Nobody Nowhere

Niemand Nirgendwo

Milena Michiko Flašar

Milena Michiko Flašar

Milena Michiko Flašar (St. Pölten, 1980) studied comparative literature, Germanic and Roman languages at the University of Vienna, and taught German to non-native speakers. After several successful publications in a variety of literary magazines, she made her debut in 2008 with the collection Ich bin (I am). This volume includes three short stories about love and parting.

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Niemand Nirgendwo

From the withered tree
a flower blooms.
(Zen-Spruch)

Es gibt ein Foto von mir. In Oostende. Ich bin an die zwei, höchstens drei Jahre alt. Ein lila Punkt vor einem zerrissenen Septemberhimmel. Rechts und links schlägt das Meer. Irgendwo steht mein Vater. Ich sehe seine abgeschnittenen Füße im Sand. Grau und Weiß, das sind die Farben, an die ich mich noch heute – nach wie vielen Jahren? – erinnern kann. Das Rot meiner Strümpfe leuchtet grell gegen den erlöschenden Horizont.

Ich bin gekommen, um mich einer unbekannten Größe auszuliefern und das ist gültig für damals und jetzt. Was sich geändert hat, ist alleine die Freiwilligkeit, aber selbst die erscheint fragwürdig angesichts der Zwänge, die mich dazu gebracht haben, gestern Abend in ein kleines Flugzeug zu steigen. Jeder Mensch, den ich kenne, ist tot oder sonstwie gestorben und auch ich bewege mich nur mehr am Rande eines Lebens, das sehr bald schon vergeht. Ein Monat noch bleibt mir. Wenn ich Pech habe, zwei. Die Krankheit, an der ich leide, ist höchst ungenau. Sie frisst sich durch mein Inneres und macht, dass ich zu einer bloßen Hülle werde. Nur manchmal, wenn ich leise bin, höre ich mein Herz. Es schlägt entschlossen und wild.

Die Entscheidung, hierher, an einen dieser äußersten Orte des europäischen Festlands, zu kommen, kam kurz nach meinem letzten Arztbesuch. Mit einem atemlosen Finger fuhr ich die Landkarte über meinem Schreibtisch ab. Bei Oostende blieb ich stehen und wäre beinahe wieder weitergefahren. An der Metapher aber bin ich hängen geblieben und das Foto hat sie für mich endgültig lebendig gemacht. Das Ende ist mehr ein Anfang, dachte ich. Auch wenn die Hoffnung mich vielleicht täuscht. Mein Gepäck wenigstens ist leicht. Nur eine Tasche mit abgewetztem Griff! Und  natürlich: Ein zerbeulter Regenschirm! Ich muss Acht haben, dass ich ihn nirgendwo liegen lasse.

In meinem Leben habe ich schon etliche Regenschirme verlegt.

Das Wichtigste jedoch ist die Liste. Ich habe sie geschrieben, um meiner Reise einen Sinn zu geben. Es ist eine Liste von fünf Dingen, die ich in Oostende tun möchte. Aber ich weiß nicht, ob ich den nötigen Mut dazu finden werde. Einem fremden Menschen meine Geschichte erzählen, steht da. Ihm sagen, dass er sie nicht für mich bewahren soll. Staunend erkenne ich meine eckige Schrift und zweifle dennoch daran, ob ich das jemals geschrieben habe. Neuerdings ertappe ich mich immer öfter dabei aus dem Rahmen zu fallen.

Wo ist dieser Fremde? Ich stehe in der Vlaanderenstraat vor dem Haus Nummer 27 und überlege, ob ich hineingehen soll. In meinem Reiseführer habe ich gelesen, dass es die letzte Wohnstätte von James Ensor, dem Maler der Masken, war und schon war ich bereit anzunehmen, dass es demnach der perfekte Ort sein müsste, um mich vor einem anderen zu demaskieren. Als ich den Eintritt passiere, bekomme ich es aber mit der Angst zu tun. Was wenn ich wirklich jenem Anderen begegnete? Und was wenn ich mich wirklich vor ihm entblößte? Ich mache auf dem Absatz kehrt, ohne mich näher umzusehen, und lasse einen ungläubigen Kassier zurück. Der Ausdruck auf seinem Gesicht erinnert mich an mein eigenes Befremden über mich selbst.

Also weiter, befehle ich mir. Und bitte etwas Einfacheres! Einem fremden Menschen, lese ich, ohne sein Wissen die Zeche bezahlen. Ich weiß selbst nicht, wie ich darauf gekommen bin. Die Medikamente, die ich nehme, haben mich vielleicht schon ganz dumm gemacht. Sie versorgen meine Lebensorgane, ohne dass ich selbst viel dazutun müsste und ich kann spüren, wie sie meine Kehle entlang und in meinen heimlichen Leib hinein rutschen. An jedem Morgen bin ich überrascht, dass ich noch in einem Körper bin. Manchmal schwebe ich und meine Augen sind Sterne. Die große Finsternis verschluckt ihr Licht und ich suche – erblindet – den Himmel nach ihnen ab. Durch das Fenster blinkt ein Gestirn und ich habe Sehnsucht nach seinem fernen Zuhause.

In der Nähe des Hafens finde ich nach einigen Umwegen eine versoffene Kneipe. An der Bar lehnt – wie für mich hingestellt – ein Mann, Mitte dreißig, in Cowboystiefeln. Sein Nacken atmet schwer und gebeugt. 'Floryk', ruft jemand. Das muss er sein. Denn er hebt sein Gesicht von dem Glas, in dem er beinahe ertrunken wäre. Ein anderer lacht. Er spricht zurück. Seine Zähne sind schief und gelb. Die blonden Haare hängen ihm in öligen Strähnen über ein stoppeliges Kinn und ich empfinde eine große Scheu vor ihm. Von ihm gesehen zu werden, will ich unbedingt vermeiden. Ich bestelle ein Bier und verstecke mich hinter einem breiteren Rücken. Mein Herz pocht jetzt laut und unbeherrscht. Ich bin kurz davor, wegzulaufen und alles abzubrechen.

Warum ist es so schwierig, einem Fremden zu begegnen? Warum verbirgt man sein Gesicht vor ihm? Warum spürt man eine Scham? Und warum verdammt man sich zu dieser Einsamkeit? Es lohnt sich, solche Fragen zu stellen. Auch wenn die Antworten, die man geben kann, nur höchst unzureichend sind. Ich meine, man lebt doch nur einmal. Oder nicht? Und gerade ich habe nichts zu verlieren. Ich könnte hingehen, mich theatralisch vor die Theke stellen und eine grobe Peinlichkeit rufen. Zusehen, wie die Kiefer – einer nach dem anderen – nach unten klappten, und hernach hinauslaufen in eine sternenklare Nacht. Wenn nötig Prügel einstecken. Wenn nötig auf dem Straßenpflaster liegen. Ja, ich könnte schon heute – wenn ich es wollte – durch die Hand eines anderen oder meine eigene sterben. Aber es nützt nichts, sich die Freiheit bloß vorzustellen. Ich werde unfreier mit jedem Tag, der verstreicht. Ich verstricke mich in meinen (Un)Tiefen und bin nach wie vor nicht in der Lage mich darüber neu zu erfinden. Das Ich, das ich hierher gebracht habe, ist so eng wie eine Haut, die mir nicht gehört.

Floryk hat sich wieder über sein Glas gebeugt. Ich kann nicht erraten, über welchen Gedanken er brütet. Allein sein Nacken, der schwitzt, erzählt mir eine ungefähre Geschichte. Vielleicht hat er seine Arbeit verloren. Oder Frau und Kind. Vielleicht ist er traurig. Oder aber auch nur gelangweilt. Ich verstehe die Wörter nicht, die er ab und an murmelt. Aber ich bilde mir ein, dass das Flämische keine glückliche Sprache ist. Es klingt wie aus einer anderen längst vergangenen Zeit, in der man etwas Bedeutsames verloren hat: Weich und rau zugleich. Ich beeile mich auf einen der fleckigen Bierdeckel eine Nachricht zu kritzeln. Für Floryk, schreibe ich und lege 50 Euro dazu. Ich weiß nicht, wie viel er heute noch trinken wird. Seinem Nacken nach zu schließen aber wird es eine lange Nacht, an deren Ende er sich nicht mehr an mich erinnern wird. Sein Blick hat mich höchstens drei Sekunden lang gestreift. Schon bin ich aufgestanden. Schon stehe ich draußen. Mit eiligen Schritten entferne ich mich von einem Schicksal, das mich nichts angeht und bin erschrocken, wie geübt ich darin bin. Die Luft ist jetzt feucht und es hat kaum merklich zu nieseln begonnen. Ich laufe mit hoch aufgeschlagenem Kragen und bin penibelst darauf bedacht, nicht verdächtig zu wirken. Noch nach dem dritten Häuserblock habe ich Panik, dass mich jemand zur Rede stellen könnte. Meine Tat, wenn sie denn eine war, erscheint mir selbst als ein sinnloses Verbrechen. 50 Euro für einen Fremden. Ich meine, das ist beinahe eine Beleidigung.

Drei Tage sind vergangen und immer noch regnet es. Ich habe es sorgsam unterlassen, seit jenem Abend wieder auf die schon knittrig gewordene Liste zu schauen. Zu kompliziert sind meine Gefühle. Die Unschuld, mit der ich geboren wurde, hat sich schon in den frühesten Jahren meiner Kindheit in eine Schuld verwandelt und das Foto, das ich in meinen Händen drehe, ist das letzte und allerletzte Zeugnis von ihr. Es ist ein schönes Foto. Eines, in das ich gerne zurücktauchen würde. Wieder klein sein! Wieder ein Punkt! Wieder so bar jeder Schwierigkeit! Ich kann kaum glauben, dass ich jemals ein Kind gewesen bin. Im Spiegel suche ich nach seinen verloren gegangenen Zügen und entdecke nichts, was ihm ähnlich ist. Es sei denn ein Schimmer, der schnell wieder verblasst. Zu vieles habe ich seither gesehen. Zu vieles habe ich nicht gesehen und ich denke jetzt oft, dass es mein Blick war, der zuallererst krank geworden ist. Der Körper ist ihm lediglich nachgefolgt. Aber das war später, viel später. Nach allen möglichen Stürzen. Als ich ihn schließlich dem Arzt übergab, war er schon ganz ausgehöhlt. Das Zimmer, in dem ich mich hier einquartiert habe, gleicht ihm in der Art, wie die Möbel darin abgenutzt sind. Das Sofa, auf dem ich sitze, müsste einmal neu bezogen werden. Die Federn quietschen, sobald ich mich bewege.

Ich würde gerne jemanden anrufen und ihm sagen, dass es mich noch gibt. Eine vertraute Stimme am anderen Ende der Leitung würde mich jetzt ungemein trösten. Ich stelle mir vor, dass sie mich über alle Entfernung hinweg anrühren würde wie eine Hand, die sich auf eine fiebrige Stirn niederlegt. Ich habe Sehnsucht nach einer Berührung. Und Sehnsucht nach einem Menschen, der sie gewährt. Eine fremde Nummer wählen und ins Telefon weinen. Ist das nicht einer jener Punkte, die ich notiert habe? Im Nachtkästchen neben dem Bett finde ich ein gelbes Telefonbuch und ich lese die Namen, die unter dem Buchstaben N gelistet sind. Nicht irgendeiner soll es sein, der mich weinen hört. Es soll jemand sein, dessen Klang mich wie auch immer mit ihm verbindet. Sowie Nymandt, etwa. Aber das ist, sehe ich, kein gebräuchlicher Name. Dafür finde ich unter H einen Hendrickx. Das X am Ende fordert mich auf. Ich male ein Kreuz dazu und nehme den Hörer in die Hand. 36.78.95. Es klingelt. Ein leises Knacksen. Der AB ist an. Ich lege auf. Nur um es gleich wieder und noch einmal zu versuchen. 36.78.95. Wieder dasselbe. Niemand da. Die Tränen aber kommen dieses Mal fast von allein. Ich stehe in einem schäbigen Zimmer und weine auf den Anrufbeantworter eines Fremden. Ein ganzes Band schluchze ich ihm voll. Als ich den Hörer wieder auf die Gabel lege, bin ich einsamer denn je.

Und nun? Der Gedanke, dass ich spätestens heute Abend, wenn Hendrickx von der Arbeit kommt, zehn Minuten lang in seinem Wohnzimmer heulen werde, hat eine erschreckende Gewalt über mich bekommen. Er wird denken, dass ein guter Freund. Oder vielleicht sogar ein Verwandter. Und er wird Fragen stellen, ganz gewiss. In seinem Adressbuch blättern und nicht herausfinden können, wer es gewesen ist. Bei einem Glas Stella wird er darüber sprechen und sich den Kopf zerbrechen dabei. Oder – wer weiß es? – womöglich innehalten. Um selbst auch zu weinen. In seinem ganzen Leben ist ihm so etwas noch nicht passiert und es wird ihm aller Wahrscheinlichkeit nach auch nie wieder passieren. Die Chancen auf eine Wiederholung stehen schlecht. Dabei soll es Zufälle geben, die weit verworrener sind und die niemand erklären kann. Kein Mensch hat eine Ahnung, wie sie entstehen oder wozu sie gemacht sind. In der Koinzidenz liegt ein Geheimnis, das auf etwas Größeres als sich selbst verweist. Ein Menschenleben, zum Beispiel.

