Karlsruhe Reversible Image, September 2016

Kippbild Karlsruhe, im September 2016

Monika Rinck

Monika Rinck

Monika Rinck (1969, Germany) writes poetry, prose and essays. She lives and works in Berlin. Since 1989, after her university years devoted to Comparative Literature and Religious Studies, several publications came out. Her most recent poetrybook Honigprotokolle (Honey Protocolls) came out 2012, for which she was awarded the Huchel-Preis 2013. This publication was followed by Risiko und Iditotie, Streitschriften (Risk and Idiocy, essays) in 2015. The same year she was awarded the Kleistpreis. She is a member of P.E.N., the Lyrikknappschaft Schöneberg, the Akademy of Arts Berlin and the German Academy for Language and Literature. Since 2008 she performs as the ‘RottenKinckschow’, together with Ann Cotten und Sabine Scho. Furthermore she translates, most notably with Orsolya Kalász, from Hungarian, works on projects with musicians and composers and teaches from time to time at the University of Applied Arts in Vienna.

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Kippbild Karlsruhe, im September 2016

Kippbild: HASE UND ENTE


„Mai und Juni sind die schönsten Monate. Aber im September
gleichen sich Traum und Wachzustand an.“ Adam Zagajewski

“An expert finds an antcrawling pulse, where a beginner finds
nothing unusual.” Shigehisa Kuriyama


 

 

Im September, heißt es, glichen sich Traum und Wachzustand an.
Aber auf welcher Erdhalbkugel, wo ist das so? Ist es gegeben
als ein Befinden, oder schlägt‘s um wie Riesenhase into Eiderente?
Das hier ist Karlsruhe: Ein niedriges Zäunchen wird respektiert.
Viele lange Jahre warten Menschen vor dem ZKM auf ihre Taxe.
In der Ostukraine kommt es seit einiger Zeit erneut zu Gefechten.
Sitz des weißen Riesenhasen ist ein Gehege im Karlsruher Kornweg.

* * *

Mein Körper versteht nicht, wo er sich befindet.
Die Zähne werden mir locker. Die Toten sind fort.

* * *

Es ist immer noch Sommer. Aber hindurchgejagt durch Apparate,
so dass der Sommer sich heillos verteilte, bis er selber verging.
Die Notate sollten ihn retten. Wer entscheidet, was dazugehört
und was nicht mehr geht? Vertierung geht, Verweiblichung auch,
Vernichtung nein, Vermännlichung ja, Verachtung uff jeden Fall,
Verachtfachung unklar, verlorene Versorgungseinheit geht auch,
Verseelung bleibt unklar, Verrohung geht allemal. Der Sommer bohrt.
Der Sommer bohrt Löcher. Da fädeln Alb-Angler Nylon hindurch,
und werfen alles, was bewusstlos verging, noch einmal aus.
Köder. So schwächen sie die Apparate und helfen den Notaten.

* * *

Was machen indes die Russen? Sie machen lokale Gedichte.
Meinst Du, es müsste überall taugen? Dein universales Gedicht?
Dass es nicht nur für eine exquisite Reihe, eine Elite von Leuten,
deren Auswahl von vornherein feststand, an einem sicheren Ort,
der bekannt war, zu einem vereinbarten Preis, von nicht mehr
als 20 Minuten Länge, vorgetragen in angemessener Kleidung,
sondern schlichtweg überall, an jedem Ort, jeder Länge, für alle?

Es müsste überall taugen, oder nicht? Dass ich mich auch
in der Ukraine seiner nicht schämte. Wie müsste es sein,
dass es taugt? Oder so: Wenn es überhaupt taugen soll,
dann taugt es nicht überall. Kann es nicht überall taugen?

* * *

Hier sieht eh ein jeder, Hase oder Ente, eine andere Stadt.
Es gibt dennoch (oder eben deswegen) von ihr einen Plan.
Sie ist ganz schön symmetrisch, müpfelt Riesenhase bekehrt.
Sein Puls rast über die Straße. Sein Puls ist als erster im Ziel.
Es fühlen zwei verschiedene Meister in der Speisekammer den Puls
des an einem Bein ins Nichtssein sich hineinhängenden Hasen.

Das ist der Trick: Identisches Bild zeigt zwei verschiedene Wesen.
Und jeder Ausdeuter des Pulses fühlt einen anderen Puls.
Was pulsiert, lebt. Eine Hand fragt die andere, wie es ihr geht.
Mein Puls ist grad sehr bemüht, muss ich sagen, rau.
Und schwer wie nasser Sand. Und leicht hinab gesunken.

Was Sie wahrnehmen, wenn Sie etwas berühren (den Puls),
hängt davon ab, wie Sie etwas berühren. Ärzte in China
fanden Rutschigkeit, fanden Raues, griechische Ärzte nicht.
Denn Chinesen fühlten nicht einzelne Schläge, sie fühlten
den Strom: something that flowed. Wie in Karlsruhe die Alb.

* * *

Es überrascht vielleicht, dass die finnische Kalevala
ausgerechnet der Ente eine unverzichtbare Rolle
bei der Erschaffung der Welt zuweist. Es ist aber so.

* * *

Unklare Prädispositionen, vor der Erfindung des MRT, grunzen die Enten. Halali.
Ein wandernder Eremit trägt schwer am Caravan der Einsamkeit. Trambahn hält.
Kundiger, verkündige, was nur du verkünden kannst, den ganzen Rest lass weg.
Der Mann war im Besitz zweier Lebern, der indische Assistenzarzt ertastete das.

* * *

Wo habt ihr die Nadel versteckt? – Wir haben die Nadel in der Ente versteckt.

* * *

Ein Vorsokratiker sagt: Die Sonne ist so groß, wie sie uns erscheint.
Er wird etwas genauer: Sie hat die Breite eines menschlichen Fußes.

* * *

Eichhörnchen hat mich von oben beworfen. Zernagte Schalen.
Es schwebet durch die Luft, lebt auf Ästen von hohen Bäumen,
lebt beim Fliegen. Ich will weinen. Schnauze. Lebt dazwischen.
Hände und eine generelle Geschäftigkeit schraffieren den Park.
Im Garten ein gigantischer schneeweißer Nager. Die Alb fließt.
Du Reihenhaussiedlung, sicherlich kann man hier leben, obwohl…
Herrscht die Angst vor dem Traum. Lernt spanische Vokabeln.
Der Traum ist rege, kleinteilig, besät mit panischen Details.
Spanische Grammatik. Am Ufer der Alb entlang. Erst in diese,
dann in jene Richtung. Sträßchen, Springkraut, Mähmaschine.
Im Souterrain: Kampfsport, reglos rumhängende Säcke. Bälle.
Beutel. Röhr. Der brauchte erneut drei Jahre, um auszuparken.
Und wieder ein. Hört, hört. Lest die Zeitung. Ist schon gelesen.
All die jüngst verstorbenen Menschen. Sie sind nicht mehr hier.

