dacht ik aan een land waar de mensen sterven in hun bed, omringd door familieleden, waar niet overal coca-colareclames of foto’s van magere, naakte vrouwen hangen. Ik droom dat ik een blauwe maan in mijn hand houd, dat de weg groen is en dat ik koud water drink in juli op een dakterras dat vanaf de Kassioenberg uitkijkt over Damascus. Ik droom dat mijn hart bij me is, dat mijn vrienden nog in leven zijn en dat we elkaar ’s avonds zullen ontmoeten in restaurant Normandië. Daarna zullen we, als we blut zijn, door de straten van de oude stad slenteren. Ik droom dat ik ontembaar ben en dat het gedicht samen met mij in opstand komt tegen de geschiedenis. Ik droom van vrouwen, mijn God, wat houd ik van vrouwen. Ik heb meer van vrouwen geleerd dan van scholen, ik heb meer van de oorlog geleerd dan van de vrede. Ik kan jullie verzekeren dat vele soldaten veranderen in oorlogsmisdadigers, dat vele dichters veranderen in vredesmisdadigers, dat goed nieuws in de oorlog betekent dat er geen slecht nieuws is, dat de verliezers in de oorlog de slachtoffers zijn, aan beide kanten. Dat de oorlog in zijn jeugd wordt gezoogd met het bloed van de soldaten en dat hij, wanneer hij ouder wordt, hun schoenen roostert op een zacht vuur. Dat hij sterft als zij blijven leven.

 

 

Noot 6
Ik denk aan Palestina, het land dat God heeft uitgevonden en dat in Zijn naam het bloed van miljoenen zielen heeft vergoten. Het land van melk en honing, waar geen melk en honing te vinden is. Het heilige land, omwille waarvan we ons in heilige oorlogen hebben gestort, waarin we heilige nederlagen hebben geleden, vanwaar we een heilige uittocht hebben ondernomen, omwille waarvan we in heilige vluchtelingenkampen hebben gewoond en een heilige dood zijn gestorven. Als ik denk aan Palestina, word ik achtervolgd door de stem van de sjeik die steeds wanneer ik hem iets vroeg, een regel uit de Koran reciteerde: ‘Jullie die geloven! Vraagt niet naar dingen die jullie zullen kwellen als ze jullie bekend worden’. Ik vraag me nog steeds af wat verder is verwijderd van de aarde: Jupiter of de tweestatenoplossing? Wie is meer verwant aan mijn ziel: een soldaat uit mijn land of een dichter onder mijn vijanden? Wat is het ergste dat Alfred Nobel heeft gecreëerd? Het dynamiet of de Nobelprijs?

 

 

STOCKHOLM

Goed, ik woon nu in Stockholm, ik geniet van de luxe in een land dat al tweehonderd jaar geen oorlog meer heeft gevoerd. Waar alles zich in stilte voltrekt: blijdschap, verdriet, waanzin, zelfs het geweld vindt plaats in stilte. Toch lijd ik niet aan het stockholmsyndroom, maar aan het syndroom van Damascus. Maar dat is een ander verhaal, dat een ander gedicht vereist om het te vertellen, omdat het er eigenlijk nooit geweest is. Waar het om gaat, is dat ik niet meer geïnteresseerd ben in onbeduidende details. Tot de dag van vandaag heb ik het nummer van de bus die naar jouw huis rijdt niet kunnen onthouden. En toch weet ik je altijd te vinden en kruip ik naast je in bed. Ik herinner me niet meer hoe jouw lichaam mijn begrip van plaats en richting heeft veranderd. Eigenlijk weet ik niet waar dit huis zich precies bevindt. Ergens op de kaart. Ik gebruik geen gps in de liefde. Het stoort me dat hij de weg naar jouw huis beter kent dan ik. Ik houd van je met een dodelijke kalmte, ik daal op je neer vanuit een enorme hoogte, maar wel langzaam, heel langzaam, als in slow motion. Ik val voor je. Zo. Zoals soldaten vallen door een kogel, zoals koersen vallen op de beurs, zoals de muren van de apartheid vallen, zoals belegerde steden vallen.
Ik herinner me het begin, toen ik je opat in het theater, toen ik in je verdwaalde en de voorbijgangers medelijden met me kregen, toen er een appelboom uit je tas viel en onze affaire aan het licht kwam, toen alles om seks draaide en ik vijandig werd als een wandklok in een wachtkamer.
Ik heb de doorgebrande lamp in de hal van je woning niet vervangen, zoals ik je een jaar geleden heb beloofd, maar wel heb ik mijn oordeel over de westerse beschaving vervangen. Ik hoop dat in de toekomst een andere vrouw op een ander moment mij zal vervangen. Ik kruip naast je en je doet alsof je slaapt, maar je opgerichte tepels ruiken naar seks, dus weet ik dat je liegt, dat je liegt en dat je wil dat ik je verslind, want dat zou beantwoorden aan de oriëntalistische visie en de stereotiepe beelden over het Oosten die de lange jaren van kolonialisme hebben achtergelaten, in het bijzonder over jonge Arabische mannen. Maar met alle bedoeïenensluwheid die ik in me heb, stel ik je teleur. Ik laat mijn arme lammetjes grazen voor jouw hongerige wolf en ik wacht en wacht en wacht … De wolf van jouw lust voldoet aan mijn verwachtingen. Hij verscheurt het vlees van mijn lammetjes op jouw witte bed, dat lijkt op een Zweedse sneeuwwoestijn. De geur van je borsten reageert met het gele licht van je kamer en ontwikkelt slaperigheidsdioxide. Ik zweet, tot de Arabische gedichten versmelten met de Zweedse. Ik ben niet meer geïnteresseerd in onbeduidende details, ik heb geen oog meer voor steden waar jij niet woont. Ik heb geen oog meer voor een land waarin jij niet leeft.