Zwei Dinge also habe ich schon abgehakt. Drei stehen noch an und von den dreien ist das erste das schwierigste. Ich gehe durch eine Stadt, in der ich schon einmal gewesen bin und probiere erst gar nicht, hier heimisch zu werden. In den Straßen ist ein trübsandiges Licht und ich gehe bis an ihr hinterstes Ende. Genau dort, wo sie aufhören, aber münden sie in eine nächste und so fort. Es ist ein unendliches Netz aus Kreuzungen und selbst die Sackgassen scheinen noch irgendwohin zu führen. Oostende war vielleicht nicht die richtige Wahl. Aber es ist zu spät, um es woanders und von vorne zu versuchen oder es womöglich noch besser zu machen. Im Leopoldpark krümme ich mich vor einem Schmerz, der sich nicht wiedergutmachen lässt. Ich greife mir an die Gedärme und bin nahe daran aufzuschreien. Aber da hat mich schon jemand am Arm gepackt. Sagt – ich weiß nicht, welches Wort. Stützt mich. Setzt mich sanft auf eine Bank. Sieht mich an aus blauen Augen. Geht fort. Kommt wieder. Mit einem Becher voll Wasser bis zum Rand.‘Hendrickx?’ frage ich. Nein, er schüttelt den Kopf. ‘Verhoeven,’ sagt er und ich verstehe mit Absicht Verhoeren, nur um im selben Moment ganz stumm zu werden. Das ist der Fremde, der mich verhören soll und vor dem ich noch vor ein paar Tagen davongelaufen bin. Ich bin jetzt fast sicher, dass es derselbe ist, dem ich, wenn ich nur mutig gewesen wäre, im James-Ensor-Haus begegnet wäre und ich bin dankbar für diese neue Möglichkeit. ‘Deutsch?’ flüstere ich. Ja, er nickt. Über unseren Köpfen blüht ein Baum und ich glaube zu hören, wie eine der Knospen platzt.

Er heißt Jan, ist 20 Jahre alt und in Oostende sei er nur zu Besuch. ‘Ein Durchreisender,’ sagt er und hält mir den Becher an den Mund. Ich trinke gierig aus seinen Händen und bin froh, dass er schon morgen nicht mehr hier sein wird. Nun gilt es schnell zu sein, denn die Zeit – soviel weiß ich – ist gegen mich. ‘Bitte warten Sie,’ sage ich. ‘Nur eine kleine Weile.’ Und was danach kommt, ist ein gepresstes Geständnis. Ich spreche hastig und abgehackt. Die Sätze kommen unverbunden – einer nach dem anderen – aus mir heraus. Jan aber ist ein geduldiger Zuhörer und er unterbricht mich auch dort nicht, wo es unverständlich wird. Wir sitzen auf einer Bank in einem blühenden Park und ein Dritter könnte uns ohne Bedenken für Familie halten.

Erst als ich fertig bin, wird mir bewusst, dass ich Jan erst seit knapp einer dreiviertel Stunde kenne. Ich habe ihm alles erzählt, was mir in dieser kurzen Zeit einfallen wollte und habe mich bemüht, selbst das Geringfügigste darin nicht auszulassen. ‘Warum?’ fragt er mich noch. ‘Warum gerade ich?’ Ich will sagen: Damit Sie mich vergessen. Und sage dann doch eine belanglose Kleinigkeit. Ohnehin ist er jung und daher naturgemäß nachlässig. Heute oder morgen wird er mit meiner Geschichte in einen Zug einsteigen und in eine nicht näher verortbare Richtung davonfahren. Die Landschaft, durch die er tuckert, wird sich vor seinen Augen in ein unbestimmbares Nichts verwischen und wenn er ankommt, wird es nur mehr eine blasse Erinnerung sein. Im Leopoldpark in Oostende bin ich einst vor langer, langer Zeit einem Mann begegnet. Diesen Satz wird er vielleicht einmal seinen Kindern sagen. Der große Rest aber bleibt verschollen. Denn was er jetzt noch nicht weiß, ist, dass seine eigene Geschichte die meine zur Gänze auslöschen wird. Er wird über sich sprechen, wenn er glaubt, es über mich zu tun. Und am Ende wird keiner mehr sagen können, wer eigentlich von wem und was ausgeliehen hat. Ich schaue ihm nach, wie er hinter den Büschen verschwindet. Seine schmale Gestalt ist schon gar nicht mehr sichtbar. Der scharfe Schmerz, der mich zu ihm gebracht hat, ist aber geblieben und ich sitze noch lange, nachdem er gegangen ist und sehe den Bäumen beim Wachsen zu. In den Ästen hat sich ein windiges Danke verfangen.

Am nächsten Morgen gehe ich auf den Wapenplein, wo man an jedem Sonntagvormittag Blumen verkauft. Es riecht nach Frühling und leichten Gefühlen. Zum ersten Mal seit meiner Ankunft habe ich Lust, hundert Jahre alt zu werden. Ich meine, an Tagen wie diesen ist die Welt kein schlechter Ort. Nur dass ein solcher Tag nur alle Jahre einmal vorkommt. In meiner Jackentasche kann ich die Liste spüren und wenn ich die Augen schließe, kann ich sie leuchten sehen. Drei durchgestrichene Sätze. Und zwei, die noch ausständig sind. Einer fremden Frau einen Strauß hellroter Tulpen schenken. Ach, was habe ich mir dabei gedacht? Die erste und letzte Frau, mit der ich zu tun hatte, liegt schon seit Jahren unter einem moosbewachsenen Grabstein und das Ende – das muss ich irgendwo einmal gelesen haben – haben wir beide nicht gut überstanden. Mir fällt ein, dass ich Jan - sowie von so vielem - nichts davon erzählt habe. Mein Geständnis war demnach nur ein Pseudo-Geständnis und ich sehe ein, dass es nicht möglich ist, sich jemand anderem mit-zu-teilen. Und wenn doch, dann nur lückenhaft. Wenn ich es genau nehme, habe ich es auch damals schon nicht gekonnt. 'Wer bist du?', fragte mich Erika, kurz bevor sie starb. Als ich endlich die Lippen bewegte, war sie schweigend hinübergegangen. Es war aber gut, dass sie die Antwort nicht mehr hörte. Ohnehin hätte sie sie nicht verschont.

Aber die Frau dort! Sie sieht aus, als ob ihr schon lange niemand einen Blumenstrauß mehr geschenkt hätte. Für ein paar Münzen bekomme ich zehn spitz gewachsene Tulpen. Das Papier, in das sie gewickelt sind, wird ganz nass in meinen Händen, so sehr schwitze ich in meiner engen Haut. Für einen Augenblick bin ich wieder sechzehn und pickelig. Meine Stimme überschlägt sich und ich bringe auch sonst kaum ein kluges Wort heraus. ‘Erika,’ sage ich. Sie lächelt mich an. Ich weiß noch genau, sie trug ein blaugrünes Kleid. Von irgendwoher kam ein warmer Hauch und löste ihr Haar. Wir konnten nicht wissen, dass in unsern Adern das Blut von Totgeweihten rauschte. So gerne täuschten wir uns darüber hinweg. Wir waren merkwürdig alterslos und hatten keine Ahnung von unseren späteren Gebrechlichkeiten. Das ewige Leben, von dem wir träumten, hat sich noch vor seiner Zeit zerkrümelt.

Die Frau dort aber hat keine Ähnlichkeit mit Erika und gerade diese Unähnlichkeit macht mir Mut. Fünf Schritte noch trennen mich von ihr. Mein Gang ist langsam, fast bleibe ich stehen. Die Menschenmenge ist auf seltsame Art und Weise von mir abgerückt. Man geht mir aus dem Weg wie um mir Platz zu machen. ‘Goedendag, Madam,’ höre ich mich wie aus weiter, weiter Ferne und werde rot wie die Blumen in meiner Hand. Es ist heiß. Von da an weiß ich nichts mehr. Nur dass ich irgendwann um halb fünf in einem fremden Zimmer erwache. Ich bin nackt. Oder wenigstens nur spärlich bekleidet. Mein Gewand liegt gefaltet neben dem Bett. Alles ist weiß und blendet mich. Wo bin ich? frage ich mich und begreife schon im nächsten Moment, dass ich in einem Krankenzimmer liege. Man hat mich angebunden an allerlei Schläuche und um mich surren die Maschinen. ‘Sie sind gestürzt,’ sagt eine Frau und ich versuche erfolglos sie wiederzuerkennen. ‘Sie sind gestürzt,’ wiederholt sie und notiert mit krakeliger Schrift zwei, drei Wörter. ‘Herr Frentzen?’ ‘Ja, das bin ich.’ ‘In Ihrem Zustand sollten Sie nicht mehr nach draußen gehen.’ ‘Aber…’ ‘Sie wissen genau, was ich meine.’ ‘Aber…’ ‘Nein! Sie bleiben jetzt liegen.’ Das Zimmer hat sich zu drehen begonnen. Die Wände sind fortgerutscht. ‘Ich mag nicht sterben. Nicht so allein. Bitte verstehen Sie mich doch. Ich muss wissen, was mit meinen Blumen geschehen ist. Ich muss wissen, ob sie…’ ‘Bitte regen Sie sich nicht auf.’ Zwei starke Hände drücken mich auf das Bett zurück und das Gewicht, mit dem sie mich niederhalten, erstickt wenigstens für heute meinen letzten möglichen Widerstand.

Wie lange dauert es, bis mein Herz aufhört zu schlagen? Ich betrachte mich von oben bis unten und empfinde zum ersten Mal seit langem ein vages Mitgefühl mit meinem Körper. Der Bauchdeckel hebt und senkt sich. Mein Atem geht flach und zugleich schwer. Auf der Bettdecke sehe ich meinen linken Zeigefinger zucken und es ist, als ob er gar nicht zu mir gehörte. Auf eine Art ist er abgetrennt und trotzdem weiß ich, dass er der meine ist. Genau so, denke ich, wäre ich gerne den Menschen begegnet. So fremd. So vertraut. Aber immer war es wie eine Wand zwischen hüben und drüben. Man kann sehen, dass sie nur eine Attrappe ist und man kann sehen, dass man sie mit einer kleinen, aber entscheidenden Bewegung zum Einstürzen bringen könnte. Doch irgendwann – an einem Tag im September – hat man begonnen sie wahrzunehmen, das heißt sie für wahr zu nehmen und man verschanzt sich dann gerne und hört auf, auf die andere Seite zu wollen. Dabei versäumt man ein unmenschliches Glück. Und das ist weit schlimmer als ein verloren gegangener Regenschirm. Ich empfinde einen Verlust, den ich mit nichts vergleichen kann. Wenn ich es nur einmal schaffte, aus meiner Haut heraus und in die eines anderen zu schlüpfen. Ich meine, ich könnte dann sterben ohne den üblichen Geschmack von Reue im Mund.

Die Ärztin versteht mich nicht. Sie ist empört, dass ich mich nicht fügen möchte. Sie hält mir einen langen Vortrag über Vernunft und Unvernunft und schickt mich mit Warnungen fort, die ich so schon längst von mir selber kenne. Sie meint es gut, denke ich noch, als sie mir ein bitteres 'Tot ziens' nachruft. Das bedeutet Auf Wiedersehen und erinnert mich an den letzten aller Punkte, die es noch zu erledigen gilt.

Einen fremden Menschen umarmen und ihm Lebewohl sagen. Plötzlich wäre es mir lieber gewesen, in einem kalten Krankenzimmer zu liegen. Der Name an meinem Bettende wäre das einzige, was mich wirklich machte und man brächte mir jeden Tag pünktlich ein vorgefertigtes Essen, das mich darüber hinwegtäuschen soll, dass ich in den Augen der Welt nichts mehr zähle. Ich bin eine Nummer geworden. Der 6.968.573.869ste Mensch auf der Erde. Sobald ich gestorben bin, werden tausend, nein abertausend andere geboren und mein Tod wird nicht mehr als eine Gleichung gewesen sein. Was will ich beweisen? Und wem? Was habe ich auf mich genommen? Niemand wird diese Zeilen finden. Niemand wird sagen, dass sie nicht umsonst gewesen sind. Ich bin kein Held, der zu posthumem Ruhm gelangt. Meine Existenz begründet sich auf unzähligen Kleinigkeiten. Nichts Großes habe ich dann oder wann zu Stande gebracht. Ich bin ein Prototyp. Nichts sonst. Auf jeden Fall keiner, über den man länger als fünf Minuten reden oder schweigen wird. Mein Begräbnis stelle ich mir als eine rein geschäftsmäßige Angelegenheit vor, bei der es nur darum geht, ein Stück Fleisch zu entsorgen.