* * *

Jetzt kommen Enten. Es ist so schade, dass ich die Sprache verstehe.
Je vais vous apporter le canard. Du Gans! Wen willst du und wie kannst du?
Entfremdung herbeiflehen! Ich werde Ihnen am Dienstag die Ente mitbringen.
Auf Spanisch: El pato. Plural: Los Patos. (Wie Pathos, doch ohne das H).
Aber nicht die Sprache der Ente ist es, die du bedauerst zu können,
sondern Deine ist‘s. Die Sprache des großen weißen Hasen im Garten,
der sich durch morgendliches Herumrasen und Putzrituale verständigt.
Es gibt genug, was du selbstredend auch so nicht oder missverstehst.

* * *

Menschensprache Gewalt. Schusswaffengebrauch.
Der Busfahrer verteilt Messer unter den Fahrgästen.

* * *

Wie kokett. Wie das kokelt. Ich habe auf der Alb enorme Enten gesehn.
In Karlsruhe. Dann schlug sie perspektivisch in einem Wohnviertel ein.
Ihr müsst: Hineinversetzung. In unbekannte Formen. Immerzu annehmen,
die andern sehn etwas unvergleichlich Unterschiedenes von dem, was ihr seht.
Siehst Du Karlsruhe. Fußgängerzone. Baustelle. Ein Baustellenreigen. Eine Serie
von Premieren. Ein Serum. Und immerzu, was unter dem Pflaster ist. Ich sehe
Unmengen von Männern im öffentlichen Raum. Ich sehe Plakate, Selbstbetrug
und das Wort Schalter. Jetzt werden die Läden geschlossen. Es kommt die tiefe,
die Karlsruher Nacht. (Stimme des Schaffners erinnert an: in einer Kutsche zu fahren.)

* * *

Syphilitische Knallchargen bestäuben die Wiese.
Sie verringern das Risiko. Alle Blumen blühen knallrot.
Zwei Tage danach: Alle Blumen hängen und bringen,
später im Jahr, minderwertige Früchte hervor. Hatschie.
Etwas schleicht sich heran. Im Laub sind nur Blicke.
Kein Leib ist im Laub. Die Grillen beziffern den Raum.
Mit mikroskopischen Zahlen. Mit Primeln, mit Hummeln.
Autos rauschen ohne Pause und der Busch brennt.
Immer wieder knallt ein Wesen gegen mein Fenster.
Was werde ich ernten? Du erntest, was keiner säte.
Weißer Riesenhase klagt: Schon wieder nur Gras.

* * *

Die Welt des Aufenthalts. Internet lahmt. Der Tee wirkt.
Er wirkt beruhigend. Das Reh winkt. Es winkt würgend.
Es verkündet, sich windend, das Ende des Sommers (ist da).
Die Welt des Aufenthalts ist nicht sehr groß. Noch kleiner.
Ob Sie die Annahme, Zivilisation sei eben doch nur Zufall,
jetzt mit einem Mal als Beruhigung Ihres Stachels erfahren?
Sie geben klein bei, geben auf, verhalten sich realistisch?
Wie viele Antworten sind richtig? Entscheiden Sie selbst.

* * *

Gebeten, Dich an der Zertrümmerung des Gedichts zu beteiligen,
was tust Du da? Schweigen? Kooperieren? Oder brütest Du stumm?

* * *

Das Zwitschern eröffnet den Raum links hinten, neben dem Laub.
Die Glieder sind müde. Auch die der Männer. Sie kriechen
in sich selber zurück. Du musst jetzt sehr viel Wasser trinken.
Die Gesten bestehen. Aber woraus? Aus der Zeit, aus dem Jetzt.
Der Abend kommt. Ein Summen im Nacken. Niemand ist hier.

* * *

Orakel Riesenhase, Beschallung der Fläche im 2. Untergeschoss:
Ich bin zehntausend Jahre alt und draußen schreit ein Wesen.
Die Fliegen wirbeln. Das tun sie innen. Es sage mir doch jemand,
wozu! Du weißt nichts, du kannst nichts, es wird immer schlimmer.
Nein, ich kann spanische Verben konjugieren! Kannst Du nicht!
Jetzt kreisen Propellermaschinen. Was für ein Wesen das ist,
was da schreit! Du findest es nicht, nicht heraus. Die ganze Nacht.
Was zu tun ist, tun. Ist das hier zu tun? Und dies? Die Lungen.
Nicht das Quieken der Menschen. Es sind womöglich Frequenzen-
Hase muss liefern. Lieber sollen die quiekenden Menschen liefern.
Aber das tun sie, das tun sie seit Stunden, du stumpfe uralte Nuss.
Du quiekender Mensch, liefere Frieden sofort! Bis vor die urigste Tür.

* * *

Ich habe die Schönheit gesehen, gespürt und gelöscht.

* * *

Ich trage meine Augen durch die Stadt.
Ich fahre meine Sinne durch die Stadt.
Und ich fliege meinen Körper überland.
Und schreibe friedlich Friedenslyrik
in der Karlsruhener Fußgängerzohn.

* * *

Der junge Mann stand auf, als die Katze noch brannte. Meinten Sie „Kerze“?
Später verlöschte sie hörbar im anderen Zimmer. Die Stadt war symmetrisch.
Sie habe zwar Größe, sei aber nicht gefüllt von Vergnügen, so Varnhagen.
Es ist noch so heiß hier am Tage, mit dem Abend kommt die Nachtabsenkung.
Ich bin nicht weit genug gegangen. War noch gar nicht dort. Blieb einfach hier.

* * *

Auf dem kranken Feld wird das Maß der Erholung von der Genesung vertilgt.
Es grasen die farbveränderten Pferde. Die Routinen bemühen (RATZ oder KOTZ).
Der Riesenhase fasst die Datenströme zu kleinen schwarzen Kugeln zusammen,
die er strategisch arrangiert. Dann bleibt er sehr lange wach und erwartet Bilder,
die sich nicht mehr löschen lassen. Er speichert ohne Unterlass. Er evoziert.

* * *

Und schlossen die Zeitung und schraken zusammen.
Oder schraken zusammen und schlossen die Zeitung.
In schwachen Momenten. Und rührten die? Die? Tasse?
Geh etwas weiter nach Westen, immer nach Westen.
Wo altmodische Leute von ihren Abteilungsleitern
ungut behandelt, fremde Gesichter sich schminken.
Seejungfrau, Streichelhöhnchen, Protestente, Zombie.
Kabul: Ein zweiter Attentäter detoniert unter den Helfern.