 

 

Noot 7
De weg naar Damascus is vol herinneringen en sinds het kamp me voedde met de poedermelk van de Verenigde Naties en me belastte met het vluchtelingschap ben ik moe. De weg naar Damascus die ik in 2008 heb verlaten, bekoort me niet meer, want nu ik de smaak van de vrijheid heb geproefd, lukt het me niet meer me te verstoppen achter metaforen om aan de geheime agenten te ontsnappen.
De weg naar Ieper is geplaveid met lijken en ik ben moe sinds mijn neven me hebben gedood en me als voer voor de vogels hebben achtergelaten.
De weg naar Stockholm is afgesloten door zware sneeuwval.
De weg naar de oorlog is rustig. Er is een kleine pleisterplaats, waar zij, die op weg zijn naar de slachting, neerstrijken om even uit te rusten en water in te slaan. Ze drinken thee en bespreken de oorzaken van de voorgeprogrammeerde dood. De volgende ochtend zetten ze hun weg voort om in debat te gaan met de kogels, terwijl ik blijf hangen tussen uitersten. Ik ben de getuige die te laat was, de martelaar die nooit is aangekomen. De doder en de gedode, de misdadiger en het slachtoffer. Ik, de rode Indiaan. Ik, de blauwe Indiaan. Ik, de groene Indiaan. Ik, de zwarte Palestijn en deze oorlog waaraan een gedicht ontbreekt om te voorkomen dat de metafoor dood wordt geboren, om te voorkomen dat de dood zwaar wordt als een bronzen kachel die drukt op het verhaal. De dood kan mij geen vaderland geven en al zou hij het kunnen, dan wil ik het niet. Ieper was een nachtmerrie die honderd jaar geleden is geëindigd, Damascus is een nachtmerrie die zich nu voltrekt en ik hang in Stockholm. De gedichten die ik in Damascus heb geschreven zijn geëxecuteerd door de soldaten, de gedichten die ik in Ieper heb geschreven, zijn niet met mij in het vliegtuig gestapt en de gedichten die zich met mij in Stockholm bevinden, lijden onder een ernstig gebrek aan vitamine D.

 

 

IEPER

De oorlog achter de deur.

 

 

DAMASCUS

Om drie uur ’s nachts vallen raketten geladen met zenuwgas op een aantal plekken in de dichtbevolkte buitenwijken van Damascus. De pupillen van de ogen vernauwen zich, het zicht verwijdt zich, de lichamen van de kinderen schokken met regelmatige, heftige bewegingen. Dit is een aardbeving van een andere soort, waarin de huizen overeind blijven en het de lichamen zijn die trillen. Het is een morele schok die deze wereld treft.

 

 

STOCKHOLM

De stad is rustig.

 

 

Uit het Arabisch vertaald door Djûke Poppinga


Djûke Poppinga (Luxemburg, 1956) studeerde Arabische en Turkse taal-en letterkunde in Amsterdam, verbleef een aantal jaren in de Arabische wereld en begon in de jaren '80 met het vertalen van Arabische romans. Inmiddels heeft ze meer dan veertig titels uit het Arabisch vertaald, waaronder verscheidene romans van de Egyptische Nobelprijswinnaar Nagieb Mahfoez en het hele oeuvre van de Libanese auteur Hanaan as-Sjaikh. In het najaar van 2015 verscheen Gezichten van de Marokkaanse schrijver Mohamed Choukri en in 2016 werd de Nederlandse vertaling van De automobielclub van de Egyptische auteur Alaa al-Aswani gepresenteerd. In 2005 ontving ze samen met Richard van Leeuwen de Fonds voor de Letteren Vertaalprijs 'voor hun verdiensten voor de ontsluiting van de Arabische literatuur'. Sinds 2007 is ze betrokken bij Writers Unlimited, een literair festival in Den Haag, eerst als programmamaker en daarna als adviseur Arabische literatuur. Momenteel werkt ze als docent Arabische literatuur aan de Universiteit van Amsterdam. Voor citybooks vertaalde ze ook Almadhouns citybook over Antwerpen De Hoofdstad.

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Schizophrénie


YPRES :
Ypres, ville érigée au milieu des champs de Flandres, tel un doigt d’honneur dressé à la face du monde. Ypres, ville rayée de la carte lors de la Première Guerre mondiale, comme le peuple palestinien le fut des manuels scolaires, des archives de l’Histoire. Ypres, dont je ne sais s’il est plus poétique et plus juste de dire qu’elle a été détruite il y a cent ans, ou bien reconstruite depuis. Ypres, où il est possible de toucher du doigt l’Histoire étendue devant soi tel un cadavre, et d’en palper la blessure encore tiède comme la pointe d’un sein féminin entre ses lèvres. Ypres, que je sillonne à pied, moi, le réfugié palestinien qui, il y a peu encore, n’existait nulle part dans les livres, les journaux, les travaux académiques et autres rapports… Nous savons bien, nous autres, que la Palestine est une terre sans peuple. Hahaha.
Qu’importe. Moi, le réfugié palestinien sans existence dans ce monde civilisé, je me promène, tel l’archéologue d’une délégation coloniale en mission exploratoire outre-mer, débarqué après avoir parcouru la moitié du globe afin d‘étudier de près la bestialité de l’Homo Sapiens et de constater, avec ravissement, que Hannah Arendt avait raison quant à la « banalité du Mal ». Moi, le réfugié palestinien syrien suédois, je porte un jeans Levis conçu par un juif allemand immigré à San Francisco. Pareil à une paysanne russe accroupie sous sa vache pour remplir un seau de lait, je remplis mon appareil photo d’images, acquiesçant d’un mouvement de tête, en élève qui a bien assimilé la leçon. La leçon de la guerre. Moi, le Palestinien dispersé entre plusieurs massacres, je me tiens ici, nu, à essayer d’enfiler mon poème - sait-on jamais s’il arrive à couvrir ma blessure. Je tente confusément de ramasser mes morceaux çà et là, afin d’être témoin. Moi, le Palestinien violent selon les clichés et les stéréotypes, venu d’un pays célèbre pour ses guerres à en croire les orientalistes, je me tiens là, face à vous, et je suis pris d’une honte terrible. Oui. J’ai honte de la médiocrité des guerres de mon pays, comparée à la grandeur des vôtres. Celles de mon pays semblent dérisoires face à l’immense sophistication de vos machines martiales qui broient ensemble le blé et la paille. Face à la créativité de votre artillerie, qui fait de la guerre un art. À vos conflits hauts en couleurs, qui ne laissent rien subsister. Face à vos incroyables massacres, Messieurs les hommes blancs.