Ich gehe an den Strand spazieren. Hier weht ein feinkörniger Wind. Als ich mich umdrehe, sehe ich, dass ich Spuren hinterlasse. Überall sehe ich jetzt, sind Abdrücke. Kreuz und quer. Von Menschen und Tieren. Bei einem der kleinsten bleibe ich stehen. Ein Baby. Ja, natürlich! Ich müsste ein Baby umarmen. Ein Baby kann man umarmen, ohne aufzufallen. Es ist selbstverständlich, dass man ihm eine Zärtlichkeit entgegenbringt und niemand findet es komisch, wenn man ihm in die Wangen kneift. Ein paar Meter weiter sehe ich eine Mutter mit ihrem Kind im Arm und ich nehme mir vor, dieses Mal keine Umstände zu machen. Ohne Abkürzung gehe ich auf sie zu und – bin auf einmal wieder drei Jahre alt. Ein Punkt vor einem zerrissenen Himmel. Rechts und links schlagen die Wellen. Irgendwo steht ein abgeschnittener Vater im Sand. Und Gott – er ist zornig. Er rast auf mich zu. Er schlägt mir die Lippen wund. Das Rot meines Blutes leuchtet grell gegen den erloschenen Horizont. Ich sei ein Scheißkerl. So viel kann ich ohne Kenntnis der Sprache verstehen. Ein Greis, der sich an unschuldigen Kindern vergreift. ‘Lebewohl!’ rufe ich noch, als die drei nicht mehr da sind. Wenigstens das soll mir gelingen. Die Liste habe ich vor mich auf die feuchte Erde gelegt und eins-zwei-drei träufelt es auf das grauweiße Papier. Was bleibt zu tun? Ich stelle die Frage endlich GANZ ohne die Hoffnung auf eine Antwort. Das Wort, das ich mit meinem Zeigefinger in die Dünen male, macht keinen Sinn außer den, den ihm ein anderer im Vorübergehen geben will. Liebe, schreibe ich. Das kann ein Nomen sein. Ein Verb in der ersten Person Singular. Oder ein Imperativ. Ich setze ein Rufzeichen dazu. Aus einer zerbrochenen Muschel. Nichts bleibt. Nichts währt ewig. Meine Kraft reicht gerade noch aus für ein üppiges Abendmahl im Hotel. Garnaalkroketten mit Salat. Und danach noch ein Gang über die Treppe hinauf in den zweiten Stock. Der Portier hat mir – ohne Bedenken – den Schlüssel ausgehändigt. Sein Lächeln ist freundlich, wiewohl unverbindlich. Er hat gefragt, wie es mir geht und wünscht mir, ohne abzuwarten, eine Gute Nacht. Ich trete ein in ein Zimmer, in dem ein quietschendes Sofa steht. Ich mache die Vorhänge zu, weil die Lichter der Stadt. Und die Sterne. Und die Finsternis. Aus meiner Tasche nehme ich ein Beutelchen. Aus dem Beutelchen nehme ich ein Päckchen. Aus dem Päckchen nehme ich ein Fläschchen. Aus dem Fläschchen nehme ich ein Tröpfchen. Und noch eins. Und noch eins. Und noch eins. Bis ich – ja, bis ich zurückgetaucht bin. Oder täusche ich mich? Ein Monat mehr oder weniger! Was macht das schon aus. Der Totenschein, den man mir ausstellen wird, wird einen Stempel tragen. Oostende, steht darauf, 29. April. Und ich kann beim besten Willen nicht sagen, dass ich mir ein anderes Ende als eben dieses wünschen würde. Ich meine, nichts kann mir mehr dazwischen kommen. Es sei denn – mir wird schwarz. Und schwärzer noch als schwarz. Das ist die letzte aller Farben, an die ich mich – nach wie vielen Ewigkeiten? – noch erinnern werde. Alles Übrige geht fort und hat keinen Bestand.

Oostende, 29. April 20XX

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Niemand Nergens

From the withered tree
a flower blooms.
(zenspreuk)

Er is een foto van mij. In Oostende. Ik ben twee, hooguit drie jaar oud. Een lila stip tegen een verscheurde septemberlucht. Rechts en links klotst de zee. Ergens staat mijn vader. Ik zie zijn afgesneden voeten in het zand. Grijs en wit, dat zijn de kleuren die ik me vandaag nog – na hoeveel jaren? – herinner. Het rood van mijn kousen steekt schril af tegen de vervagende horizon.

Ik ben hierheen gekomen om me aan een onbekende grootheid over te leveren en dat is nu niet anders dan toen. Wat wel anders is, is dat het gebeurt uit vrije wil, al lijkt ook dat twijfelachtig gelet op de dwang waaronder ik gisteravond in een klein vliegtuig ben gestapt. Iedereen die ik ken is dood of aan het afsterven en ook ik beweeg me nog slechts aan de rand van een leven dat weldra al voorbij zal zijn. Een maand rest me nog. Als ik pech heb twee. De ziekte waar ik aan lijd, is uitermate onnauwkeurig. Ze vreet zich door mijn binnenste en maakt van mij een leeg omhulsel. Slechts af en toe, als ik stil ben, hoor ik mijn hart. Het klopt resoluut en wild.

De beslissing om hierheen, naar Oostende, te komen, kwam kort na mijn laatste doktersbezoek. Met een ademloze vinger gleed ik over de landkaart boven mijn schrijftafel. Ik stopte bij dit eindpunt aan de rand van het Europese vasteland en bijna was ik verder gereisd. Maar door het beeld bleef ik haken, en de foto bracht het voorgoed tot leven. Het eindpunt is meer een beginpunt, dacht ik. Ook al bedriegt de hoop me misschien. Minstens mijn bagage is licht. Slechts één tas met versleten oor! En natuurlijk: een gedeukte paraplu! Ik moet opletten dat ik die nergens laat slingeren.

Ik heb in mijn leven al ettelijke paraplu’s zoekgemaakt.

Het belangrijkste echter is het lijstje. Ik heb het gemaakt om mijn reis zin te geven. Het is een lijstje met vijf dingen die ik in Oostende wil doen. Maar ik weet niet of ik er de nodige moed toe zal vinden. Mijn verhaal vertellen aan een onbekende, staat er. Hem zeggen dat hij het niet voor mij hoeft te bewaren. Vol verbazing herken ik mijn hoekige handschrift en toch twijfel ik eraan of ik dat ooit heb geschreven. De laatste tijd betrap ik me er steeds vaker op dat ik uit de toon val.

Waar is die onbekende? Ik sta in de Vlaanderenstraat voor huisnummer 27 en vraag me af of ik naar binnen moet gaan. In mijn reisgids heb ik gelezen dat dit de laatste woonplaats was van James Ensor, de schilder van de maskers, en ik ging er voetstoots vanuit dat het bijgevolg de perfecte plek moest zijn om voor iemand anders mijn masker af te nemen. Maar eenmaal binnen word ik overmand door angst. Wat als ik die ander echt tegenkom? En wat als ik me echt aan hem blootgeef? Ik maak rechtsomkeert zonder verder rond te kijken, en laat een verbaasde kassier achter. Zijn gezichtsuitdrukking doet me denken aan mijn bevreemding over mezelf.

Verder dus, spreek ik mezelf toe. En graag iets makkelijkers! In een café de rekening betalen van een onbekende zonder dat hij dat merkt, lees ik. Ik weet zelf niet hoe ik daarop ben gekomen. Misschien ben ik van de medicijnen die ik neem al helemaal gek geworden. Ze verzorgen mijn vitale organen zonder dat ik daar zelf veel aan moet doen en ik voel hoe ze door mijn keel mijn vertrouwde lijf binnenglijden. Elke ochtend weer ben ik verrast dat ik nog in een lichaam zit. Soms zweef ik en mijn ogen zijn sterren. De grote duisternis slokt het licht ervan op en ik speur verblind de hemel ernaar af. Door het raam schittert een ster en ik hunker naar zijn verre thuis.

In de buurt van de haven stoot ik na wat omwegen op een verzopen kroeg. Aan de bar leunt – alsof hij daar voor mij is neergepoot – een man, halverwege de dertig, met cowboylaarzen. Zijn nek ademt zwaar en gebroken. ‘Floryk,’ roept iemand. Dat moet hij zijn. Want hij heft zijn gezicht op van het glas waarin hij bijna was verdronken. Iemand anders lacht. Hij antwoordt. Zijn tanden zijn scheef en geel. Zijn blonde haar hangt in vettige slierten over zijn stoppelige kin en ik voel me erg beschroomd voor hem. Ik wil absoluut vermijden dat hij me ziet. Ik bestel een biertje en verschuil me achter een bredere rug. Mijn hart klopt nu luid en onbeheerst. Ik sta op het punt om weg te lopen en er de brui aan te geven.

Waarom is een onbekende ontmoeten zo moeilijk? Waarom verbergen we ons gezicht voor hem? Waarom voelen we ons beschaamd? En waarom veroordelen we ons tot deze eenzaamheid? Zinvolle vragen. Ook al zijn de mogelijke antwoorden hoogst ontoereikend. Ik bedoel, we leven toch maar één keer. Of niet? En juist ik heb niets te verliezen. Ik zou op hem af kunnen stappen, me theatraal voor de toog posteren en iets bijzonder gênants roepen. Zien hoe de monden – de ene na de andere – openvallen, en vervolgens naar buiten rennen, de heldere nacht in. Desgevallend een pak slaag incasseren. Desgevallend op de straatstenen liggen. Ja, als ik dat wilde, kon ik vandaag al door andermans hand of mijn eigen hand sterven. Maar het heeft geen zin me die vrijheid alleen maar voor te stellen. Ik word onvrijer met het verstrijken van de dagen. Ik raak verstrikt in mijn eigen diepten en ondiepten en ben net als vroeger niet bij machte om mij opnieuw uit te vinden. Het ik dat ik hierheen heb gebracht omhult me zo nauw als een huid die niet van mij is.

Floryk heeft zich weer over zijn glas gebogen. Ik heb er het raden naar waarover hij zit te peinzen. Alleen zijn zwetende nek vertelt me een vaag verhaal. Misschien is hij zijn baan kwijt. Of vrouw en kind. Misschien is hij verdrietig. Of alleen maar verveeld. De woorden die hij af en toe mompelt begrijp ik niet. Maar ik stel me voor dat het Vlaams geen gelukkige taal is. Het klinkt alsof het stamt uit een lang vervlogen tijd waarin men iets belangrijks is kwijtgeraakt: zacht en rauw tegelijk. Inderhaast krabbel ik een boodschap op een van de vlekkerige bierviltjes. Voor Floryk, schrijf ik en ik leg er 50 euro bij. Ik heb geen idee hoeveel hij vandaag nog zal drinken. Maar afgaand op zijn nek wordt het een lange nacht en aan het einde daarvan zal hij zich mij niet meer herinneren. Zijn blik heeft hooguit drie seconden op mij gerust. Ik ben al opgestaan. Ik ben al buiten. Met gehaaste tred verwijder ik me van een lot dat me niets aangaat en ik schrik ervan hoe geoefend ik daarin ben. De lucht is vochtig nu en het is nauwelijks merkbaar beginnen miezeren. Ik loop met hoog opgezette kraag en ben er bijzonder op bedacht geen argwaan te wekken. Drie huizenblokken verder heb ik nog altijd schrik dat iemand me ter verantwoording zou roepen. Mijn daad, als het er al een was, lijkt mij een zinloze misdaad. 50 euro voor een onbekende. Ik bedoel, dat is haast een belediging.

We zijn nu drie dagen verder en het regent nog altijd. Sinds die bewuste avond heb ik angstvallig vermeden weer een blik te werpen op het al beduimelde lijstje. Mijn gevoelens zijn te complex. De onschuld die ik had bij mijn geboorte is tot schuld verworden in mijn vroegste kinderjaren en de foto die ik om en om draai in mijn handen is daar het allerlaatste getuigenis van. Het is een mooie foto. Een foto waar ik graag in zou terugduiken. Opnieuw klein zijn! Opnieuw een stip! Opnieuw zo onbezwaard! Ik kan nauwelijks geloven dat ik ooit een kind was. In de spiegel zoek ik naar de verloren gegane gelaatstrekken van dat kind en vind niets wat erop lijkt. Behalve dan een zweem die snel weer verdwijnt. Te veel heb ik sinds die tijd gezien. Te veel heb ik niet gezien en ik denk tegenwoordig vaak dat het mijn blik was die als eerste ziek is geworden. Mijn lichaam is alleen maar gevolgd. Maar dat was later, veel later. Na alle mogelijke instortingen. Toen ik het uiteindelijk aan de dokter toevertrouwde, was het al volledig uitgehold. De kamer waarin ik hier mijn intrek heb genomen, is met zijn versleten meubels net zo uitgewoond. De sofa waar ik op zit zou eens opnieuw bekleed moeten worden. De veren knarsen zodra ik beweeg.