* * *

Schau hier: Die Seele, die sich ihren Körper selber bauet. Hello!

* * *

Bald beginnen die schönen hellen Septembertage.
Sie beginnen schon heut. Kühle Sonne, Dein Morgen!
Deine Weite! Deine Sorgen. Dein Reichen ins Künftige.
Dein Anteil von Unbekanntem. Dein unbekannter Ton.
Deine traurige Kunde ist: Winter. Zweite traurige Kunde:
Der Tod ist gewiss. Dein Morgen. Dein helles Licht.

* * *

Man versteht es nicht solange, man nicht weiß,
dass es eine Hundeschule ist.
Wie man auch den Garten nur im Blick auf Nagetiere
sich erschließen kann.
Doch wenn man weiß, dass es eine Hundeschule ist,
hat die Wippe, hat die Röhre einen Sinn.
Sobald man den Hasen sieht, sieht man das Ideal.

* * *

Für Unbehaglichkeit ist‘s schon genug,
nachts in den falschen Bus zu steigen
und zu fahren, nervös und nackenstarr,
durch Karlsruh, das dark ist und fad und
überraschend weiträumig sogar, ja sogar.

* * *

Komm mit der Säge der Freunde.
Komm mit dem Nagel der Reue.
Komm mit der Freude am Falschen.
Komm, deute das Falsche mir um,
so dass es mir richtig erscheint.

* * *

Siezen Sie jetzt wieder die Tusse in Ihrem Stupor?
Die hält die Sonde in Ruhe und zählt weiche Bläschen.
Wutanfall ist nicht Recherche. Ich sieze sie ziemlich.
Dann aber: Großer, fast finaler Auftritt Riesenhase!
Wer den duzt, ist zu allem bereit. Schutzbehauptung.
Konsequenzen, Busby Berkeley. Federn. Bolzen.
Fächer. Stillleben in Kunsthalle Karlsruh. Hingehn.

* * *

Nun tritt ans Fenster: Schau, es ist erneut der Riesenhase!
1 Quadratmeter seines Fells wird auf dem Marktplatz ausgestellt.
O Rosenblatt, groß wie der rote Bettbezug monströser Paare!
Pyramidal! Doch das Interesse erlahmt. O nein! O doch! Sinnlos!
Ich habe einen Termin. Dabei kommt es langsam zur Deckung.
Bitte streicheln Sie mich vorsichtig. Der Hase hat ganze Fetzen
von Fell an die Beharrlichkeit übermütig Streichelnder verloren.
Steht der Hase vor Gericht? In welcher Verfassung ist der Hase?
Halt! In welcher Verfassung steht der Riesenhase vor Gericht?

* * *

Der Anwalt des Hasen sagt: Die gesamte äußere Welt
ist nichts als eine Auseinandersetzung im Rockermilieu.
Sie steht mit meinem Mandanten in keinster Verbindung!

* * *

Laub und der Gestank des Sommers.
Wie eine wandernde Wand. Ein Streifen.
Zu nähen, in deinen Atem hinein, ihn holen,
ihn halten, solange es geht, in der Nähe.

* * *

Sagt der Riesenhase zur Eiderente:
Du kommst vor ein Wildgericht.
Antwortet die Eiderente: Nein!
Ich bin nicht in der Verfassung,
vor ein Wildgericht gestellt zu werden.

* * *

Die warmen Tage hast du allesamt verpasst.
Lebst nur noch von den Kapseln, die du brichst.
Doch der Tresor, er öffnet sich, ist leer. Ist Lehrer.
Wird dich lehren hierzubleiben. Doch der Regen!
Der Regen hat begonnen. Und hört nicht mehr auf.
Die Geliebten lass jetzt gehen. Und woanders leben.
Drauf. Erde Lauf. Truhe auf. Truhe zu. FeWo Karlsruh.

* * *

Saved from extinction, singt David Garland, only in a dream.

* * *

Traurig als wäre es Sonntag
in einer kleinen Stadt
und etwas hörte endgültig auf

* * *

Wir leben Lieblingswäsche, Waffen Rummer.

 

NATURKUNDEMUSEUM KARLSRUHE


1)
Jetzt hier mal ganz allgemein gefragt:
Wozu sind Oberflächen zu verwenden?
Zum warnen und tarnen, stechen,vergiften,
wärmen und kühlen, haften, selbstreinigen.

2)
Korallen in Innenräumen. Glaubt man kaum.
Hinter den Kulissen der Korallen: Pumpen.
Schläuche und andere Maschinen. Türen.
Da drum herum gehen oder mitten hinein.
Mitten hineinzugehen heißt: a) Verschwinden
machen und b) sowas wie eine Arbeit haben.

3)
Schau hier, die fleißigen fluoriszierenden Korallen,
immerzu bewegen sie sich. Niemals halten sie still.
Sie sind das Leben, solange es lebt. Hab keine Angst.

4)
Er trägt borstenartige Tastfedern an der Schnabelbasis.
Ich trage bratensortige Testfasern an der Schädelbasis.

5)
Der buschige Schwanz dient dem Burschi als Steuerruder.

6)
In Entenfang stieg ich aus. Und schaute mich um.
Eine auf der Seite liegende halbgerupfte Ente
gab Auskunft über die Qualität ihres Gefieders.
Eine ältere Dame über die Intervalle der Tram.
Am besten sei Eider, ja die Tram komme gleich.

7)
Das Grollen des Riesenhasen! Er kommt näher.
Leichtere Erschütterungen. Das Rütteln der Platten.
Minerale sind meist regellos im Urgestein verteilt.
Achtung: Längliche Blasen weisen darauf hin,
dass die Gesteinsschmelze auf der Erdoberfläche
– als eine blubbernde Glutlawine – ausgeflossen ist.
Der Riesenhase liegt in einem heißen Bett aus Lava
es macht ihm nichts, wonnig wälzt er sich des nachts,
Feuerfontänen begaben seine Schlaf mit Spektakel.
Er steht mit allem in Flammen und morgens früh auf.
Dann widmet er sich noch glühend (oder dampfend)
dem Zerrbild der Enten und verfasst ein herbes Sonett.

8)
Hihi! Es kichern die Seelilien, bevor sie in großen Mengen
zusammen geschwommen kommen und Gesteine bilden.
Man hört daher die Steine hin und wieder wie Lilien kichern.
Wenn man sich sehr gut konzentriert. Sich leise bewegt.
Und auch sonst in reizbereiter Verfassung ist. Srrhihissrrr.