 


Dans la ville d’Ypres, érigée au milieu des champs de Flandres comme le Moyen-Orient l’est au milieu des problèmes, le lourd héritage de la guerre est un atout touristique. Si toute chose a un droit de prescription, ce n’est pas le cas à Ypres. Ici, la mémoire de la guerre se renforce avec le temps. Les souvenirs de la guerre se nourrissent des touristes et grandissent. Ils mangent les vétérans et grandissent. Ils avalent les narrateurs, les descendants des soldats tués, et grandissent. Ils grignotent la mémoire de ceux qui n’étaient pas nés alors et croissent comme la vigne vierge. Les vestiges d’armes retrouvés alentour sont exposés dans les vitrines des magasins et des cafés. Partout, l’on trouve des photos en noir et blanc de combattants à la moustache aiguisée comme une lame de couteau. Tout dans la ville renvoie à la mort. La tombe du soldat inconnu, véritable plaie béante ; la musique jouée chaque soir depuis plus de quatre-vingt ans, qui sonne comme une hémorragie sans fin ; les champs renfermant la mémoire de ces hommes tués sans en comprendre la raison et celle des pauvres gens qui, nés après la guerre, n’en ont pas connu l’horreur, mais sont traqués par son souvenir à force de récits. En y prêtant attention, on peut lire dans leurs yeux l’espoir vif d’une guerre prochaine. La conviction qu’elle adviendra. Une conviction absolue, fruit de leur connaissance du genre humain, et qui est la seule chose qui les maintienne debout.

 


Note 1 :
Aux Etats-Unis, on la nomma « La guerre européenne », bien que moururent, aux côtés des Européens, quantités d’Asiatiques, d’Africains, d’Américains. En Europe, on la nomma « La Grande Guerre », bien qu’elle n’eût de grandeur en rien. On ne pensait pas que ce nom changerait par la suite pour devenir « La Première Guerre mondiale », quand s’annoncerait la seconde. Jusqu’alors le monde, par romantisme niais, n’aurait jamais imaginé qu’un tel bal populaire pourrait avoir lieu deux décennies après la fin de cette première valse folle. Personne ne crut Marx quand il dit que « les grands évènements se produisent toujours deux fois, la première fois comme une tragédie, la seconde comme une farce ». C’est pourtant, à peu de chose près, ce que connut l’Europe : le drame de la Première Guerre mondiale, le carnaval de la Seconde.

 


Dans la ville d’Ypres, l’Histoire te dévisage de ses yeux de plomb et t’attrape d’une main molle par le bout de la chemise. Ces cent dernières années se confondent en toi, de telle sorte que tu ne sais plus où tu te trouves. Des hommes aux moustaches en ailes d’oiseaux se sont rendus à la mort, résignés. Six cent mille hommes émiettés dans les prés, fondus dans les sols, souvenirs échappés qui se décomposent dans la tourbe et infiltrent les légumes, le lait des vaches, les coquelicots. Leur mélancolie infeste les plaines et frappe les femmes passant par-là d’un désir trouble et soudain, que les maris expliquent en invoquant les allergies printanières, et les poètes, le Déjà-vu. Des hommes aux moustaches en ailes d’oiseaux. Ils ont lu mon poème avant que je ne l’écrive, se sont distraits en roulant des cigarettes. J’ai vu l’un d’eux poser son doigt sur la plaie d’un camarade. Ça m’a rappelé l’apôtre Thomas. Il m’a vu, et s’est rappelé la même chose. Des hommes aux moustaches en ailes d’oiseaux, qui sont toujours là. Un siècle a passé, et ils sont toujours là. Leurs mères se sont repues de mort et eux, ils sont toujours là. Leurs amantes ont vieilli seules avec d’autres hommes, et ils sont toujours là. En suspens dans l’espace-temps, les bottes coincées dans la boue. Leurs fusils ont rouillé, leurs munitions ont été rongées par l’eau, et le gaz chloré a continué de se répandre et de se répandre encore, jusqu’à atteindre Damas. Dans la ville d’Ypres où l’Histoire te dévisage de ses yeux de plomb, le passé se mélange au présent dans le gaz, et le gaz dans les poumons de ceux qui sont morts ici se mélange au gaz dans les poumons de ceux qui sont morts dans les banlieues de Damas. Un siècle plus tard. Personne n’a appris la leçon. Personne n’apprendra la leçon.

 


Note 2 :
Fritz Haber, un chimiste juif allemand, inventa deux fois l’engrais. La première fois, à la recherche de nouveaux explosifs pouvant tuer le plus grand nombre de personnes possible, il mélangea du nitrogène et de l’hydrogène, et obtint de l’ammoniaque. Cela permit de fertiliser les terres et de sauver ainsi des millions de personnes de la famine - ce qui lui valut le prix Nobel de chimie. Hahaha. La seconde fois, il découvrit le gaz chloré, qui causa la mort par asphyxie de milliers de soldats dont les corps fertilisèrent les champs de Flandres.

 


Note 3 :
Le 22 avril 1915, en présence de Fritz Haber, les Allemands lâchèrent 5730 bonbonnes de gaz de chlore sur les soldats de l’Alliance qui, par milliers, tombèrent asphyxiés. Quelques jours plus tard, Clara Immerwahr, l’épouse de Haber - elle aussi chimiste, juive et allemande - se suicida pour dire son désespoir face au rôle abominable de son mari dans la fabrication de l’arme chimique. Au lendemain du suicide, Haber se leva, quitta son domicile et alla préparer la première attaque chimique contre les Russes sur le front oriental.