Ik zou graag iemand opbellen en hem zeggen dat ik er nog ben. Een vertrouwde stem aan de andere kant van de lijn zou nu een buitengewone troost zijn. Ik stel me voor dat de stem mij van over die hele afstand zou aanraken als een hand die zich op een koortsig voorhoofd legt. Ik snak naar een aanraking. En naar een mens die ze biedt. Een onbekend nummer draaien en in de telefoon huilen. Was dat niet een van de punten die ik heb opgeschreven? In het nachtkastje naast het bed vind ik een geel telefoonboek en ik lees de namen bij de N. Niet om het even wie mag me horen huilen. De klank van zijn naam moet op de een of andere manier in mij resoneren. Zoals Nymandt, bijvoorbeeld. Maar dat is, stel ik vast, geen gebruikelijke naam. In plaats daarvan vind ik bij de H een Hendrickx. Die X op het einde spreekt me aan. Ik kruis hem aan en neem de hoorn in mijn hand. 36.78.95. De telefoon gaat over. Een zachte klik. Het antwoordapparaat staat aan. Ik leg de hoorn neer. Maar probeer het meteen opnieuw, een laatste maal. 36.78.95. Weer hetzelfde. Niemand thuis. De tranen komen ditmaal bijna vanzelf. Ik sta in een sjofele kamer en huil op het antwoordapparaat van een onbekende. Het hele bandje snik ik vol. Als ik weer ophang ben ik eenzamer dan ooit.

En nu? De gedachte dat ik ten laatste vanavond, wanneer Hendrickx thuiskomt van zijn werk, tien minuten lang in zijn woonkamer zal schreien, beklemt me op een angstaanjagende manier. Hij zal denken dat een goede vriend. Of misschien zelfs een familielid. En hij zal zich vast en zeker vragen stellen. Door zijn adresboekje bladeren en niet kunnen achterhalen wie het was. Er bij een glas Stella over praten en er zijn hoofd over breken. Of misschien – wie weet? – zich in zichzelf keren. Om zelf ook te huilen. Zoiets is hem nog nooit overkomen en zal hem hoogst waarschijnlijk ook niet meer overkomen. Weinig kans dat het nog eens gebeurt. Daar zijn spelingen van het lot voor nodig, die veel duisterder zijn en die niemand kan verklaren. Niemand weet hoe ze ontstaan en waartoe ze dienen. In het toeval schuilt een geheim dat verwijst naar iets groters dan zichzelf. Een mensenleven, bijvoorbeeld.

Twee dingen heb ik dus al aangevinkt. Drie blijven er over en van die drie is het eerste het moeilijkst. Ik loop door een stad waar ik ooit al eens ben geweest en doe zelfs geen poging om me hier thuis te voelen. Er hangt een korrelig licht in de straten en ik loop ze helemaal ten einde. Maar precies daar waar ze ophouden monden ze uit in een volgende en zo gaat het maar door. Het is een eindeloos web van kruispunten en zelfs de doodlopende straatjes lijken nog ergens heen te leiden. Misschien was Oostende niet de juiste keus. Maar het is te laat om het elders en van voor af aan opnieuw te proberen of het mogelijk beter te doen. In het Leopoldpark krimp ik ineen van een pijn die niet te helen is. Ik grijp naar mijn ingewanden en sta op het punt het uit te schreeuwen. Maar daar heeft iemand me al bij de arm genomen. Zegt – ik weet niet welk woord. Ondersteunt me. Zet me zachtjes neer op een bank. Kijkt me aan uit blauwe ogen. Gaat weg. Komt terug. Met een tot aan de rand met water gevulde beker. ‘Hendrickx?’ vraag ik. Nee, hij schudt het hoofd. ‘Verhoven,’ zegt hij en ik versta met opzet Verhoren, alleen maar om op hetzelfde moment compleet te verstommen. Dit is de onbekende die mij moet verhoren en voor wie ik een paar dagen geleden nog op de loop ben gegaan. Ik ben er nu bijna zeker van dat hij het is die ik, als ik maar dapper was geweest, in het James Ensorhuis zou hebben ontmoet en ik ben dankbaar voor deze nieuwe kans. ‘Duits?’ fluister ik. Ja, hij knikt. Boven onze hoofden bloeit een boom en ik meen te horen hoe een van de knoppen openbarst.

Hij heet Jan, is twintig jaar oud en slechts op bezoek in Oostende. ‘Op doorreis,’ zegt hij en houdt de beker aan mijn lippen. Ik drink gulzig uit zijn handen en ben blij dat hij hier morgen al niet meer is. Nu komt het erop aan snel te zijn, want – zoveel weet ik – ik heb de tijd niet mee. ‘Wacht u alstublieft,’ vraag ik. ‘Heel even maar.’ Wat daarna volgt, is een gebalde bekentenis. Ik praat gejaagd en hortend. De zinnen komen onsamenhangend – de ene na de andere – uit mijn mond. Maar Jan is een geduldig toehoorder en hij onderbreekt me zelfs niet waar het onbegrijpelijk wordt. We zitten op een bank in een bloesemend park en een buitenstaander zou er zonder nadenken vanuit gaan dat we familie zijn.

Pas als ik klaar ben, dringt het tot me door dat ik Jan amper drie kwartier ken. Ik heb hem alles verteld wat me in dit korte tijdsbestek te binnen schoot en heb mijn best gedaan zelfs de grootste onbenulligheden niet achterwege te laten. ‘Waarom?’ vraagt hij me nog. ‘Waarom juist ik?’ Ik wil zeggen: Opdat u me zou vergeten. En geef uiteindelijk een betekenisloos antwoord. Hij is tenslotte jong en dus onverschillig. Vandaag of morgen stapt hij met mijn verhaal op de trein en rijdt weg in een niet nader bepaalde richting. Het landschap waar hij doorheen tuft zal voor zijn ogen tot een ondefinieerbaar niets uiteenvloeien en bij zijn aankomst zal het nog slechts een vage herinnering zijn. In het Leopoldpark in Oostende heb ik ooit, heel heel lang geleden een man ontmoet. Deze zin zal hij misschien ooit tegen zijn kinderen zeggen. Al de rest zal onvindbaar zijn. Want wat hij nu nog niet weet, is dat zijn eigen verhaal het mijne volledig zal uitwissen. Hij zal over zichzelf spreken, terwijl hij over mij denkt te spreken. En op het eind zal niemand nog kunnen zeggen wie eigenlijk wat van wie heeft geleend. Ik kijk hem na, zijn magere gestalte verdwijnt achter de struiken. Maar de stekende pijn die mij bij hem heeft gebracht is er nog steeds en ik zit na zijn vertrek nog lang te kijken naar de bomen die groeien. In de takken is een winderig dank je wel blijven hangen.

De volgende dag ga ik naar het Wapenplein, waar op zondagochtend bloemenmarkt wordt gehouden. Het ruikt er naar lente en lichte gevoelens. Voor het eerst sinds ik hier ben heb ik zin om honderd jaar oud te worden. Ik bedoel, op dagen als deze is de wereld nog niet zo’n slechte plek. Alleen komt zo’n dag maar eenmaal per jaar voor. In mijn jaszak voel ik het lijstje en als ik mijn ogen sluit, zie ik het oplichten. Drie doorgehaalde zinnen. En twee die nog openstaan. Een onbekende vrouw een ruiker felrode tulpen geven. Ach, wat heb ik me daarbij voorgesteld? De eerste en de laatste vrouw met wie ik te maken heb gehad ligt al jaren onder een bemoste grafsteen en het einde – dat moet ik ooit eens ergens gelezen hebben – zijn we beiden niet goed te boven gekomen. Ik bedenk dat ik Jan daar – naast zoveel andere dingen – niets over heb verteld. Mijn bekentenis was bijgevolg maar een pseudobekentenis en ik besef dat het onmogelijk is zich aan iemand anders mee-te-delen. Of hooguit onvolledig. Strikt genomen kon ik het vroeger ook al niet. ‘Wie ben jij?’ vroeg Erika me kort voor ze stierf. Toen ik eindelijk mijn lippen bewoog, was ze zwijgend heengegaan. Maar het was goed dat ze het antwoord niet meer hoorde. Het had haar sowieso niet ontzien.

Maar die vrouw daar! Ze ziet eruit alsof ze al lang geen ruiker meer heeft gekregen. Voor een paar munten krijg ik tien spits toelopende tulpen. Het papier waarin ze gewikkeld zijn wordt helemaal nat in mijn handen, zo erg zweet ik in mijn nauwe huid. Een ogenblik lang ben ik weer die zestienjarige met puisten. Mijn stem slaat over en ik breng ook verder bijna geen zinnig woord uit. ‘Erika,’ zeg ik. Ze glimlacht naar me. Ze droeg een blauwgroene jurk, dat weet ik nog precies. Van ergens kwam een warm zuchtje wind dat haar haar losmaakte. We konden niet weten dat in onze aderen het bloed van de terdoodveroordeelden stroomde. Maar al te graag sloten we daar de ogen voor. We waren merkwaardig leeftijdloos en hadden geen idee van onze latere gebrekkigheden. Het eeuwige leven waar we van droomden is voortijdig verbrokkeld.

Maar die vrouw daar lijkt helemaal niet op Erika en juist dat geeft me moed. Vijf passen ben ik nog van haar verwijderd. Mijn tred is langzaam, ik sta bijna stil. Ik ben op eigenaardige wijze gescheiden van de menigte. Men gaat me uit de weg als om me doorgang te verlenen. ‘Goedendag, madam,’  hoor ik mezelf van heel ver zeggen en ik word zo rood als de bloemen in mijn hand. Het is heet. Vanaf dat moment herinner ik me niets meer. Alleen dat ik op een bepaalde dag om half vijf in een vreemde kamer ontwaak. Ik ben naakt. Of tenminste slechts schaars gekleed. Mijn kleren liggen opgevouwen naast het bed. Alles is verblindend wit. Waar ben ik, vraag ik me af en begrijp meteen daarna dat ik in een ziekenkamer lig. Men heeft me aan allerlei slangetjes gehangen en om me heen zoemen de machines. ‘U bent ingestort,’ zegt een vrouw en ik probeer haar vergeefs te herkennen. ‘U bent ingestort,’ herhaalt ze en krabbelt twee, drie woorden neer. ‘Meneer Frentzen?’ ‘Ja, dat ben ik.’ ‘In uw toestand zou u niet meer naar buiten mogen gaan.’ ‘Maar…’ ‘U weet precies wat ik bedoel.’ ‘Maar…’ ‘Nee! U blijft nu liggen.’ De kamer is beginnen tollen. De muren zijn weggegleden. ‘Ik wil niet sterven. Niet zo eenzaam. Begrijp me toch alstublieft. Ik moet weten wat er met mijn bloemen is gebeurd. Ik moet weten of ze…’ ‘Wind u alstublieft niet op.’ Twee sterke handen drukken me neer op het bed en de kracht waarmee ze me tegenhouden smoort minstens voor vandaag mijn laatste weerstand.

Hoelang duurt het voordat mijn hart ophoudt te kloppen? Ik bekijk mijn lichaam van kop tot teen en word voor het eerst sinds lang een vaag medeleven gewaar. Mijn buik gaat op en neer. Mijn ademhaling is tegelijk vlak en zwaar. Op de deken zie ik mijn linkerwijsvinger trillen en het lijkt alsof hij niet van mij is. Op de een of andere manier is hij afgesneden en toch weet ik dat hij van mij is. Precies zo, bedenk ik, was ik graag kunnen omgaan met de mensen. Zo vreemd. Zo vertrouwd. Maar het was altijd alsof er wand stond tussen hier en daar. Je ziet dat hij nep is en je ziet dat je hem met een kleine maar afdoende beweging kan doen omvallen. Maar ooit op een bepaald moment – ergens in september – ben je begonnen hem waar te nemen, dat wil zeggen hem voor waar te nemen en sindsdien verschans je je er graag achter en hou je ermee op naar de andere kant te willen. Zo laat je een onmenselijk geluk aan je voorbijgaan. En dat is veel erger dan een zoekgemaakte paraplu. Ik voel een verlies dat ik nergens mee kan vergelijken. Kon ik maar eenmaal uit mijn huid en in die van een ander glippen. Ik bedoel, dan kon ik sterven zonder de vertrouwde smaak van spijt in mijn mond.

De dokteres begrijpt me niet. Ze is verontwaardigd dat ik niet gehoorzaam. Ze houdt een lange preek over redelijkheid en onredelijkheid en laat me gaan met waarschuwingen die ik al zo lang van mezelf ken. Ze bedoelt het goed, denk ik nog als ze me een bitter ‘Tot ziens’ naroept. Haar afscheidsgroet herinnert me aan het laatste punt dat nog moet afgehandeld worden.