9)
Woran erkenne ich ein Konglomerat? Es sandet leicht ab.
Eine Auseinandersetzung im fossilen Milieu. Tu unbeteiligt.
Grüße nicht. Suche Unterschlupf im nächsten Treppenhaus.
Schon in wenigen Millionen Jahren wird sich alles, alles zeigen.

10)
Sagt ein Riesenhase zum Anderen:
Wir werden dich in Grundwasser auflösen
an einen anderen fernen Ort transportieren,
und dort in Form von Knollen (Konkretionen)
wieder ausfällen, ganz intakt und unversehrt.
Sagt der andere Riesenhase: Lieber nicht.

 


KUNSTHALLE KARLSRUHE

 

Tritt hinein wie in ein gemauertes Vorzelt.
Mir ist als sei ich mit der Kutsche gekommen,
in die Riesenhütte, also: den Palast gefahrn.
Höhe ja, aber gequert durch Schwere, so.
Und angewärmte alte Luft, ein bis zwei Mixer
im Drahtkasten rotieren unter jedem Fenster.
Hier wohnen Heilige, sowie Hasen und Enten.
Viele Menschen passen sehr lang auf sie auf.

Gefleckter Erpel, Canard Tacheté: Süperbe!
Gysbert Gillisz de Hondecoeter, 1604/05 bis 1653.
Aus dem Kabinett von Karoline Luise von Baden.
Nicht billig. Meisterhaft gemalt vom Meister der Vögel.
Von einem Meister der Vögel unter anderen. Gut, gut.
Aber das Auge! Das Auge! Die beiden. Der Schnabel.

Es brüllt der Riesenhase, die schaukelnde Laterne:
Besuchen Sie das Gemäldekabinett der Karoline
und treffen Sie auf einen erstklassigen Enterich!

 

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Kantelbeeld Karlsruhe, in september 2016

Kantelbeeld: HAAS EN EEND


„Mei en juni zijn de mooiste maanden. Maar in september
gaan dromen en waken op elkaar lijken.“  Adam Zagajewski

“An expert finds an antcrawling pulse, where a beginner finds
nothing unusual.” Shigehisa Kuriyama


 

 

In september, zeggen ze, gaan dromen en waken op elkaar lijken.
Maar op welk halfrond, waar is dat zo? Staat het vast
als een toestand of slaat het om als reuzenhaas into eidereend?
Dit hier is Karlsruhe: een nederig hekje wordt gerespecteerd.
Jarenlang wachten mensen voor het ZKM-gebouw op hun taxi.
In Oost-Oekraïne komt het sinds kort opnieuw tot gevechten.
Wittereuzenhazenleger is een terrein aan de Karlsruher Kornweg.

* * *

Mijn lichaam begrijpt niet waar het zich bevindt.
Mijn tanden gaan los staan. De doden zijn verdwenen.

* * *

Het is nog steeds zomer. Maar heen gejaagd door apparaten
zodat de zomer zich heilloos verdeelde, tot hij zelf verging.
De notaties moesten hem redden. Wie besluit wat erbij hoort
en wat niet meer past? Verdierlijking past, vervrouwelijking ook,
vernietiging nee, vermannelijking ja, verachting zeker weten,
verachtvoudiging onduidelijk, verloren verzorgingseenheid gaat ook,
verzieling blijft onduidelijk, verruwing gaat beslist. De zomer boort.
De zomer boort gaten. Daar rijgen Alb-vissers nylondraad doorheen,
en gooien alles wat bewusteloos verging, nog eens uit.
Lokaas. Zo zwakken ze de apparaten af en helpen de notaties.

* * *

Wat doen de Russen ondertussen? Ze schrijven lokale gedichten.
Bedoel je dat het overal zou moeten deugen? Je universele gedicht?
Dat het niet alleen voor een exquise reeks, een elite van mensen
wier keuze van voren af aan vaststond, op een bepaalde plek
die bekend was, tegen een overeengekomen prijs, niet langer dan
20 minuten durend, voorgedragen in kleding op maat,
anders simpelweg overal, op elke plek, elke lengte, voor iedereen?

Het zou overal moeten deugen, of niet? Dat ik me ook
in Oekraïne niet hoef te schamen. Hoe zorgen we
dat het deugt? Of zo: wanneer het sowieso moet deugen,
dan deugt het niet overal. Kan het niet overal deugen?

* * *

Hier ziet toch iedereen, haas of eend, een andere stad.
Die heeft toch (of zelfs om die reden) een bedoeling.
Ze is heel mooi symmetrisch, bromt reuzenhaas bekeerd.
Zijn polsslag raast over straat. Zijn polsslag komt als eerste aan.
Twee verschillende meesters voelen in de voorraadkamer de pols
van de zich aan één been in het niets opgehangen haas.

Dat is de truc: identiek beeld toont twee verschillende wezens.
En elke opnemer van de polsslag voelt een andere polsslag.
Wat pulseert, leeft. De ene hand vraagt de andere hoe het gaat.
Mijn pols is net erg geforceerd moet ik zeggen, ruw.
En zwaar als nat zand. En lichtelijk gedaald.

Wat u waarneemt als u iets aanraakt (de pols),
hangt af van hoe u iets aanraakt. Artsen in China
vonden glibberigheid, vonden ruws, Griekse artsen niet.
Want Chinezen voelden geen losse slagen, ze voelden
de stroom: something that flowed. Zoals de Alb in Karlsruhe.

* * *

Het verbaast misschien dat de Finse Kalevala
uitgerekend de eend een cruciale rol
bij de schepping van de wereld toebedeelt. Maar het is zo.

* * *

Vage predisposities, voor de uitvinding van MRT, knorren de eenden. Halali.
Een wandelende kluizenaar tilt zwaar aan de karavaan der eenzaamheid. Tram stopt.
Verkondiger, verkondig wat enkel jij verkondigen kan, laat het overige weg.
De man was in het bezit van twee levers, de Indische assistent-arts bevoelde het.

* * *

Waar hebben jullie de naald verstopt? – We hebben de naald in de eend verstopt.

* * *

Een voorsocraticus zegt: de zon is zo groot als ze zich aan ons voordoet.
Hij wordt iets preciezer: ze is zo breed als een menselijke voet.

* * *

Eekhoorntje heeft me van boven bekogeld. Doorgeknaagde doppen.
Het zweeft door de lucht, leeft op takken van hoge bomen,
leeft bij het vliegen. Ik wil huilen. Kop dicht. Leeft ertussen.
Handen en een algemene bedrijvigheid arceren het park.
In de tuin een gigantische sneeuwwitte knager. De Alb stroomt.
Jij rijtjeshuiskolonie, zeker kun je hier leven, hoewel …
Heerst de angst door de droom. Leer dan Spaanse woorden.
De droom is levendig, versplinterd, bezaaid met panische details.
Spaanse grammatica. Langs de oever van de Alb. Eerst in deze,
dan in die richting. Straatje, springzaad, naaimachine.
In het souterrain: vechtsport, roerloos opgehangen zakken. Ballen.
Buidel. Pijp. Die heeft weer drie jaar nodig om de parkeerplaats te verlaten.
En weer een. Hoor, hoor. Lees de krant. Is al gelezen.
Al die pas gestorven mensen. Ze zijn niet meer hier.