 


Note 4 :
Dans les temps qui suivirent, Haber continua ses recherches, espérant prouver aux Allemands qu’il était, lui aussi, allemand. Un de ses travaux ouvrit la porte à une des pires choses de l’Histoire : le zyklon A. Après développements, il donna le zyklon B, que les Nazis utilisèrent au cours de la Seconde Guerre mondiale afin d’exterminer dans les chambres à gaz le plus grand nombre possible de Juifs, dont plusieurs parents de Fritz Haber.

 


Note 5 :
En 1933, Fritz Haber dut quitter l’Allemagne en raison des lois nazies à l’encontre des Juifs, et rejoignit l’Angleterre. En 1934, alors qu’il se rendait en Palestine dans le cadre d’une mission pour l’Institut Britannique des Sciences, il mourut dans un hôtel de Bâle.

 


À Ypres, la beauté de la nature à première vue t’induit en erreur. Tu avales le morceau, trompé par la paix qui imprègne les herbes des champs longeant les tranchées. La paix juste. Regarde-la qui rampe vers toi, un poignard sous sa cape. Le premier coup ne te surprendra pas. Le deuxième, si. C’est la monotonie de la mort qui t’étonnera. Cette répétition extrêmement ennuyeuse des hommes s’effondrant dans leur course contre les balles. Ça t’étonnera, l’insignifiance de ces leçons que seuls les morts ont retenues. La beauté du champ de bataille, elle aussi t’étonnera. Le rythme soutenu des canons. Les couleurs qui fusent chaque fois qu’une roquette embrasse le sol. Le bourdonnement des oreilles. La musicalité des métaux exécutant l’hymne national de la mort, orchestre de battements de cœur, chance inédite de découvrir la brutalité de l’Homme et la délicatesse de l’acier.

 

Ypres. La voilà, cette cité qui recouvre une tombe immense. La voilà, cette fosse commune qui se fait passer pour une ville. En vérité, je ne sais pas bien ce que je dis. Mais je sais qu’on n’a pas besoin d’une énième tombe de soldat inconnu. Crois-moi. Ce dont on a besoin, c’est d’une tombe pour le chauffeur de bus inconnu. Cet immigré chilien, mort seul dans son lit sans personne pour le pleurer. D’une tombe pour le vendeur de fallafels inconnu, né dans le sud le ventre plein et mort dans le nord le ventre vide. D’une gigantesque tombe pour femmes inconnues. Ces femmes dont le sang suinte à travers les façades fissurées des maisons que l’on tente de colmater à l’enduit. Ces femmes dont on perçoit la plainte étouffée lors des paisibles nuits d’été, et que l’on feint de ne pas entendre. Ces femmes qui ont traversé l’Histoire sur la pointe des pieds pour ne pas réveiller le monstre. Qui ont souffert en silence, certaines de la colère de Dieu si jamais elles disaient non. Ces femmes mangées par le patriarche, avec le consentement de notre silence absolu. Car nous sommes des lâches.

 

La Première Valse mondiale, invitation générale, salle de bal à ciel ouvert, musique improvisée. Le canon d’un fusil est tombé. Cent ans plus tard, un paysan le trouvera et le prendra pour une flûte. Les dents d’un jeune soldat sont tombées, ainsi qu’un éclat de papillon. Personne ne les trouvera. Une roquette est tombée sur le cimetière, tuant les soldats une deuxième fois. Les rêves de ceux qui pensaient retourner chez eux un jour sont tombés, et de petites plaques métalliques avec leurs noms gravés dessus sont revenues à leur place. Première Valse mondiale. La ville est tombée sous une balle perdue. Les danseurs sont tous tombés, tous. Les musiciens sont tombés. L’oiseau perché sur l’arbre est tombé. L’arbre est tombé. Et la pomme de Newton est restée suspendue dans les airs. Pas de gravité ici. La seule chose qui retienne les bottes du soldat au sol, c’est la boue. Et moi, je suis l’unique rescapé de cette tuerie grandiose. Je suis le témoin arrivé en retard, qui observe, impassible, les pierres tombales. Mon incrédulité face à leur banalité est semblable à la leur face au visiteur non attendu que je suis, ce spectateur venu d’un pays dont les fils ne sont pas autorisés à témoigner. Une victime sur les tombes des victimes.
- Es-tu venu ici pour tirer profit des enseignements de la civilisation occidentale, pour savoir comment tuer le plus grand nombre possible d’hommes, de la façon la plus moderne qui soit ?
- Non.
- Es-tu venu afin d’apprendre quelque chose de la mort gratuite de six cent mille hommes devenus de l’engrais à coquelicot ?
- Non.
- Es-tu chargé de découvrir une nouvelle façon de recycler les soldats, afin de pouvoir les réemployer une nouvelle fois, dans une nouvelle guerre ?
- Non.
- Es-tu ici pour apprendre à tuer ?
- Non, je suis ici pour apprendre à mourir.

 