Een onbekende omhelzen en hem vaarwel zeggen. Plotseling had ik liever in een koude ziekenkamer gelegen. De naam aan het voeteneinde van mijn bed zou het enige bewijs van mijn bestaan zijn geweest en men zou me elke dag stipt een kant-en-klaarmaaltijd hebben gebracht die me moest doen vergeten dat ik in de ogen van de wereld niet meer meetelde. Ik ben een nummer geworden. De 6.968.573.869ste mens op aarde. Van zodra ik sterf, worden er duizend, nee duizenden andere mensen geboren en na mijn dood zal alles bij het oude blijven. Wat wil ik bewijzen? En voor wie? Waar ben ik aan begonnen? Niemand zal deze woorden vinden. Niemand zal zeggen dat ze niet vergeefs zijn geweest. Ik ben geen held die postuum beroemd wordt. Mijn bestaan berust op talloze kleinigheden. Ik heb nooit ook maar iets groots verwezenlijkt. Ik ben een prototype. Verder niets. In elk geval niet iemand over wie men langer dan vijf minuten zal spreken of zwijgen. Ik stel me mijn begrafenis voor als een puur zakelijke aangelegenheid die er louter op gericht is een stuk vlees op te ruimen.

Ik ga wandelen langs het strand. Hier waait een fijnkorrelige wind. Als ik me omdraai, zie ik dat ik sporen achterlaat. Overal, zie ik nu, zijn er afdrukken. Kriskras door elkaar. Van mensen en dieren. Bij een van de kleinste afdrukken blijf ik staan. Een baby. Maar natuurlijk! Ik zou een baby moeten omhelzen. Een baby kun je omhelzen zonder op te vallen. Hem tederheid schenken is de natuurlijkste zaak ter wereld en niemand kijkt ervan op als je hem in de wang knijpt. Een paar meter verder zie ik een moeder met haar kind op de arm en ik neem me voor de zaken ditmaal niet nodeloos ingewikkeld te maken. Ik ga recht op haar af en – ben plotseling weer drie jaar oud. Een stip tegen een verscheurde lucht. Rechts en links klotsen de golven. Ergens in het zand staat een afgesneden vader. En God – hij is woedend. Hij vliegt op me af. Hij slaat mijn lippen kapot. Het rood van mijn bloed steekt schril af tegen de vervaagde horizon. Dat ik een klootzak ben. Zoveel begrijp ik zonder kennis van de taal. Een oude man die zich vergrijpt aan onschuldige kinderen. ‘Vaarwel,’ roep ik nog, als de drie weg zijn. Wel varen, minstens dat zal me lukken. Ik heb het lijstje voor mij op het natte zand gelegd en de bloeddruppels spatten – één twee drie – op het vaalwitte papier. Wat staat me nog te doen? Voor het eerst stel ik de vraag zonder ook maar ENIGE hoop op een antwoord. Het woord dat ik met mijn wijsvinger in de duinen schrijf, krijgt slechts de betekenis die een ander er in het voorbijgaan aan geeft. Liefhebben, schrijf ik. Dat kan een substantief zijn. Een infinitief. Of een imperatief. Ik zet er een uitroepteken achter. Met een kapotte mossel. Niets blijft. Niets duurt eeuwig. Ik heb nog net voldoende kracht voor een copieus avondmaal in het hotel. Garnaalkroketten met sla. En daarna nog een klim tot op de tweede verdieping. De portier heeft me – zonder aarzelen – de sleutel overhandigd. Zijn glimlach is vriendelijk maar afstandelijk. Hij heeft gevraagd hoe het met me gaat en wenst me, zonder een antwoord af te wachten, goedenacht. Ik betreed een kamer waar een knarsende sofa staat. Ik doe de gordijnen dicht, vanwege de lichtjes van de stad. En de sterren. En de duisternis. Uit mijn zak neem ik een tasje. Uit het tasje neem ik een pakje. Uit het pakje neem ik een flesje. Uit het flesje neem ik een druppel. En nog een. En nog een. En nog een. Totdat ik – ja, totdat ik teruggedoken ben. Of vergis ik me? Een maand meer of minder! Wat maakt dat nu uit. De overlijdensverklaring die men voor mij zal opmaken, zal een stempel dragen. Oostende, staat erop, 29 april. En ik kan me met de beste wil van de wereld geen ander eindpunt wensen dan precies dit. Ik bedoel, niets kan me daar nog van afhouden. Behalve dan – het wordt zwart voor mijn ogen. En nog zwarter dan zwart. Dat is de laatste kleur die ik me – na hoeveel eeuwigheden? – nog zal herinneren. Al het overige verdwijnt en is vergankelijk.

Oostende, 29 april 20XX


Vertaald door Kris Lauwerys en Isabelle Schoepen


Kris Lauwerys (Duffel, 1972) is literair vertaler uit het Frans en het Duits. Hij is de vaste vertaler van Gregor von Rezzori, van wie hij tot nu toe Memoires van een antisemiet, Bloemen in de sneeuw en Een hermelijn in Tsjernopol vertaalde. Van Henry Bauchau vertaalde hij Maalstroom, een prestatie waarvoor hij in 2009 werd onderscheiden met de Prix Henry Bauchau. Daarna volgde Het blauwe kind. Kris Lauwerys werkt daarnaast als docent Nederlands aan de universiteit van Mons. Voor deBuren schreef hij het Radioboek ‘Een reis en twee liefdesverklaringen’.

Isabelle Schoepen (Wilrijk, 1974) was in het verleden coördinator van de Vlaamse Auteursvereniging, de belangenvereniging van en voor Vlaamse auteurs en vertalers. Momenteel combineert ze het moederschap met redactie- en vertaalwerk voor culturele instanties.

 

Podcast voorgelezen door Hannes Adriaens

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Personne Nulle Part

From the withered tree
a flower blooms.
(proverbe zen)

Il y a une photo de moi. À Ostende. Je dois avoir deux ans environ, trois tout au plus. Un point violet devant un ciel déchiré de septembre. La mer bat le rivage à droite et à gauche. Mon père est là, quelque part. Je vois ses pieds découpés dans le sable. Gris et blanc, voici les couleurs dont je me souviens aujourd’hui encore – après combien d’années? Le rouge vif de mes chaussettes ressort dans cet horizon en train de sombrer.

Je suis venu me livrer à une puissance inconnue et cela vaut autant pour autrefois que pour aujourd’hui. Seule différence, je me suis rendu ici de mon plein gré, mais même cela est discutable au regard de la nécessité qui m’a poussé à monter hier soir dans un petit avion. Chaque personne que je connais est soit morte, soit disparue d’une autre manière. Quant à moi, je me déplace plutôt au bord d’une vie qui s’éteindra dans très peu de temps. Un mois, il me reste un mois. Avec un peu de malchance, deux. La maladie dont je souffre est extrêmement imprécise. Elle se fraie un chemin en moi en me rongeant de l’intérieur et me transforme en enveloppe vide. Parfois seulement, quand je suis silencieux, j’entends mon cœur. Il bat avec détermination, sauvagement.

La décision de venir ici, à l’un des endroits les plus éloignés du continent européen, a été prise juste après ma dernière visite chez le médecin. D’un doigt à bout de souffle, j’ai parcouru la carte sur mon bureau. Je me suis arrêté sur Ostende et me serais presque remis en route. C’est la métaphore qui m’a interpellé et la photo l’a définitivement animée. La fin est plutôt un commencement, ai-je pensé. Même si l’espoir me trompe peut-être. Mes bagages du moins sont légers. Un seul sac avec une poignée élimée ! Et bien sûr : un parapluie tout cabossé ! Je dois faire attention à ne l’oublier nulle part.

Durant ma vie, j’ai déjà égaré tant de parapluies.

Le plus important toutefois est la liste. Je l’ai écrite pour donner un sens à mon voyage. C’est une liste de cinq choses que je dois faire à Ostende. Mais je ne sais pas si je trouverai le courage nécessaire pour les accomplir. Raconter mon histoire à un étranger est inscrit ici. Lui dire qu’il ne doit pas la garder en mémoire pour moi. Avec étonnement, je reconnais mon écriture carrée mais je doute néanmoins d’avoir pu écrire ceci un jour. Récemment, je me surprends de plus en plus souvent à sortir du rang.

Où est cet étranger ? Je suis dans la Vlaanderenstraat devant la maison numéro 27 et je me demande si je dois y entrer. J’ai lu dans mon guide qu’il s’agit du dernier endroit où a vécu James Ensor, le peintre des masques, et j’en ai immédiatement déduit que ce serait l’endroit idéal pour se démasquer devant quelqu’un d’autre. En franchissant le seuil, je me retrouve tout à coup confronté à la peur. Que se passera-t-il si je rencontre vraiment cet autre ? Et qu’adviendra-t-il si je me dévoile vraiment à lui ? Je tourne les talons sans jeter un regard autour de moi, laissant l’homme de la billetterie tout à sa surprise. L’expression sur son visage me rappelle mon propre étonnement vis-à-vis de moi.

En avant m’ordonné-je. Et quelque chose de plus simple s’il te plaît ! Je lis : Payer l’addition d’un inconnu sans qu’il ne le sache. J’ignore moi-même comment cela m’est venu. Les médicaments que je prends m’ont peut-être déjà rendu bête. Ils approvisionnent mes organes vitaux sans que j’aie grand-chose à faire et je les sens glisser au fond de ma gorge puis s’enfoncer dans mon corps clandestin. Chaque matin, je suis surpris d’être toujours dans un corps. Parfois je plane, mes yeux sont des étoiles. Les vastes ténèbres avalent leur lumière et je les cherche partout – aveuglé – dans le ciel. Un astre brille à travers la fenêtre – j’ai la nostalgie de son foyer lointain.

Après quelques détours, je trouve près du port un bistrot assoiffé. Un homme dans la trentaine, avec des bottes de cow-boy, est appuyé au comptoir – comme s’il avait été posé là pour moi. Sa nuque respire difficilement, penchée en avant. « Floryk ! » s’écrit quelqu’un. Ca doit être lui car il lève son visage du verre dans lequel il était sur le point de se noyer. Un autre rit. Il lui répond. Ses dents sont jaunes et tordues, ses cheveux blonds tombent en mèches grasses jusqu’à un menton mal rasé. J’éprouve une immense crainte à son égard. Je veux éviter à tout prix d’être vu par lui. Je commande une bière et me cache derrière un dos plus large. Mon cœur bat la chamade, incontrôlable. Je suis sur le point de partir en courant et de tout arrêter.

Pourquoi est-il si difficile de rencontrer un inconnu ? Pourquoi lui cache-t-on son visage ? Pourquoi éprouve-t-on de la honte ? Et pourquoi se condamne-t-on à pareille solitude ? Cela vaut la peine de poser ces questions. Même si les réponses que l’on peut y donner restent tout à fait insatisfaisantes. On ne vit qu’une fois, tout de même. Ou pas ? Et moi justement, je n’ai rien à perdre. Je pourrais y aller, m’installer de façon théâtrale devant le comptoir et raconter quelque chose de bien embarrassant. Regarder les mâchoires se décrocher une à une, puis m’enfuir dans la nuit étoilée. Si nécessaire recevoir une bonne raclée. Si nécessaire m’étendre sur l’asphalte. Oui, je pourrais dès aujourd’hui – si je le voulais – mourir de ma propre main ou de celle d’un autre. Mais il ne sert à rien de se contenter d’imaginer la liberté. Je suis moins libre de jour en jour. Je me mêle à mes propres profondeurs (mon abîme) et ne suis toujours pas en mesure de me réinventer grâce à cela. Le Moi que j’ai emmené ici est aussi étroit qu’une peau qui ne m’appartient pas.

Floryk s’est à nouveau penché sur son verre. Je ne parviens pas à deviner quelles pensées il couve. Seule sa nuque en nage me raconte une histoire imprécise. Peut-être a-t-il perdu son travail. Ou sa femme et ses enfants. Peut-être est-il triste. Ou bien tout simplement il s’ennuie. Je ne comprends pas les mots qu’il marmonne de temps à autre. Mais j’imagine que le flamand n’est pas une langue heureuse. Elle semble venir d’une époque révolue depuis bien longtemps durant laquelle on aurait perdu quelque chose de significatif : douce et rugueuse à la fois. Je me dépêche de griffonner un message sur un sous-bock sale : je note Pour Floryk et dépose 50 euros à côté. Je ne sais pas combien il compte encore boire aujourd’hui. Si l’on en croit sa nuque toutefois, ce sera une longue nuit à la fin de laquelle il ne se souviendra plus de moi. Son regard s’est posé sur moi trois secondes tout au plus. Je me suis levé aussitôt. Je suis déjà dehors. D’un pas pressé, je m’éloigne d’une destinée qui ne me concerne pas, effrayé de l’aisance avec laquelle je fais cela. L’air est humide à présent et il s’est presque imperceptiblement mis à pleuviner. Je marche avec mon col bien relevé, m’appliquant à ne pas paraître suspect. Même après avoir dépassé le troisième bloc de maisons, j’ai encore une peur panique que quelqu’un me demande une explication. Mon acte, si l’on peut considérer cela comme un acte, m’apparaît comme un crime absurde. 50 euros pour un inconnu. Je trouve cela presque insultant.