* * *

Nu komen eenden. Het is zo jammer dat ik de taal versta.
Je vais vous apporter le canard. Jij gans! Wie wil je en hoe kun je?
Om vervreemding smeken! Ik zal dinsdag de eend voor u meebrengen.
In het Spaans: el pato. Meervoud: los patos. (Zoals pathos, maar dan zonder h).
Maar het is niet de taal van de eend, die je beweert te kennen,
maar ’t is de jouwe. De taal van de grote witte haas in de tuin
die zich door ochtendlijk rondrennen en wasrituelen verstaanbaar maakt.
Er is genoeg dat je uiteraard ook zo niet of verkeerd begrijpt.

* * *

Mensentaal geweld. Schietwapengebruik.
De buschauffeur deelt messen uit onder de reizigers.

* * *

Hoe koket. Hoe dat oplaait. Ik heb op de Alb enorme eenden gezien.
In Karlsruhe. Toen sloeg ze perspectivisch een woonblok binnen.
Jullie moeten: verplaatsing naar. Naar onbekende vormen. Aldoor aannemen,
de anderen zien iets onvergelijkbaar verschillend van wat jullie zien.
Zie jij Karlsruhe. Voetgangersgebied. Bouwplaats. Een bouwplaatsdans. Een serie
premières. Een serum. En aldoor, wat onder het plaveisel is. Ik zie
enorme massa’s mannen in de openbare ruimte. Ik zie affiches, zelfbedrog
en het woord schakelaar. Nu sluiten de winkels. De diepte komt,
de nacht van Karlsruhe. (Stem van de conducteur herinnert aan: in een koets rijden.)

* * *

Syfilitische paljassen bestuiven de weide.
Ze verminderen het risico. Alle bloemen bloeien knalrood.
Twee dagen daarna: alle bloemen hangen en brengen
later in het jaar, minderwaardige vruchten voort. Hatsjie.
Iets sluipt naderbij. In het loof zijn alleen blikken.
Geen lijf in het loof. De krekels nummeren de ruimte.
Met microscopische getallen. Met primula’s, met hommels.
Auto’s razen ononderbroken voorbij en de struik brandt.
Steeds knalt er weer een wezen tegen mijn raam.
Wat zal ik oogsten. Jij oogstte wat niemand zaaide.
Witte reuzenhaas klaagt: alweer alleen maar gras.

* * *

De wereld van het verblijf. Internet hapert. De thee werkt.
Hij werkt rustgevend. Het ree geeft een teken. Het wenkt wurgend.
Het voorspelt, al snuffelend, het einde van de zomer (is er).
De wereld van het verblijf is niet erg groot. Nog kleiner.
Of u de aanname dat civilisatie toch louter bij toeval bestaat,
nu opeens als kalmering van uw stekels ervaart?
U geeft toe, geeft op, verhoudt zich realistisch?
Hoeveel antwoorden zijn juist? Beslist u zelf.

* * *

Als je wordt verzocht om aan de vergruizing van het gedicht deel te nemen,
wat doe je dan? Zwijgen? Kopiëren? Of blijf je in stilte broeden?

* * *

Het getjilp opent de kamer links achter, naast het loof.
De ledematen zijn moe. Ook die van de mannen. Ze kruipen
in zichzelf terug. Je moet nu heel veel water drinken.
De gebaren bestaan. Maar waaruit? Uit de tijd, uit het nu.
De avond komt. Een gezoem in de nek. Hier is niemand.

* * *

Orakel reuzenhaas, galmt over de hele 2e kelderverdieping:
ik ben tienduizend jaar oud en buiten schreeuwt een wezen.
De vliegen wervelen. Dat doen ze binnen. Laat iemand me eens zeggen
waarvoor! Jij weet niets, je kunt niets, het wordt steeds erger.
Nee, ik kan Spaanse werkwoorden vervoegen! Kun jij niet!
Nu kruisen propellermachines. Wat is dat voor een wezen
dat daar schreeuwt! Je vindt het niet, niet uit. Heel de nacht.
Wat te doen is doen. Is dat hier te doen? En dit. De longen.
Niet het piepen van de mensen. Er zijn mogelijk frequenties -
haas moet leveren. Liever moeten de piepende mensen leveren.
Maar dat doen ze, dat doen ze al uren, jij oeroude domkop.
Jij piepend mens, lever terstond vrede! Tot voor de aloude deur.

* * *

Ik heb de schoonheid gezien, opgemerkt en gewist.

* * *

Ik draag mijn ogen door de stad.
Ik rijd mijn zintuigen door de stad.
En ik vlieg mijn lichaam deze streek door.
En schrijf vredig vredeslyriek
in de voetgangerszone van Karlsruhe.

* * *

De jongeman stond op toen de kat nog brandde. Bedoelde u „kaars“?
Later doofde ze hoorbaar in de andere kamer. De stad was symmetrisch.
Ze heeft weliswaar omvang, maar is niet vervuld van genoegen, aldus Varnhagen.
Het is hier nog zo warm overdag, ’s avonds komt het nachtzinken.
Ik ben niet ver genoeg gegaan. Was daar zelfs nog niet. Bleef gewoon hier.

* * *

Op het zieke veld wordt de mate van herstel door de genezing verdelgd.
Er grazen verkleurde paarden. Een beroep doen op routines (RATS of KOTS).
De reuzenhaas vat de datastromen samen tot kleine zwarte kogeltjes,
die hij strategisch rangschikt. Dan blijft hij heel lang op en verwacht foto’s
die zich niet meer laten verwijderen. Hij slaat onophoudelijk op. Hij evoceert.

* * *

En sloten de krant en krompen ineen.
Of krompen ineen en sloten de krant.
Op zwakke momenten. En roerden de? De? Kop?
Ga iets meer naar het westen, altijd naar het westen.
Waar ouderwetse mensen door hun afdelingschefs
slecht worden behandeld, vreemde gezichten zich schminken.
Zeemeermin, aaihoontje, protesteend, zombie.
Kaboel: een tweede aanslagpleger ontploft onder de hulpverleners.

* * *

Zie hier: de ziel die zelf haar eigen lichaam bouwt. Hello!