DAMAS :
J’étais en route vers la mort quand des combattants m’ont stoppé. En me fouillant, ils ont trouvé mon cœur sur moi. Ça faisait longtemps qu’ils n’avaient pas vu quelqu’un portant son cœur sur lui. L’un d’eux a crié : il est en vie ! Et ils ont décidé de me condamner à vivre. Je vois des femmes vêtues de blanc, évoquant des infirmières, sauf qu’elles virevoltent dans les airs. Les piqûres de morphine m’emmènent vers des champs de bataille d’un autre genre, où les arbres sont bleus et les eaux vertes comme l’orange. Je vois des femmes vêtues de blanc me toiser puis s’évaporer. Les piqûres de morphine m’emmènent le long du corridor qui sépare Damas de Stockholm. Je me retrouve en train d’attendre le bus. Je songe à un pays où les gens meurent dans leur lit, entourés de leur famille. Un pays sans publicités pour Coca-Cola, sans partout des affiches de femmes maigres et nues. Je rêve d’une lune bleue que je tiendrais dans la main. D’une route verte. D’un verre d’eau fraîche au mois de juillet sur le balcon d’un appartement surplombant Damas depuis le mont Qassioun. Je rêve que je porte mon cœur sur moi. Que mes amis sont en vie. Qu’on se retrouve le soir au restaurant « Al-normandie », avant d’aller flâner dans les rues de la vieille ville une fois nos poches vides. Que je suis un fou furieux et que la Poésie prend mon parti contre l’Histoire. Je rêve de femmes. Ô Dieu, que j’aime les femmes ! J’ai appris davantage des femmes que de l’école. J’ai appris davantage de la guerre que de la paix. Et je peux vous affirmer que de nombreux soldats deviennent des criminels de guerre et que de nombreux poètes deviennent des criminels de paix. Que les bonnes nouvelles, en temps de guerre, consistent à ne pas être mauvaises. Que ceux qui ont perdu la guerre sont ceux qui y sont morts, dans les deux camps. Que la guerre, dans son enfance, tète déjà le sang des soldats et qu’en grandissant, elle fait rôtir leurs Rangers à feu doux. Et qu’elle ne meurt que quand eux vivent.

 


Note 6 :
Je pense à la Palestine, le pays qui a inventé Dieu et a causé l’effusion de millions d’âmes en Son nom. Le pays du lait et du miel, où l’on ne trouve ni lait ni miel. Le pays sacré, pour lequel nous avons mené des guerres sacrées et essuyé des défaites sacrées. Nous en avons été expulsés par le fait d’une expulsion sacrée, et nous sommes retrouvés dans des camps de réfugiés, sacrés. Nous sommes morts pour le sacre de la mort. Dans mes pensées, je suis hanté par la voix du cheikh qui me répondait, quoi que je lui demande, par cette ligne du Coran: {Ô vous qui croyez, ne posez pas de questions sur des sujets qui, s'ils étaient révélés, vous feraient du mal}. Je n’ai pourtant jamais cessé de m’interroger…Quelle est la plus éloignée de la Terre : la planète Jupiter, ou la Solution des deux Etats ? Quel est le plus proche de mon cœur : un soldat de mon pays, ou un poète des chez mes ennemis ? Quelle est la pire chose qu’ait créée Alfred Nobel : la dynamite, ou le Prix éponyme ?

 


STOCKHOLM :
Bon. Me voici désormais à Stockholm. Je savoure le confort d’un pays qui n’a mené aucune guerre depuis deux cent ans. Où tout se passe en silence : la joie, la peine, la folie. Même la violence se vit silencieusement ici. Moi, ce n’est pas du syndrome de Stockholm que je suis atteint, mais du syndrome de Damas. Mais c’est une autre histoire, qui nécessiterait un autre poème pour la raconter et qui, de toute façon, n’existe pas encore. L’important, c’est que je ne me perde plus dans les détails secondaires. Comme le numéro du bus pour aller chez toi, que je n’ai toujours pas retenu, parvenant malgré tout jusqu’à toi chaque fois, pour me glisser à tes côtés dans le lit. Je ne me souviens plus comment ton corps a transformé mon sens de l’espace et de l’orientation. Je n’ai jamais su où se trouvait exactement ta maison. Seulement qu’elle est quelque part sur la carte. Je n’utilise pas de GPS en amour. Ça me gêne, l’idée qu’il connaisse mieux que moi le chemin qui mène à toi. Je t’aime avec un calme meurtrier. Je tombe vers toi, de très haut mais lentement, très lentement, comme si j’utilisais un effet de ralenti. Je tombe dans ton amour. Comme ça. Comme le soldat tombe sous une balle. Comme les prix tombent en bourse. Comme tombent les murs de la ségrégation raciale. Comme tombent les villes assiégées.
Je me souviens des débuts, quand je t’ai dévorée au théâtre. Quand je me suis perdu en toi et que les passants ont pris pitié de moi. Quand un pommier est tombé de ton sac et que nous avons été démasqués. Quand le sexe est devenu maître des lieux et que je suis devenu, moi, aussi hostile qu’une horloge de salle d’attente.
Je n’ai pas encore changé l’ampoule grillée dans ton entrée, comme je te l’avais promis il y a un an. Mais j’ai changé mes complexes concernant la civilisation occidentale. A l’avenir, une femme encore me changera une fois encore, inchallah.
Je me glisse à tes côtés. Tu fais semblant de dormir, mais je sens l’odeur du sexe, à l’érection de tes tétons. Et je sais que tu mens. Menteuse. Tu attends que je me jette sur toi, pour satisfaire la vision orientaliste et les stéréotypes forgés par de longues années de colonisation, sur l’Orient en général et sur le jeune homme arabe en particulier. Mais, malgré toute la débauche de bédouin qui m’habite, je vais te décevoir et envoyer paître mes brebis galeuses sous le nez de ton loup affamé. Et attendre, attendre, attendre…Le loup de ton désir ne déçoit pas mes attentes. Il dépèce mes brebis sur ton lit blanc comme un désert de neige scandinave. Le parfum de ta poitrine interagit avec la lumière jaune de ta chambre et génère un dioxyde soporifique. J’exsude jusqu’à ce que la poétique arabe se mêle à la suédoise. Je ne me perds plus dans les détails secondaires. Une ville où tu ne vis pas n’a aucune importance pour moi. Un pays où tu n’es pas n’est rien pour moi.