Trois jours sont passés et il pleut toujours. Je me suis bien abstenu de regarder la liste déjà toute chiffonnée depuis l’autre soir. Mes sentiments sont trop compliqués. L’innocence dans laquelle je suis né s’est transformée dès mes plus tendres années en culpabilité et la photo que je retourne entre mes mains en est la dernière et ultime preuve. C’est une belle photo. Une de celles dans lesquelles j’aimerais tant me replonger. Être petit à nouveau ! Être un point à nouveau ! Être à nouveau dénué de tout problème ! J’ai bien du mal à imaginer que j’ai été un enfant un jour. Je cherche dans le miroir les traits disparus de cet enfant sans rien trouver de ressemblant –  si ce n’est une lueur qui s’éteint rapidement. Trop, j’en ai trop vu depuis lors. Ou plutôt pas vu. Je pense souvent aujourd’hui que c’est mon regard qui est tombé malade en premier. Mon corps n’a fait que le suivre. Mais tout cela, c’était plus tard, bien plus tard. Après des chutes de toutes sortes. Lorsque j’ai fini par le confier au médecin, il était déjà consumé de l’intérieur. La chambre dans laquelle j’ai élu domicile ici lui ressemble dans la façon dont les meubles en sont élimés. Le canapé sur lequel je suis assis aurait besoin d’une nouvelle housse. Les ressorts grincent au moindre de mes mouvements.

J’aimerais appeler quelqu’un et lui dire que j’existe encore. Une voix familière à l’autre bout du fil me réconforterait énormément aujourd’hui. J’imagine que malgré la distance, elle me toucherait comme une main posée sur un front fiévreux. J’ai la nostalgie d’un contact. Et la nostalgie de cette personne qui me l’offrirait. Composer un numéro inconnu et pleurer au téléphone. N’est-ce pas un des points que j’ai notés sur ma liste ? Je trouve un annuaire téléphonique dans la table de nuit à côté de mon lit et je lis les noms qui commencent par un N. Ce n’est pas n’importe qui qui doit m’entendre pleurer. Il me faut un nom à la sonorité telle que je me sentirai directement relié à lui d’une façon ou d’une autre. Comme Nymandt. Je constate cependant que ce n’est pas un nom courant. Je trouve en revanche un Hendrickx dans les H. Le X de la fin m’encourage. Je dessine une croix à côté et je saisis le téléphone. 36.78.95. Ça sonne. Un léger grésillement. Le répondeur se met en marche. Je raccroche, puis recompose immédiatement le même numéro. 36.78.95. Même chose. Personne n’est là. Les larmes viennent presque d’elles-mêmes cette fois-ci. Je suis dans une chambre miteuse et je pleure sur le répondeur d’un inconnu. Je lui remplis toute une bobine de sanglots. Je suis plus seul que jamais lorsque je repose le combiné.

Que faire maintenant ? L’idée que ce soir au plus tard, lorsque Hendrickx rentrera du travail, je pleurerai pendant dix longues minutes dans son salon m’est d’une violence inouïe. Il va penser qu’un bon ami. Ou même un membre de sa famille. Il va se poser des questions, c’est une certitude. Feuilleter son carnet d’adresses sans trouver qui cela pourrait bien être. Il en parlera en buvant une stella et s’arrachera les cheveux en y réfléchissant. Ou bien – qui sait ? – peut-être s’arrêtera-t-il. Pour pleurer à son tour. Il ne lui est jamais arrivé une chose pareille de toute sa vie et selon toute vraisemblance, cela ne lui arrivera plus jamais. La probabilité d’une telle répétition est quasi nulle. Alors qu’il existe des coïncidences bien plus complexes qu’on ne peut expliquer. Personne ne sait pourquoi elles ont lieu et à quoi elles servent. Dans la coïncidence réside un secret qui renvoie à quelque chose de plus grand que soi. Une vie humaine par exemple.

J’ai donc rempli deux missions déjà. Il m’en reste trois encore et parmi celles-ci, la première est la plus difficile. Je me déplace dans une ville où je me suis déjà rendu et je n’essaye en aucun cas de m’y intégrer. Une lumière poussiéreuse illumine les rues que je parcours de bout en bout. Jusqu’au point exact où elles s’arrêtent, là où elles débouchent sur la prochaine et ainsi de suite. Elles forment un réseau interminable de croisements où même les impasses semblent mener quelque part. Ostende n’était peut-être pas le bon choix. Mais il est trop tard pour tout recommencer ailleurs et espérer le faire mieux encore. Dans le parc Léopold, je me tords de douleur, une douleur qui ne se laisse pas apprivoiser. Je me serre les boyaux, prêt à hurler. Mais quelqu’un m’a déjà attrapé le bras. Et me dit… je ne sais quel mot. Me soutient. Me fait délicatement asseoir sur un banc. Me regarde à travers des yeux bleus. S’en va. Revient. Avec un verre d’eau rempli à ras bord. « Hendrickx? » je lui demande. Non, fait-il de la tête. « Verhoeven » me dit-il et je comprends intentionnellement Verhoeren, m’enfermant au même instant dans un mutisme profond. Voici l’étranger qui doit m’interroger et que j’ai fui il y a quelques jours à peine. Je suis presque sûr à présent qu’il s’agit de celui que j’aurais rencontré dans la Maison James Ensor si seulement j’avais été courageux et je suis reconnaissant de cette nouvelle chance. « Allemand ? » dis-je en murmurant. « Oui,  » il hoche la tête. Au-dessus de nous, un arbre fleurit et j’ai l’impression d’entendre l’un des bourgeons éclater.

Il s’appelle Jan, a vingt ans et n’est que de passage à Ostende. « Un voyageur en transit, » dit-il tout en me tenant le gobelet à la bouche. Je bois goulûment de ses mains, heureux de savoir qu’il ne sera plus là dès demain. Il s’agit à présent d’être rapide, car le temps – ça, j’en suis sûr – joue contre moi. « Attendez s’il vous plaît. Juste un instant. » Ce qui suit est un aveu compact. Je parle en toute hâte, de façon saccadée. Les phrases me viennent en flot continu, sans lien entre elles. Jan toutefois est une oreille patiente, il ne m’interrompt même pas quand mes propos deviennent incompréhensibles. Nous sommes assis sur un banc dans un parc en fleurs ; une personne extérieure pourrait sans l’ombre d’un doute nous prendre pour une famille.

À la fin de mon récit seulement, je me rends compte que je connais Jan depuis trois quarts d’heure à peine. Je lui ai raconté tout ce qui a bien voulu me venir à l’esprit dans ce court laps de temps en faisant de mon mieux pour ne pas omettre le moindre détail. « Pourquoi ? » me demande-t-il finalement. « Pourquoi moi plus qu’un autre ? » Je voudrais lui dire : Pour que vous m’oubliiez. Mais je réponds finalement une petite absurdité. De toute façon, il est jeune et de ce fait naturellement enclin à l’oubli. Aujourd’hui ou demain, il montera dans un train avec mon histoire et s’éloignera d’ici dans une direction difficile à déterminer. Le paysage qu’il traversera se transformera sous ses yeux en néant indéfinissable et tout cela ne sera plus qu’un vague souvenir lorsqu’il sera arrivé à bon port. Il y a bien longtemps de cela, j’ai rencontré un homme dans le parc Léopold à Ostende. Peut-être dira-t-il un jour cette phrase à ses enfants. La grande majorité restera cependant enfouie. Car ce qu’il ne sait pas encore, c’est que sa propre histoire va totalement recouvrir la mienne. Il parlera de lui-même en pensant parler de moi. Et plus personne ne pourra finalement distinguer celui qui a emprunté quoi de l’autre. Je le regarde disparaître derrière les buissons. Sa maigre silhouette n’est déjà plus visible au loin. La douleur intense qui m’a poussé vers lui est toutefois intacte et je reste assis longtemps encore après son départ à observer les arbres pousser. Un Merci venteux est resté accroché dans les branchages.

Le lendemain, je me rends sur la Wapenplein où l’on vend des fleurs tous les dimanches matin. L’air sent le printemps et les sentiments légers. Pour la première fois depuis mon arrivée, j’ai envie de vivre cent ans. En des jours pareils, la terre ne me semble pas être un si mauvais endroit. Mais un jour semblable ne se produit qu’une fois par an. Je sens la liste dans la poche de ma veste et je peux la voir briller quand je ferme les yeux. Trois phrases rayées. Et deux encore intactes. Offrir un bouquet de tulipes rouge clair à une femme inconnue. Mais qu’avais-je en tête ? La première et dernière femme à laquelle j’ai eu affaire dans ma vie gît depuis des années sous une pierre tombale recouverte de mousse et tous deux avons mal supporté cette fin – j’ai dû lire cela quelque part. Je me rends compte que je n’en ai pas parlé à Jan – encore une chose oubliée. Mon aveu s’est donc limité à un pseudo-aveu. Ainsi je comprends qu’il n’est pas possible de se dé-couvrir à quelqu’un d’autre. Ou bien par bribes uniquement. Si je prends cela au pied de la lettre, je n’ai jamais su me dé-couvrir. « Qui es-tu ?  » m’a demandé Erika juste avant de mourir. J’avais à peine remué les lèvres qu’elle était déjà passée dans l’au-delà en silence. Il était toutefois préférable qu’elle n’entende pas ma réponse qui ne l’aurait guère épargnée.

Mais cette femme là-bas ! Elle a l’air de ne pas avoir reçu de bouquet depuis très longtemps déjà. Pour quelques pièces seulement, j’achète dix tulipes au bout pointu. Le papier qui les enveloppe transpire entre mes mains tellement j’ai chaud dans ma peau étroite. L’espace d’un instant, j’ai seize ans à nouveau, je redeviens tout boutonneux. Ma voix déraille et je ne parviens pas à dire quoi que ce soit d’intelligent. « Erika. » Elle me sourit. Je m’en souviens très bien, elle portait une robe bleu-vert. Un vent chaud soufflait de je ne sais où et lui avait détaché les cheveux. Nous ne pouvions savoir que dans nos veines coulait le sang des êtres voués à la mort. Longtemps nous n’avons pas voulu y croire. Nous étions curieusement dépourvus d’âge et n’avions pas la moindre idée de nos futures faiblesses. La vie éternelle dont nous rêvions s’est émiettée bien avant son heure.

La femme là-bas ne ressemble en rien à Erika et c’est justement cette dissemblance qui me donne du courage. Cinq pas encore me séparent d’elle. Je marche lentement, je m’arrête presque. La foule semble s’être écartée de façon étrange. On s’éloigne de moi comme pour me laisser la place. « Goedendag, Madam » : je m’entends comme de très très loin et deviens aussi rouge que les fleurs que je tiens en main. Il fait chaud. À partir de là, je ne me souviens de rien. Uniquement que je finis par me réveiller à quatre heures et demie dans une chambre inconnue. Je suis nu. Ou du moins très peu habillé. Mes vêtements sont pliés à côté du lit. Tout est blanc et m’éblouit. Où suis-je ? me demandé-je et je comprends alors que je me trouve dans une chambre d’hôpital. On m’a rattaché à toutes sortes de tuyaux et autour de moi, les machines ronronnent. « Vous êtes tombé, » m’explique une dame que je tente en vain de reconnaître. « Vous êtes tombé, »répète-t-elle en griffonnant deux trois mots. « Monsieur Frentzen? » « Oui, c’est moi. » « Vous ne devriez plus sortir dans votre état. » « Mais… » « Vous savez exactement ce que je veux dire. » « Mais… » « Non ! Restez allongé. » La chambre a commencé à tourner. Les murs se sont mis à glisser. « Je ne veux pas mourir. Pas si seul. Essayez de me comprendre s’il vous plaît. Je dois savoir ce qu’il est advenu de mes fleurs. Il faut que je sache si… » « Ne vous énervez pas je vous prie. » Deux mains fortes me poussent sur le lit et la force avec laquelle on me maintient vient à bout de mon dernier sursaut de résistance, du moins pour aujourd’hui.