* * *

Binnenkort beginnen de mooie heldere septemberdagen.
Ze beginnen vandaag al. Koele zon, jouw morgen!
Jouw verte! Jouw zorgen. Je reiken naar het toekomstige.
Jouw aandeel in het onbekende. Je onbekende toon.
Jouw treurige klant is: winter. Tweede treurige klant:
de dood is zeker. Jouw morgen. Jouw helder licht.

* * *

Je begrijpt het niet zolang je niet weet,
dat het een hondenschool is.
Hoe je ook de tuin alleen met het oog op knaagdieren
kunt ontsluiten.
Maar wanneer je weet dat het een hondenschool is,
wint de wipwap, wint de buis aan betekenis.
Zodra je de haas ziet, zie je het ideaal.

* * *

Voor onbehaaglijkheid is ’t al voldoende
om ’s nachts op de verkeerde bus te stappen
en te rijden, nerveus en met nekkramp,
door Karlsruhe, dat duf is en donker en
verrassend uitgestrekt zelfs, ja zelfs.

* * *

Kom met de zaag der vrienden.
Kom met de spijker van berouw.
Kom met het plezier in het verkeerde.
Kom, leg me het verkeerde anders uit,
zodat het me juist toeschijnt.

* * *

Zegt u nu alweer u tegen die trut in uw stupor?
Die houdt de sonde in ruststand en telt zachte blaasjes.
Woedeaanval is geen recherche. Ik zeg tamelijk u tegen u.
Maar dan: groter, haast finaal optreden reuzenhaas!
Wie tegen hem jij zegt, is tot alles bereid. Beschermende bewering.
Consequenties, Busby Berkeley. Veren. Bouten.
Waaiers. Stilleven in Kunsthalle Karlsruhe. D’r heengaan.

* * *

Loop nu naar het raam: kijk, daar is-ie weer, de reuzenhaas!
1 vierkante meter van zijn pels wordt op het marktplein uitgestald.
O rozenblad, groot als het rode dekbedovertrek van monsterlijke paren!
Piramidaal! Maar de interesse zwakt afverflauwt. O nee! O ja! Zinloos!
Ik moet op de afspraak verschijnen. Daar komt het bijna tot dekking.
Alstublieft, aait u mij voorzichtig. De haas heeft hele plukken
van zijn vacht aan voortdurend overmatig aaien verloren.
Staat de haas voor de rechter? Onder welke grondwet valt de haas?
Stop! In welke grondwet staat de reuzenhaas voor de rechter?

* * *

De advocaat van de haas zegt: de gehele buitenwereld
is niets dan een ruzie in de motorbendewereld.
Ze staat met mijn cliënt volstrekt niet in verbinding!

* * *

Loof en de stank van de zomer.
Als een wandelende wand. Een streep.
Te naaien, in jouw adem, hem halen,
hem houden, zolang het gaat, in de buurt.

* * *

Zegt de reuzenhaas tegen de eidereend:
Je komt voor een wildgerecht.
Antwoordt de eidereend: nee!
Ik ben niet in de stemming
om voor een wildgerecht op te draven.

* * *

De warme dagen heb je allemaal gemist.
Je leeft enkel nog voor de capsules die je breekt.
Maar de kluis, zij opent zich, is leeg. Is leraar.
Zal je leren hier te blijven. Maar de regen!
De regen is begonnen. En houdt niet meer op.
De geliefden, laat ze nu gaan. En ergens anders leven.
Erop. 's Werelds loop. Kist open. Kist toe. Vakantiewoning Karlsruh.

* * *

Saved from extinction, zingt David Garland, only in a dream.

* * *

Treurig als was het zondag
in een kleine stad
en iets hield definitief op

* * *

Wir leben Lieblingswäsche, Waffen Rummer.

 

NATUURKUNDEMUSEUM KARLSRUHE


1)
Nu hier even heel algemeen gevraagd:
waarvoor zijn oppervlakten te gebruiken?
Om te waarschuwen en te vermommen, steken en vergiftigen,
om te warmen en af te koelen, hechten en zelfreinigen.

2)
Koralen in binnenruimtes. Geloven ze nauwelijks.
Achter de coulissen van de koralen: pompen.
Slangen en andere machines. Deuren.
Daar omheen gaan of er midden in.
Er middenin gaan betekent: a) het laten
verdwijnen en b) zoiets als werk hebben.

3)
Kijk eens, de vlijtige fluorescerende koralen,
bewegen zich de hele tijd. Ze komen nooit tot stilstand.
Zij zijn het leven zolang het leeft. Wees niet bang.

4)
Hij draagt borstelige voelveren aan de snavelbasis.
Ik draag gebraadachtige testvezels aan mijn schedelbasis.

5)
De ruige staart dient de knaap als roer.

6)
In de eendenkooi stapte ik uit. En keek om me heen.
Een op de flank liggende half geplukte eend
gaf uitkomst over de kwaliteit van haar veren.
Een oudere dame over de vertrektijden van de tram.
Het beste zijn eiders, ja de tram komt zo.

7)
Het mokken van de reuzenhaas! Hij komt dichterbij.
Lichtere schokken. Het schudden van platen.
Mineralen zijn meestal ongeregeld in het oergesteente verdeeld.
Let op: langwerpige bellen wijzen erop
dat de steensmelt op het aardoppervlak
- als een blubberige gloedlawine - uitgevloeid is.
De reuzenhaas ligt in een heet bed van lava
het doet hem niets, doddig wentelt hij zich ’s nachts,
vuurfonteinen begiftigen zijn slaap met spektakel.
Hij staat helemaal in vuur en vlam ’s morgens vroeg op.
Dan wijdt hij zich nog gloeiend (of dampend)
aan de karikatuur der eenden en schrijft een bitter sonnet.

8)
Hihi! De zeelelies giechelen, voor ze in grote hoeveelheden
komen aanzwemmen en tot steen verworden.
Je hoort daarbij de stenen steeds weer als lelies giechelen.
Als je je heel erg concentreert. Je voorzichtig beweegt.
En anders ook in prikkelbare toestand bent. Srrhihissrr.

9)
Waaraan herken ik een conglomeraat? Er komt wat zand los.
Een uiteenzetting in het fossiele milieu. Wees onbetrokken.
Groet niet. Verschuil je in het eerstvolgende trappenhuis.
Al binnen een luttele miljoen jaar zal alles, alles te zien zijn.

10)
Zegt een reuzenhaas tegen de andere:
we zullen je in het grondwater oplossen
naar een ander ver oord wegvoeren
en daar in de vorm van knollen (concreties)
weer uitkristalliseren, geheel intact en ongeschonden.
Zegt de andere reuzenhaas: liever niet.