 


Note 7 :
La route vers Damas regorge de souvenirs. Et moi, je suis fatigué depuis l’époque où le camp me nourrit du lait lyophilisé des Nations Unies et que je m’éreinte dans l’asile. La route vers Damas, dont j’ai émigré en 2008, n’a plus de charme pour moi. Après avoir goûté à la liberté, je ne suis plus capable de disparaître derrière les allusions pour échapper aux Renseignements.
La route vers Ypres est pavée de cadavres. Et moi, je suis fatigué depuis que mes cousins m’ont tué, dès l’origine, avant de m’abandonner aux rapaces.
La route vers Stockholm est fermée, en raison des chutes de neige.
La route vers la guerre est dégagée. Il y a une petite aire de repos où s’arrêtent ceux qui se rendent au massacre. Ils se détendent un peu, se ravitaillent en eau, boivent du thé en discutant des raisons de la mort planifiée. Le matin, ils reprennent la route pour aller dialoguer à coup de balles, et moi, je reste suspendu entre les paradoxes. Moi, le témoin arrivé en retard, le martyre jamais advenu. Le tueur et le tué. Le rescapé et la victime. Le peau-rouge. Le peau-bleu. Le peau-vert. Moi, le palestinien noir. À cette guerre, il manque un poème pour que sa métaphore ne soit pas mort-née. Pour que la mort ne devienne pas aussi lourde qu’un poêle en fonte posé sur le récit. La mort ne peut pas me doter d’une patrie. Et quand bien même elle le pourrait, je n’en voudrais pas. Ypres fut un cauchemar qui prit fin il y a cent ans. Damas est un cauchemar qui se déroule en ce moment. Et moi, je suis en suspens à Stockholm. Les soldats ont mis à mort les poèmes que j’avais écrits à Damas. Ceux que j’ai écrits à Ypres ne sont pas montés avec moi dans l’avion. Et les poèmes qui vivent avec moi à Stockholm souffrent d’une cruelle carence en vitamine D.

 


YPRES :
La guerre est à la porte.

 


DAMAS :
À trois heures du matin, des missiles chargés de gaz sarin se sont écrasés en plusieurs points de la banlieue densément peuplée de Damas. Les pupilles se rétractent. Les poumons s’hypertrophient. Les corps des enfants sont pris de secousses rythmées, puissantes. C’est un tremblement de terre d’un autre genre, où les bâtiments restent debout et les corps vacillent. Du vacillement moral qui frappe ce monde.

 


STOCKHOLM :
La ville est calme.

 

 

 

Traduit de l’arabe par Marianne Babut


 

Marianne Babut (Roubaix, 1981) a étudié les sciences politiques puis l’arabe littéraire à l’Institut des Langues Orientales, à Paris. Elle a vécu en Syrie, où elle a enseigné la langue française, puis a été traductrice pour l’ambassade de France à Damas. Après plusieurs années d’enseignement en milieu carcéral, elle se consacre désormais à la traduction de la langue arabe. Elle traduit de la littérature ( dont : Mohamed al-Fakharany, La traversée du K-O, Seuil, 2014 et Yassin Al Haj Saleh, Récits d’une Syrie oubliée, Les Prairies Ordinaires, 2015), mais également des sciences sociales, notamment pour la presse. Elle est également interprète du dialecte syro-libanais auprès d’ONG, ainsi que pour le tournage et le sous-titrage documentaire.

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Schizophrenia


YPRES

In the city of Ypres, set amid Flanders fields as a middle finger raised against the world sits at a palm’s centre… In the city of Ypres, erased from the map in the First World War as the Palestinian people were erased from schoolbooks and historical record… In the city of Ypres—and which is the more poetic and suited to the context I’m not sure: to say, One hundred years after its destruction, or, One hundred years after its reconstruction?... In the city of Ypres, where you may lay your hand on history, sprawled out before you like a corpse, touch the wound to find it still hot as a woman’s nipple melting between your lips… There I wander, the Palestinian refugee who, until a short while ago, was erased from of all books and news reports and academic studies and reports, for, as we all know, Palestine is a land without a people… hahaha
Anyway: I, the Palestinian refugee, once non-existent in this civilized world, wander like an archaeologist from a colonialist expedition come from overseas, crossing half the globe to see the barbarism of homo sapiens for himself, to experience the thrill of proving Hannah Arendt right to assert the banality of evil. I, Palestinian-Syrian-Swedish refugee, wear Levi’s jeans invented by a German Jew in San Francisco and fill my camera with pictures as a Russian peasant fills the milk urn beneath her cow; nod my head like someone who’s taken the lesson on board, the lesson: war. I, Palestinian parcelled out across a score of slaughters, stand here naked, trying to wear the poem that it might conceal my wounds; befuddled, gather up my parts from here, from there, that I might be a witness. I, violent Palestinian of cliché and stereotype, come from lands that are, so orientalists allege, notorious for war. I stand before you now in the grip of a great shame. Just so: great shame at the shallowness of my country’s wars when set before the great conflicts of yours; at the petty, trivial wars that take place in my land when matched against your contests’ vast advanced machinery that pulverizes living and dead alike, your ingenious weaponry that transforms battle into art, your richly coloured contests that leave nothing standing in their wake, your wondrous massacres, O White Men.

 

In the city of Ypres, set amid Flanders fields as the Middle East sits amid its troubles, war’s heavy legacy is transmuted into profitable tourism. There is a statute of limitations for all things, except in Ypres, where the memory of war flourishes with the passing years, where war’s remembrance eats the tourists and grows, eats the veterans and grows, eats the story-tellers and the grandchildren of the men who were killed here and grows, eats the memories of those that were yet unborn and grows, grows out like a vine upon the trellis. Gun parts found out in those fields are displayed in the windows of shops and cafes; black and white photographs of soldiers with moustaches pointed like dagger blades are everywhere. Everything in the city is connected to death: the Unknown Soldier’s tomb an open wound; the music played each evening for more than eighty years an unchecked bleeding; the fields, which hold the memories of men killed here for causes they knew nothing of; the poor souls who were born post-war and never witnessed its wonder, haunted by its stories, so often have they heard them told, in whose eyes—peer a little harder—you see a great hope that another war will come, a certainty that this will come to pass, an absolute conviction they’ve built on what they know of man and which is the only thing that keeps them stable.