Combien de temps avant que mon cœur ne s’arrête de battre ? Je me contemple de haut en bas et j’éprouve pour la première fois depuis longtemps une sorte de compassion pour mon corps. La cage thoracique se soulève et s’abaisse. Mon souffle est court et lourd à la fois. Sur la couverture, je vois mon index gauche tressaillir et c’est comme s’il ne m’appartenait pas. Il semble être séparé de moi d’une certaine manière, mais je sais tout de même qu’il s’agit bien du mien. C’est exactement ainsi, me dis-je, que j’aurais voulu rencontrer les autres. Avec autant de distance. Et de familiarité. Mais il y a toujours eu une sorte de mur entre les deux côtés. On voit bien qu’il ne s’agit que d’un trompe-l’œil qu’on pourrait aisément faire tomber d’un petit coup bien placé. Mais un jour – un certain jour de septembre –, on a commencé à percevoir le mur, c’est-à-dire à le perce-voir, et on se retranche alors volontiers derrière, ne souhaitant plus passer de l’autre côté. On néglige alors un immense bonheur inhumain. Et cela est bien plus grave qu’un parapluie perdu. Je ressens une perte que je ne peux comparer. Si je parvenais ne serait-ce qu’une seule fois à sortir de ma peau et à me glisser dans celle d’un autre... Je pourrais alors mourir sans ce goût habituel de regret en bouche.

Le docteur ne me comprend pas. Elle est outrée de mon refus d’obtempérer. Elle me tient un long discours sur la raison et la déraison, puis me congédie avec des avertissements que je m’assène depuis bien longtemps déjà. Elle a un bon fond, me dis-je encore, lorsqu’elle m’adresse un dernier Tot ziens plein d’amertume. Cela signifie « à bientôt » et me rappelle le tout dernier point qu’il me reste à accomplir.

Serrer un inconnu dans mes bras et lui dire adieu. Subitement je préfèrerais être allongé sur un lit froid d’hôpital. Le nom inscrit au bout de mon lit serait la seule chose me rendant réel et on m’apporterait chaque jour à heure fixe un repas préparé qui servirait à me faire oublier que je ne compte plus aux yeux de l’humanité. Je suis devenu un numéro. Le 6 968 573 869ème homme sur terre. Sitôt que je mourrai, des milliers, que dis-je, des centaines de milliers d’autres naîtront et ma mort n’aura rien été de plus qu’une mise à niveau. Que veux-je démontrer ? Et à qui ? Qu’ai-je pris sur moi ? Personne ne trouvera ces lignes. Personne ne dira qu’elles n’ont pas été écrites pour rien. Je ne suis pas un héros en quête de gloire posthume. Mon existence se justifie par une succession de détails insignifiants. Je n’ai jamais rien effectué d’important. Je suis un prototype. Rien d’autre. En tout cas, je ne fais pas partie de ceux dont on parle plus de cinq minutes ou dont on ne sait que dire. J’imagine mes funérailles comme une affaire purement impersonnelle où le seul problème sera de se débarrasser d’un bout de viande.

Je vais me balader à la mer. Un vent à grain fin souffle ici. Je me rends compte en me retournant que je laisse des empreintes derrière moi. Je remarque tout à coup qu’il y a des traces de pas partout. Dans tous les sens. D’hommes et d’animaux. Je m’arrête près de l’une des plus petites. Un bébé. Bien sûr ! Il faudrait que je serre un bébé dans mes bras. On peut prendre un bébé dans les bras et passer inaperçu. Il est naturel de lui faire des caresses, personne ne trouve curieux qu’on lui tapote les joues. À quelques mètres de moi, je vois une mère avec son enfant dans les bras et je décide de ne pas faire d’histoire cette fois. Je fonce tout droit sur elle – tout à coup, j’ai trois ans à nouveau. Un point devant un ciel déchiré. Les vagues battent le rivage à droite et à gauche. Quelque part sur la plage se trouve un père, hors champ. Et Dieu – il est en colère. Il me fonce dessus. Il me frappe au visage, ma lèvre éclate. Le rouge vif de mon sang ressort dans l’horizon sombre. Je suis un sale type hurle-t-il. Ça, je le comprends sans même connaître cette langue. Un vieillard qui s’en prend à des enfants innocents. Je leur lance un dernier 'Adieu' lorsqu’ils ont tous trois disparu. Ça au moins, je dois le réussir. J’ai déplié la liste sur le sol humide et un-deux-trois, les gouttes tombent sur le papier grisâtre. Que reste-t-il à faire ? Je pose enfin cette question sans espérer la MOINDRE réponse. Le mot que je trace dans les dunes du bout de mon index n’a pas de sens, si ce n’est celui qu’un autre lui attribuera en passant. J’écris : Liebe – amour, aime. Cela peut être un nom. Un verbe à la première personne du singulier. Ou un impératif. Je rajoute un point d’exclamation à l’aide d’un coquillage cassé. Il ne reste rien. Rien n’est éternel. J’ai tout juste encore assez d’énergie pour un bon dîner à l’hôtel. Des croquettes de crevettes sur lit de salade. Puis un étage à monter par l’escalier pour arriver au deuxième. Le portier m’a remis les clés sans la moindre hésitation. Son sourire est sympathique mais peu engageant. Il m’a demandé comment j’allais et me souhaite Bonne nuit sans attendre ma réponse. J’entre dans une chambre au canapé grinçant. Je ferme les rideaux parce que les lumières de la ville. Et les étoiles. Et les ténèbres. Je prends un petit sachet dans mon sac. Je sors un petit paquet du petit sachet. Je sors un petit flacon du petit paquet. Je prends une petite goutte du petit flacon. Puis une autre. Puis une autre. Puis une autre encore. Jusqu’à ce que je – oui, jusqu’à ce que j’aie replongé. Ou est-ce que je me fourvoie ? Un mois de plus ou de moins, qu’importe ! Sur le certificat de décès que l’on m’établira, il y aura un tampon. Dessus seront inscrits les mots Ostende, 29 avril. Et avec toute la bonne volonté du monde, je ne peux prétendre que j’aurais souhaité une autre fin que celle-là précisément. Plus rien ne peut venir entraver le bon déroulement des choses. À moins que – je vois tout en noir tout à coup. Plus noir que noir. C’est la dernière des couleurs dont je me souviendrai encore – après combien d’éternités ? Tout le reste passe et n’existe pas.

Ostende, 29 avril 20XX

 

Traduit de l'allemand par Maud Routner-Qamar


Maud Routner-Qamar
(Heidelberg, 1981) a la nationalité franco-allemande. Elle est traductrice de l'allemand vers le français. Pendant ses études de traduction à Paris et à Bruxelles, elle a travaillé pour le Ministère des Affaires étrangères français et pour l'ARTE Magazine. Depuis 2004, elle est lectrice de l'allemand en littérature jeunesse pour Hachette et a traduit en 2008 le roman Liebesprotokolle (Le Journal de Carmen) de Vanessa Walder. Depuis 2009, elle est employée comme traductrice et programmatrice culturelle dans les domaines du cinéma et de la musique au Goethe-Institut de Bruxelles.

 

Lu à haute voix par Ludmilla Klejniak

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Nobody Nowhere

From the withered tree
a flower blooms.
(Zen Saying)

There’s this photo of me. Taken in Oostende. I’m two years old, three at the most. A purple dot in front of a turbulent September sky. The sea lashes to my right and left. My father stands somewhere nearby. I can see just his feet, standing there in the sand. Grey and white. These are the colours that I can still remember now – after how many years? The red of my socks glows garishly against the vanishing horizon.

I’ve come here to surrender myself to the unknown, and that applies to back then and to now. What is different about this time round is that this trip was made of my own accord, but even that seems questionable given the forces needed to get me into that small aeroplane yesterday evening. Everyone I know is dead or dead to me in some other way, and even I am only existing at the very edge of a life, and one that will very soon be over. I have a month left. If I’m unlucky, two. The illness I am suffering from is very imprecise. It eats away at my insides and will leave me as just a shell. Occasionally, when I’m very still, I can hear my heart. Its beat is resolute and wild.

The decision to come here, to the outermost reaches of the European mainland, was made shortly after my last doctor’s visit. As I traced my breathless finger over the map on my desk, it came to a halt at Oostende. I almost just carried on. But something about the metaphor made me hesitate; the photo had brought it to life for me once and for all. The end is actually more of a beginning, I thought. Even if hope is deceiving me. At least I’m travelling light. Just a holdall with a worn handle. And of course: a battered umbrella! I’ll have to be careful not to leave it anywhere.

I’ve misplaced quite a few umbrellas in my life.

But the most important thing is the list. I wrote it to give my journey some meaning. It’s a list of five things I want to do in Oostende. But I’m not sure if I’ll find the courage I need to do them. Tell a stranger my story is one of them. Tell him that he shouldn’t preserve it in his memory for my sake. I’m amazed at the sight of the jerky handwriting – clearly my own, yet I feel disbelief that I ever wrote it. Nowadays, I have more and more often moments when I barely recognise my own actions.

So where is this stranger? I stand outside number 27 Vlaanderenstraat and contemplate whether I should go in. I’ve read in my travel guide that it was the last residence of James Ensor, the painter whose work was heavily inspired by masks, and so I was ready to assume that this would be the perfect place for me to take off my own mask in front of someone. As I walk through the entrance, I am suddenly overcome with fear. What if I really did meet someone in there? And what if I really did reveal myself to them?  I turn on my heel without looking around the place any further, leaving the incredulous cashier behind me. The expression on his face reminds me of the disconcertment I feel towards myself.

Keep going, I tell myself. And choose something easier! Pay a stranger’s bill without him knowing, I read. Even I don’t know how I came up with that one. Perhaps the medications I’m taking have already addled my brains. They take care of my organs, independent of much effort on my part. I can feel how they slip down my throat and into the secretive depths of my body. Each morning I’m overcome with surprise that I am, in fact, still in a body. Sometimes I feel like I’m floating, that my eyes are like stars. The great darkness swallows their light as I, blinded, search heaven for them. A star gleams through the window and I long for its far-away home.

Near the docks, after several detours, I find a run-down pub. A man leans against the bar – as if he’d been put there for me – in his mid-thirties, wearing cowboy boots. From the bowed nape of his neck I can see he’s breathing heavily. ‘Floryk,’ someone calls. That must be him, as he raises his head from the glass he looked close to drowning in. Someone else laughs. He answers. His teeth are crooked and yellowed. His blonde hair hangs in oily strands over his bristly chin, and I feel myself become very timid in his proximity. I want to avoid him seeing me at all costs. I get myself a beer and hide myself away behind someone’s broad back. My heart beats loudly now, uncontrollably. I’m close to running out and calling the whole thing off.

Why is it so difficult to approach a stranger? Why do we hide our faces? Why do we feel shame? And why do we condemn ourselves to this loneliness? It’s worth asking questions like these. Even if the only answers we come up with are highly inadequate. I mean, you only live once. Don’t you? And I of all people have nothing to lose. I could just go over, position myself theatrically in front of the bar and shout out some coarse embarrassment. Watch as their jaws – one after the other – drop, and then run out into the starlit night. If necessary, take a few beatings. If necessary, lie there on the street. Yes, I could – if I wanted – die as soon as today, by someone else’s hand, or my own. But it’s of no use just imagining the freedom. I become less and less free with every day that passes. I’m becoming entangled in the depths (or shallows) of my being and am, as ever, not in the position to re-invent myself. The ‘I’, who I’ve brought here with me, is as restrictive as a skin that doesn’t belong to me.

Floryk has gone back to leaning over his glass. I’ve no idea what thoughts he’s brooding over. Even the nape of his neck, sweating, tells me a rough story. Perhaps he’s lost his job. Or his wife and child. Perhaps he’s sad. Or just bored. I can’t understand the words that he mumbles every so often. But I get the feeling that Flemish isn’t a very joyous language. It sounds like something from a long-ago era in which something significant was lost: soft and raw at the same time. Hurriedly, I scribble something down on the stained beer mat. For Floryk, I write, putting 50 Euros with it. Who knows how many beers he’ll get through today. If the nape of his neck is to be trusted, it will be a long night, at the end of which he’ll have no memory of me. His gaze rested on me for three seconds at the most. I’m already up. I’m already outside. With hasty steps I distance myself from a fate which has nothing to do with me, and am shocked at how practised I seem to be at this. The air is damp now, and it’s begun to drizzle, but barely noticeably. I walk with my collar turned up, and go to great pains not to draw attention to myself. Even after walking three blocks I still feel panic at the possibility that someone could confront me. My act – if it was such a thing – appears even to me to be a pointless crime. Giving 50 Euros to a stranger. I mean, that’s practically an insult.

Three days have passed by and it’s still raining. I’ve carefully refrained from looking at the list – by now rather creased – since that evening. My feelings are too complicated. The innocence I was born with transformed itself even in the early years of my childhood into guilt, and the photo which I turn over in my hands is the very last evidence I have of it. It’s a beautiful photo. I’d like to be back there. Be small again! A little dot! So carefree! I can hardly believe now that I was ever a child. I search the mirror for lost traces of his features and can see nothing that resembles him. Just a glimmer which fades away as quickly as it appears. I’ve seen too much since then. There’s too much I haven’t seen, for that matter, and I often think that it was the expression in my eyes that first became sick. Admittedly, my body followed. The room that I’ve taken here resembles it in the way the furniture is so worn out. The sofa I’m sitting on really needs to be reupholstered. The springs creak every time I move.