 


KUNSTHALLE KARLSRUHE

 

Treed binnen als in een gemetselde voortent.
Het is net alsof ik met de koets ben gekomen,
naar de reuzenhut, dus: het paleis ingereden.
Hoogte ja, maar doorkruist door zwaarte, zo.
En opgewarmde oude lucht, één tot twee mixers
in metalen kooien roteren onder elk raam.
Hier wonen heiligen, en ook hazen en eenden.
Veel mensen passen er heel lang op.

Gevlekte erpel, canard tacheté: superbe!
Gysbert Gillisz de Hondecoeter, 1604/05 tot 1653.
Uit het kabinet van Karoline Luise von Baden.
Niet goedkoop. Meesterlijk geschilderd door de meester der vogels.
Van een meester der vogels onder andere. Goed, goed.
Maar dat oog! Dat oog! Allebei. De snavel.

Hij briest, de reuzenhaas, de schommelende lantaarn:
bezoekt u het schilderijenkabinet van Karoline
en stuit op een eersteklas woerd!

 

Uit het Duits vertaald door Miek Zwamborn

Podcast voorgelezen door Carmien Michels


Miek Zwamborn (1974) is schrijver, vertaler en redactielid van literair tijdschrift Terras. Zij publiceerde Oploper (2000), Vallend Hout (2004), Het krieken van Sepia (2008), De duimsprong (2013) en Getemde hemel (2015). Ze vertaalde de romantrilogie Sez Ner van Arno Camenisch en Honingprotocollen van Monika Rinck.

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Kippbild Karlsruhe , im September 2016

La version originale allemand ‘Kippbild Karlsruhe, im September 2016’ ainsi que les traductions neérlandais e anglais sont disponibles sur le site.

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Karlsruhe Reversible Image, September 2016

Reversible image: RABBIT AND DUCK


“May and June are the loveliest months. But in September,
dream and waking state converge.” Adam Zagajewski

“An expert finds an antcrawling pulse, where a beginner finds
nothing unusual.” Shigehisa Kuriyama


 

 

In September, we are told, dream and waking state converge.
But in which hemisphere? Where is it like this? Is it a given,
a solid state? Or does it flip like giant rabbit into eider duck?
This here is Karlsruhe: a diminutive little fence is respected.
For many a long year, people wait outside the ZKM for a taxi.
For some time now, new fighting is reported from East Ukraine.
The giant white rabbit’s HQ is a hutch on Kornweg in Karlsruhe.

* * *

My body doesn’t understand where it is.
My teeth are coming loose. The dead are gone.

* * *

It’s still summer. But hounded and hurried through apparatus
so that summer got hopelessly chopped up, then vanished altogether.
The annotations ought to save it. Who decides what belongs
and what’s too much? Animalization’s OK, feminization too,
annihilation no, masculinization yes, condemnation for sure,
octuplication not sure, lost supply unit’s OK too, soulification
remains unclear, brutalization every time. The summer drills.
Summer drills holes. Anglers on the Alb thread nylon through
and cast back anything that’s passed right out. As bait.
In this way, they weaken the apparatus and help the annotations.

* * *

So what are the Russians up to? They’re making local poems.
You mean it has to work everywhere? Your universal poem?
Not just for an exquisite series, an elite group of individuals
with a preordained membership, at a safe, secure location
that was well-known, for a pre-arranged fee, lasting not
longer than twenty minutes, recited in appropriate clothing,
but everywhere, at any location, any length, for everyone?

It should work everywhere, shouldn’t it? So I wouldn’t
be ashamed of it in Ukraine. What would it have to be like,
for it to work? Or put it this way: If it’s going to work at all,
then it won’t work everywhere. Can’t it work everywhere?

* * *

Everyone sees a different city here anyway, rabbit or duck.
Nonetheless (or for this reason) a map of the city does exist.
It’s really pretty symmetrical, sniffs giant rabbit, converted.
Rabbit’s pulse races over the street. Its pulse wins the race.
In the pantry, two different masters feel the pulse
of the rabbit as it dangles into non-existence by one leg.

That’s the trick: identical image shows two different beings.
And each interpreter of the pulse feels a different pulse.
What pulsates, lives. One hand asks the other how it feels.
My pulse is very laboured right now, I must say, rough.
And heavy as wet sand. And slightly lowered.

What you perceive when you touch something (the pulse)
depends on the way you touch it. Doctors in China
found slipperiness, found roughness, Greek doctors didn’t.
Because the Chinese didn’t feel single beats, they felt
the current: something that flowed. Like the Alb in Karlsruhe.

 

* * *

It may come as a surprise that the Finnish Kalevala
assigns a duck, of all creatures, an indispensable role
in the creation of the world. But this is indeed the case.

* * *

Unclear predispositions, before the invention of MRT, grunt the ducks. Tally ho.
An itinerant hermit slogs away under the caravan of solitude. Tram stops.
Initiate, annunciate what you alone can announce, and leave out all the rest.
The man possessed two livers, the Indian assistant doctor found out by touch.

* * *

Where have you hidden the needle? – We’ve hidden the needle in the duck.

* * *

One pre-Socratic says: The sun is as big as it appears to us.
He gets a bit more specific: It is as wide as a human foot.

* * *

Squirrel pelted me from above. Bits of gnawed up shell.
It floats through the air, lives on branches of tall trees,
lives and flies. I want to cry. Shut up. Lives in-between.
Hands and a general active bustle cross-hatch the park.
In the garden a gigantic snow-white rodent. The Alb flows.
Tract housing zone, you’re liveable, for sure, although …
If fear of the dream prevails. Learn Spanish vocabulary.
The dream is animated, intricate, strewn with panicked details.
Spanish grammar. Along the banks of the Alb. First this way
then that. Little street, Himalayan balsam, mowing machine.
In the basement: martial arts, sacks hanging motionless. Balls.
Bags. Pipes. Again it took three years to get out of his parking
space. And back in. Listen up. Read the paper. Already read it.
All the recently deceased people. They’re no longer here.

* * *

Here come ducks. It’s such a pity that I understand the language.
Je vais vous apporter le canard. You goose! You want who and how
can you? Plea for alienation! I’ll bring the duck on Tuesday.
In Spanish: el pato. Plural: los patos. (Like pathos, but with no H.)
But it’s not the duck’s language you regret being able to understand,
it’s your own. The language of the big white rabbit in the garden
that communicates by morning rushing about and cleaning rituals.
And of course there’s still plenty you understand wrong or not at all.

* * *

Violence: a human language. Use of firearms.
The bus driver hands out knives to passengers.