 

 

Note 1
In the United States it was known as the European War, and in it, Asians, Africans and Americans perished alongside Europeans. In Europe it was called the Great War, though there was nothing great about it. They did not anticipate that they would have to alter the name from Great War to the First World War when the Second World War broke out. Up till then the world was a romantic fool. No one guessed that just two decades on from that spontaneous, unplanned dance an open-invitation disco would start up. And no one believed Marx when he stated that history repeats itself, first as tragedy, then as farce, which is more or less what happened in Europe: the tragedy of the First World War and the Second’s carnival.

 

In the city of Ypres, where history is able to gaze at you with iron eyes, clutch limp-handed at your shirttail, where the last hundred years of history are muddled all together so you no longer know just where you are, where men with moustaches like birds’ wings marched contented to their deaths, six hundred thousand scattered over the fields, melted into earth, their memories decomposed and leaked out into the soil, slipping up into the foliage, the cows’ milk, poppies, polluting the plains with melancholy and an obscure feeling that strikes passing women with a sudden desire. Their husbands explain it as spring allergies, the poets as Déjà vu. Men with bird-wing moustaches read my poem before I wrote it then amused themselves rolling cigarettes. I saw one lay his finger on his friend’s wound and remembered Doubting Thomas, and he saw me, and remembered himself. Men with bird-wing moustaches are still here, a century now passed and them still here, their mothers filled with death and them still here, their lovers grown old alone with other men, and still they remain, suspended in space-time, boots stuck in mud, rifles rusted, ammo water-damaged, and the chlorine gas still spreading, spreading till it comes unto Damascus. In the city of Ypres, history is able to gaze at you with iron eyes, and past and present mix with gas, the gas in the lungs of those who died here mixing with the gas in the lungs of those who died, in Damascus, a century on. No one learned the lesson. No one will learn the lesson.

 

 

Note 2
Fritz Haber, German Jewish chemist, invented fertilizer twice. The first time, trying to find a new way to kill the greatest possible number of people, he synthesized nitrogen and hydrogen to manufacture explosives and came up with ammonia, which was used to enrich the fields. So, he saved millions from starvation and received the Nobel Prize for Chemistry… hahaha. The second time, he invented chlorine gas, which choked thousands of soldiers to death and left their bodies to fertilize the fields of Flanders.

 

 

Note 3
On April 22, 1915, the Germans—Fritz Haber in attendance—unleashed 5,730 cylinders of chlorine gas at the Allied troops in Flanders fields. Thousands choked to death. Haber’s wife, Clara Immerwahr, a German Jewish chemist too, killed herself days after the gas attack, a desperate protest at her husband’s shameful role in manufacturing chemical weapons. The very next morning Haber left home to prepare for the first gas attack against the Russians on the Eastern Front.

 

 

Note 4
Haber was to continue his work. He was trying to prove to the Germans that he was German, and one area of his research saw him open the door to one of the worst things in all of history: Zyklon A gas, subsequently developed into the Zyklon B that the Nazis used during the Second World War to exterminate the greatest possible number of Jews in the gas chambers, Fritz Haber’s relatives among them.

 

 

Note 5
In 1933, as a consequence of anti-Jewish Nazi laws, Fritz Haber left Germany for Britain. In 1934, staying at a hotel in Basel on his way to Palestine to do work on behalf of a British scientific institute, he died.

 

 

In Ypres, in the first instant, nature’s beauty fools you. You take the bait. You are fooled by the peace, mingling with the grass in the field that runs the length of the trenches. The just peace, it crawls towards you now, concealing knife in hand beneath its overcoat. The first thrust won’t surprise you. The second will. You shall be surprised by death’s routine repetition, the dull, dull repetition of men felled, staggered by bullets as they ran headlong. You shall be surprised by the routine repetition of the lessons that no one learned save the dead. Surprised by the battle’s beauty, the beat banged out by the guns, the colours that fly out as each shell kisses the earth, ringing ears, mineral music playing Death’s national anthem, orchestra of heartbeats. A wonderful opportunity to discover man’s ruthlessness and the tenderness of steel.

 

 

Ypres! City that hides a great tomb! Mass grave that wears a city’s mask! Truth is, I know not what I say but I’m confident we don’t need another unknown soldier’s tomb. Trust me, we need a Tomb of the Unknown Bus Driver, immigrant from Chile, who died alone, abed, unmourned; a Tomb of the Unknown Falafel Seller, who was born full in the South and died hungry in the North. We need a great Mausoleum for the Unknown Women, the women whose blood we try to paint over as it drips from the cracks in our walls, whose soft moans we hear on still summer nights and pretend to be busy with something else, who traversed history tiptoe so as not to wake the beast, who suffered pain in silence believing God would anger if they said No, whom the patriarch ate while we took refuge in silence, for we are cowards.

 

 

It’s the First World Ball, come one come all, the dance floor’s open to the fresh air. Haphazard tunes. Down fell the rifle’s barrel. It will be found by a farmer a hundred years hence and he’ll think it a flute. Down fell a young soldier’s teeth with a fragment of butterfly. No one will find it. Down fell a shell on a graveyard and the dead soldiers were slain again. Down fell the dreams of those who thought that they’d come home: little metal scraps with their names engraved on them came home instead. The First World Dance. A city felled by a stray round. Down fell the dancers one and all; one and all the musicians fell. Down fell the bird perched in the tree. Down came the tree. Newton’s apple stayed suspended in mid air. No gravity here, it’s only the mud that pulls at soldiers’ boots. I, sole survivor of this splendid slaughter, I, witness who turned up late, survey the gravestones calmly, my shock at their banality, like her shock at an unexpected visitor. A witness from lands whose sons are not permitted to give witness. A victim visiting victim’s graves.
- Have you come here to benefit from what Western Civilization can teach us, about how to kill the greatest possible quantity of men with the latest devisings of that civilization?
- No.
- Have you come to learn from the experiment in gratuitous death, where six hundred thousand men became fertilizer for the poppies?
- No.
- Have you got to find a new way to recycle soldiers, so they can be reused in other wars?
- No.
- Are you here to learn killing?
- No, I’m here to learn death.