I have the impulse to phone someone. Tell them I’m still there, there’s still me. A familiar voice at the other end of the line would be of immense comfort to me right now.  I imagine how they would touch me from so far away, like a hand smoothing a feverish brow. I long for touch. And I long for a person who could grant it to me. Dial a stranger’s number and cry into the phone. Isn’t that one of the things I wrote down? In the nightstand next to my bed I find a yellow telephone book and read the names that are listed under N. It shouldn’t be just anybody who hears me cry. It should be someone whose name binds them to me in some way. Like Nymandt, for example. But I can see that’s not a common name. I do however find a Hendrickx under H. The X at the end challenges me. I make a cross next to it and pick up the receiver. 36.78.95. It rings. There’s a light crackling sound. An answer phone. I hang up. Just to try it again right after. 36.78.95. Again, the same. No-one there. This time, the tears come of their own accord. I stand in a shabby hotel room and cry onto a stranger’s answer phone. My sobbing fills an entire tape. When I eventually put the phone down, I feel lonelier than ever.

And what now? The thought that later tonight, when Hendrickx comes home, I’ll be crying for ten minutes in his living room comes over me with a shocking force. He’ll think it’s a close friend of his. Or perhaps even a relative. And he’ll ask questions, of course he will. Leaf through his address book and be unable to figure out who it was. He’ll go over and over it, a beer in hand, wracking his brains. Or – who knows? – maybe he’ll just pause for a moment. Maybe cry himself. In his whole life, nothing like this has ever happened to him, or in all likelihood, will ever happen again. The chances of a reoccurrence are slim. But there are coincidences in life which are very complicated and which no-one can really explain. No-one has any idea how or why they occur. Within every coincidence there lies a secret which refers to something greater than itself. Someone’s life, for example.

So I’ve already crossed two things off my list. Three are still to be done, and out of those, the first is the most difficult. I make my way around a town that I’ve been in once before, but I don’t make the slightest effort to feel at home. In the streets there’s a hazy, sandy light which I follow right to the end. But where the streets seem to stop, they actually lead into another and so on. There’s an endless network of crossings, and even the narrowest of alleys seem to lead somewhere.  Oostende was perhaps not the right choice. But it’s too late now to try it all again; somewhere else, from scratch or even possibly to make a better job of it. In Leopoldpark I double over in pain, and can’t seem to rid myself of it. I clutch at my stomach and almost cry out. But before I can, someone grips my arm. Says something, I don’t know what. Supports me. Sits me down gently on a bench. Looks at me with blue eyes. Goes away. Comes back. With a beaker filled to the rim with water. ‘Hendrickx?’ I ask. No, he shakes his head. ‘Verhoeven,’ he says but I choose to hear Verhoeren (meaning ‘to interrogate’ in my own native language) and then find myself speechless. This is the stranger who I’m supposed to tell my story to, and from whom I ran a few days ago. I’m almost sure that he’s the one I would have met in the James Ensor house if I’d only had the courage to go in, and I’m thankful for this new opportunity. ‘German?’ I ask, in a whisper. Yes, he nods. Above our heads, a tree is blossoming, and I believe I can even hear one of the buds bursting out.

His name is Jan. He’s twenty years old and just in Oostende on a visit. ‘Just passing through,’ he says, and holds the beaker to my mouth. I drink greedily from his hands and am happy that he will be gone by tomorrow. Now I need to be quick, because time – as I should know – is against me. ‘Please wait a moment,’ I say. ‘Just a little while.’ What comes next is a forced confession. My words are rushed and broken. The sentences just come out of me, one after the other, disconnected. But Jan is a patient listener and doesn’t interrupt me even when my words are incomprehensible. We sit on the bench, the park bursting into bloom around us. An onlooker could take us to be family without a second thought.

Only when I finish does it occur to me that I’ve only known Jan for a mere quarter of an hour. I’ve told him everything that I thought of in this short space of time, and took great pains not to leave out even seemingly insignificant details. ‘Why?’ he asks me. ‘Why me?’ I want to say: So that you will forget me. But instead I just say some trivial thing. Anyway, he’s young and so careless by nature. Today or tomorrow he’ll get onto a train with my story, and travel off in some unknown direction. The landscape the train passes through will blur into an indefinable nothing before his eyes and, when he arrives, it will all just be a pale memory. Once, a very long time ago, I met this man in the Leopold park in Oostende. Maybe he’ll say this to his children someday. But the rest will be forgotten. For what he doesn’t yet know is that his own story will erase mine. He’ll think he’s talking about me, but in actual fact he’ll be talking about himself. And eventually, no-one will be able to say where one story starts and the other ends. I watch as he disappears behind the bushes. Already, his slender form is barely visible. But the sharp pain which brought him to me is still there and I stay sitting for a long while, watching the trees grow. Carried on the breeze, a Thank You has become entangled in the branches.

The next morning I go to the Wapenplein, where flowers are sold every Sunday morning. The scent of spring and romance are in the air. For the first time since my arrival I have the desire to live to a hundred. I mean, on days like this the world can seem a pretty good place. Only, days like these don’t come along very often. I can feel the list in the pocket of my jacket, and when I close my eyes, I can see them glowing. Three sentences crossed through. And two that still need to be. Give an unknown woman a bunch of bright red tulips. Oh, what was I thinking of? The first – and last – woman I had anything to do with has been lying beneath a moss-covered gravestone for years, and the ending – I’m sure I read that somewhere once – was difficult for both of us. It occurs to me that I didn’t tell Jan about that, as I didn’t about so much else. So my confession was only a pseudo confession, and I realise that it’s just not possible to share yourself with another person. And if it is, then only partially. If I’m honest, I wouldn’t have been able to do it back then either. ‘Who are you?’ Erika asked me, shortly before she died. When I finally moved my lips, she had already passed, silently. But it was good that she didn’t hear the answer. It wouldn’t have spared her.

But the woman over there! She looks as if she hasn’t been given a bunch of flowers in a long time! For a few coins I get ten pointed tulips. I’m sweating so much inside the tightness of my skin that the paper they’re wrapped in gets all wet in my hands. For a moment, I’m sixteen again, spotty. My voice would break and I wouldn’t be able to get a single clever word out. ‘Erika,’ I say. She smiles at me. I still remember how she was wearing a blue-green dress. A warm breeze came from somewhere and loosened her hair. We couldn’t have known that the blood of those about to die coursed through our veins. We were so eager to deceive ourselves about that. We were strangely ageless and had no inkling of the frailty to come. The eternal life we dreamed of crumbled before its time.

But this woman bears no resemblance to Erika, and this gives me courage. Just five steps separate me from her. My pace is slow, almost non-existent. Bizarrely, the mass of people seems to draw back away from me. They move out of my way to give me room. ‘Good Morning Ma’am.’ I hear myself speak as if from a great distance, and blush as red as the flowers in my hand. It’s hot. I don’t remember anything else after that. Only that I wake up at around half five in a strange room. I’m naked. Or at least, scantily clad. My clothes are folded next to the bed. Everything is white, blinds me. Where am I, I ask myself, and then realise that I’m in a hospital room. I’m hooked up to all kinds of tubes, and machines whir away around me. ‘You had a fall,’ says a woman, and I try to recognise her. ‘You had a fall,’  she says again, scribbling down a few words. ‘Mr Frentzen?’ ‘Yes, that’s me.’ ‘In your condition you shouldn’t be going out.’ ‘But...’ ‘You know exactly what I mean.’ ‘But...’ ‘No! You must stay lying down.’ The room has started to spin. The walls slip away. ‘I don’t want to die. Not alone. Please try to understand. I have to know what happened to my flowers. I have to know if she...’ ‘Please don’t get worked up.’ Two strong hands push me back down on the bed, and the force with which they hold me down stifles my last possible attempt at resistance, at least for today.

How long will it be before my heart stops beating? I look myself up and down, and feel for the first time in a long while a vague sympathy for my body. My abdomen rises and falls. My breathing is shallow and heavy at the same time. I see my finger twitching against the blanket, and it’s as if it doesn’t even belong to me. In a way it’s separate from me but yet I know it’s mine. Exactly how I would like my encounters with other people to have been. So strange. So familiar. But it was always like there was a wall up on both sides. You can see it’s not a real one; that just a few, decisive movements would bring it tumbling down. But at some point – a day in September – you began to see it as real, and then you barricade yourself in, and stop wanting to make it over to the other side. But in doing so, you miss out on the chance of great happiness. And that’s much worse than losing an umbrella. I feel a loss which I can’t compare to anything else. If I could just manage, just the once, to get out of my skin and into someone else’s. I mean, then I could die without the usual taste of regret in my mouth.

The doctor doesn’t understand me. She’s indignant that I don’t want to obey her. She gives me a long lecture about common sense and the lack of it and sends me off with warnings – the same ones that I’ve given myself for so long. She means well, I think, as she calls a bitter ‘Tot ziens’ after me. That means ‘Goodbye’ and reminds me of the remaining tasks which I still need to take care of.

Embrace a stranger and bid them farewell. All of a sudden the idea of lying in a cold hospital room is more appealing. The name at the foot of my bed would be the only thing that made me actually exist, and every day I would be brought a ready-prepared meal, to cover up for the fact that I no longer count in the eyes of the world. I became a number. The 6.968.573.869th person in the world. As soon as I die, thousands – no, thousands and thousands – more would be born and my death will be nothing more than an equation. What am I trying to prove? And to whom? What have I taken on? No-one will find these lines. No-one will say that they weren’t in vain. I’m no hero, I don’t deserve posthumous fame. My existence is based upon a succession of insignificant details. I’ve never done anything great. I’m a prototype. Nothing more. In any case, not the kind of person about whom anyone would talk or be silent for longer than five minutes. I imagine my funeral will be a purely routine event, where the sole aim is to dispose of a piece of flesh.

I go for a walk on the beach. A gentle wind is blowing. As I turn around, I notice I’m leaving footprints. Then I see that they’re everywhere. Criss-crossing in the sand. Of people and animals. By one of the smallest prints, I stop and look. A baby. Of course! I should embrace a baby. You can hug a baby without attracting attention. It’s natural to show them affection, and no-one thinks it strange when you pinch their cheeks. A few metres further on I see a woman with her child in her arms, and I resolve not to make a fumble of things this time. Without hesitation I walk up to her and – suddenly I’m three years old again. A dot in front of a turbulent sky. The waves crash to my right and left. Somewhere there’s a father, partly cut off from view, standing in the sand. And my God, he’s furious. He races up to me. He punches me until my lips are raw. The red of my blood glows garishly against the vanishing horizon. Without understanding the language, I grasp a certain amount. An old man who assaults innocent children. ‘Farewell,’ I shout, once the three of them are no longer there. I have to achieve that at the very least. I lay the list in front of me on the wet sand and one-two-three it trickles onto the grey-white paper. What’s left? At last I’m asking the question COMPLETELY without hope of an answer. The word that I trace in the dunes with my index finger makes no sense, apart from whatever a passer-by might want to bestow it with. Love, I write. It could be a noun. A verb in the first person singular. Or an order. I put an exclamation mark after it. Made from a broken piece of seashell. Nothing remains. Nothing lasts forever. I have just enough energy left for a lavish meal at the hotel. Garnaalkroketten with salad. Followed by a walk up to the second floor. The porter – without any hesitation – gave me the key. His smile is friendly, but noncommittal. He asked me how I was, and then, without waiting for an answer, wishes me good night. I go into a room, a room with a creaking sofa. I close the curtains because of the light of the town. And the stars. And the darkness. Out of my bag I take a carrier bag. Out of the carrier bag I take a package. Out of the package I take a bottle. Out of the bottle, I drink a small drop. And then another. And another. Another. Until I – yes, until I’m submerged.  Or am I deceiving myself? A month, more or less! What does it matter really. The death certificate that someone will complete for me will have an official stamp. Oostende, it will say, 29 April. And with the best will in the world, I couldn’t say I would wish for any other ending than this one. I mean, nothing else should get in the way now... Unless... – everything becomes black. And blacker than black. That is the last of all the colours – after how many eternities? – that I’m to remember. Everything else slips away and has no permanence.

Oostende, 29 April 20XX

 

Translated by Jamie Lee Searle


Jamie Lee Searle is a translator (German to English), translating literary fiction, short stories and journalistic articles for publishing houses and organisations throughout Europe. She also reviews German literature for publications like New Books in German. After having studied German at the University of Exeter, and later translating for Reuters, she completed an MA in Anglo-German Cultural Relations at Queen Mary University of London, for which her thesis on Timothy Garton Ash and his contribution to the understanding of the GDR in the UK was awarded with the 2010 Jethro Bithell Award. She lives in London, teaches German and translation at undergraduate level, and also works as a freelance copy editor and researcher. She is a co-founder of the Emerging Translators Network, which supports early-career literary translators, and blogs at www.translatingbetweenthelines.wordpress.com.


Podcast read by Jonathan Berman