 

 

DAMASCUS

I was going to death when the fighters stopped me. They searched me, found my heart in my possession. Much time had passed since they last saw a heart still with its owner. One cried, He’s still alive! and they decided to sentence me to live. I saw women dressed in white like nurses but flying through the air—the morphine shot taking me to battles of a different kind where trees are blue and the water green as oranges. I saw women in white glaring at me and stepping into the unknown—the morphine shot taking me to all the hallways that lie between Damascus and Stockholm, and I find myself sitting, waiting for the bus, thinking of countries where people die abed, their families around them, where there are no advertisements for Coca Cola or pictures of thin naked women everywhere. I dream I hold a blue moon in my hand and that the road is green, that I drink cold water in July from the balcony of an apartment that overlooks Damascus from Mount Qasyioun, that my heart is with me, that my friends are still alive and we shall meet one evening in Restaurant Normandie then roam the streets of the Old City when our pockets are empty, that I’m indomitable and the poem stands with me against history. I dream of women. God, how I love women. From women I’ve learned more than ever I had from schools, learned more from war than I learned from peace. I can assure you: many soldiers turn into war criminals and many poets into peacetime criminals, and that good news in war is that there’s no bad news, and that war’s losers are the dead on both sides, and that in its infancy war suckles on soldiers’ blood and grills their boots on a low flame when it grows, and that it dies if they live.

 

 

Note 6
I think of Palestine, the country that invented God and so saw millions of souls reaped in His name, land of milk and honey where milk and honey can’t be found, holy land for whose sake we launched holy wars, wherein we met with holy defeats, from which we were cast forth in holy exile, for whose sake dwelt in holy refugee camps and died our holy deaths. I think of it and am haunted by the voice of the sheikh who, whenever I questioned him, would repeat one line from the Quran—Ye who believe, question not those things that might distress thee if made plain—yet still I wonder: Which is further from Earth? Jupiter, or the Two State Solution? Which is closest to my soul? A soldier from my country or one of my enemies’ poets? What was the worst thing Alfred Nobel ever did? Dynamite or the Prize?

 

 

STOCKHOLM

Fine. Now I am in Stockholm, enjoying my comforts in a country that has hosted no wars for two hundred years, where everything takes place in silence—joy, sorrow, madness, even violence takes place in silence—but I, in place of Stockholm Syndrome, caught Damascus Syndrome, and that is another tale that requires another poem to tell because it never was at all. What matters here is that I no longer care about irrelevant details. I still haven’t memorized the number of the bus that runs to your house, but even so I reach you every time and slip into the bed beside you. I no longer remember how your body changed my understanding of locations and directions. To start with, I don’t know just where the house is, exactly. Somewhere on the map. I don’t use GPS when it comes to love. The truth, that it knows its way there better than I do, pains me. I love you with a murderous calm. I fall to you from a towering height, yet slowly, very slowly, as though using the slow motion function. I fall in love with you, just so, like soldiers felled by bullets, falling like prices on the exchange, like apartheid’s walls, like cities under siege.
I remember beginnings. When I ate you in the theatre. When I was lost in you and passers-by pitied me. When an apple tree fell from your bag and we were discovered. When sex was everything and I became hostile as a wall clock in a waiting room.
I haven’t changed the blown bulb in your entryway as I promised I would a year ago, but I have changed my beliefs concerning Western Civilization and, at some point in the future, Inshallah, another woman will change me again.
I slip in beside you and you pretend to sleep, but I smell sex in your nipples’ pertness and know that you’re a liar. A liar and that you want me to take the initiative and devour you, because that would satisfy the orientalist view, the stereotype created by long years of colonialism: of the East in general and of one young Arab in particular. But with all the rank cunning of the Bedouin that dwells inside me, I dash your hopes. I loose my poor lambs to graze before your famished wolf, and I wait and I wait and I wait… The wolf of your desire doesn’t let me down, ripping apart my lambs’ flesh on your white bed that resembles a Swedish desert, of snow. The scent from your breasts reacts with your room’s yellow light and generates drowsiness dioxide. I sweat until the Arabic and Swedish poems run together. I no longer care about irrelevant details. A city in which you do not live is no concern of mine, nor is a nation where you’re not.

 

 

Note 7
The road to Damascus is replete with memories and I am tired, have been since the camp first nursed me on the UN’s dried milk and burdened me with being a refugee. The road to Damascus, which I left in 2008, no longer tempts me. Now I’ve tasted freedom I’m incapable of skulking behind metaphor to save myself from informers.
The road to Ypres is paved with bodies and I am tired, have been since my cousins killed me and left me to be eaten by the birds.
The road to Stockholm is closed by snow.
The road to war is calm. There’s a small rest house there where those headed for the slaughter stop, relax a little, take on water, drink tea and discuss the causes of systematized death. In the morning they continue on, to debate with lead, and I remain, suspended between the contradictions, I, witness who turned up late, martyr who never made it, killer and killed, culprit and victim. I, Red Indian. I, Blue Indian. I, Green Indian. I, Black Palestinian, and this war that lacks a poem to stop the metaphor being stillborn, to stop death from becoming heavy as a bronze heater squatting over the story. Death cannot grant me a homeland and if it could I wouldn’t want it. Ypres was a nightmare that ended a hundred years ago and Damascus is a nightmare happening now, and I hang suspended in Stockholm. The poems I wrote in Damascus were executed by the soldiers, the poems I wrote in Ypres never boarded the plane with me, and the poems that dwell with me in Stockholm suffer a severe deficiency in Vitamin D.

 

 

YPRES

War behind the door.

 

 

DAMASCUS

At three a.m. rockets carrying Sarin gas fall in many places through Damascus’s densely populated suburbs. Eyes narrow, vision widens, children’s bodies quake in orderly fashion, quake violently, an earthquake of a different kind where the houses are unmoved and the bodies tremble. It is a moral quake that afflicts this world.

 

 

STOCKHOLM

The city is calm.

 

 

Translated from Arabic by Robin Moger.