* * *

How coy. How it kindles. On the River Alb I saw enormous ducks.
In Karlsruhe. Then, in perspective, it struck in a residential neighbourhood.
You must: Put yourself into shoes. Into unknown forms. Always assume
the others see something incomparably different to what you see.
You see Karlsruhe. Pedestrian zone. Building site. A round of building sites.
A series of premieres. A serum. And always what’s under the paving. I see
vast numbers of men in public spaces. I see posters, self-deception
and the word Schalter. Now the blinds are being shut. Here comes the deep
Karlsruhe night. (Conductor’s voice recalls: horse-drawn carriage.)

* * *

Syphilitic stage buffoons pollinate the meadows.
They reduce the risk. The flowering is dramatic.
Two days later: the flowers all droop and, later
in the year, yield inferior fruit. Atishoo atishoo.
Something comes creeping. In the leaves just eyes.
No body in the leaves. The crickets cipher the room.
With microscopic numbers, primroses, bumble bees.
Cars make nonstop noise and the bush burns.
Again and again, a being crashes into my window.
What will I harvest? You reap what no one sowed.
Giant white rabbit complains: just grass, again.

* * *

The world of residence. Internet lags. Tea takes effect.
Calming effect. The deer waves. Retching as it waves.
Writhing, it announces the end of the summer (is here).
The world of residence is not very large. Smaller still.
Do you experience the assumption that civilization is
a coincidence after all as a sudden balm to your sting?
Do you cave in, climb down, act in a realistic manner?
How many answers are correct? Decide for yourself.

* * *

Asked to take part in smashing the poem to smithereens,
what do you do? Keep quiet? Cooperate? Or mutely brood?

* * *

The chirping opens the space at back left, beside the leaves.
The limbs are fatigued. Even those of the men. They creep
back inside themselves. Now you must drink lots of water.
Gestures exist. But what do they consist of? Of time. The now.
The evening comes. A buzzing at its neck. No one is here.

* * *

Sounds of the giant rabbit oracle fill the subbasement area:
I’m ten thousand years old and a being’s screaming outside.
The flies swirl. They do that inside. Can someone please tell me
why! You know nothing, can do nothing, it’s getting worse and
worse. No, I can conjugate Spanish verbs! Oh no you can’t!
Now propeller-driven planes circle. What kind of being is it
that’s screaming there! You just can’t find out. All night long.
Do what needs doing. Does this need doing? And this? The lungs.
Not the squeaking of the humans. Perhaps it’s frequencies –
rabbit must deliver. The squeaking humans should deliver instead.
But that’s what they’re doing, been doing it for hours, you blunt old nut.
You squeaking human, deliver peace forthwith! Right to the rustic door.

* * *

I have seen beauty, sensed beauty, and deleted it.

* * *

I carry my eyes through the city.
I drive my senses through the city.
And I fly my body overland.
And peacefully write peace poetry
in the Karlsruh’ pedestrian zone.

* * *

The young man got up with the cattle still burning. You mean “Candle”?
It later went out audibly in the other room. The city was symmetrical.
It has a grand scale but it’s not filled with pleasure, or so says Varnhagen.
It’s still so hot here in the daytime, the evenings bring a nocturnal fall.
I didn’t go far enough. Haven’t been there yet. Will just remain here.

* * *

In the sick field, the measure of recovery is wiped out by convalescence.
The colour-modified horses graze. The routines struggle (DOZE or PUKE).
The giant rabbit condenses the data flows into small black pellets, arranging
them strategically. Then its stays awake a very long time and waits for images
that can no longer be deleted. It saves data without ever stopping. It evokes.

* * *

And closed the newspaper and started in shock.
Or started in shock and closed the newspaper.
In weak moments. And did they stir? The? Cup?
Go slightly further westwards, always westwards.
Where old-fashioned people are treated badly by their
heads of department, unfamiliar faces put on makeup.
Mermaid, tender loving mockery, protest duck, zombie.
Kabul: a second attacker detonated among the helpers.

* * *

Look here: The soul that buildeth its own body. Hello!

* * *

Soon the beautiful bright September days will begin.
They’re beginning today. Cool sun, your morning!
Your expanse! Your cares. Your reaching into the future.
Your share of the unknown. Your unknown tone.
Your sad news is: winter. Second bit of sad news:
Death is certain. Your tomorrow. Your bright light.

* * *

You can’t understand it if you don’t know
that it’s a school for dogs.
Just as the garden only makes sense
in connection with rodents.
But once you know it’s a school for dogs
the seesaw and the pipe have meaning.
Once you’ve seen the rabbit, you see the ideal.

* * *

For uneasiness, it’s enough
to catch the wrong bus at night
and to ride, nervous and stiff-necked,
through Karlsruh’ that’s grim, dull and
even surprisingly spacious, even that.

* * *

Come with the saw of friends.
Come with the nail of regret.
Come with delight in falsehood.
Come and reinterpret the falsehood
so that it seems correct to me.

* * *

Being polite to this chick again in your stupor?
She calmly holds the probe and counts soft blisters.
Fit of rage is not research. I’m pretty polite with her.
But then: giant rabbit’s big, semi-final appearance!
He who’s rude to the rabbit’ll do anything. False alibi.
Consequences, Busby Berkeley. Feathers. Bolts.
Fans. Still lifes at Kunsthalle Karlsruhe. Go see them.

* * *

Now go to the window: Look, it’s the giant rabbit again!
One square metre of its fur is put on display in the marketplace.
O rose petal, big as the red bedclothes of monstrous couples!
Pyramidal! But interest flags. O no! O yes! Meaningless!
I have an appointment. Where things will gradually converge.
Please stroke me carefully. The rabbit has lost entire clumps
of fur to the doggedness of those whose stroking is boisterous.
Is the rabbit standing trial? What kind of state is the rabbit in?
Stop! In what kind of state is the giant rabbit standing trial?

* * *

The rabbit’s lawyer says: The entire outside world
is nothing but a dispute in the Hell’s Angels milieu.
It has nothing whatsoever to do with my client!

* * *

Foliage and the stench of summer.
Like a wandering wall. A strip.
To be sewn, into the air you breathe, fetch it,
hold it, as long as you can, close to you.

* * *

Says giant rabbit to eider duck:
You’ll go before a game court.
Replies eider duck: No!
I’m in no fit state
to face trial by game court.

* * *

The warm days, you missed them all.
The capsules you break are all that’s keeping you alive.
But the safe, it opens, it’s empty. Is a teacher.
Will teach you to stay here. But the rain!
The rain has begun. And it’s not stopping.
The loved ones, let them go. And live elsewhere.
Cast earth. Fate’s course. Lid up. Lid down. FeWo Karlsruh’.

* * *

Saved from extinction, sings David Garland, only in a dream.

* * *

Sad, as if it were Sunday
in a small town
and something stopped for ever

* * *

Wir leben Lieblingswäsche, Waffen Rummer.

 

KARLSRUHE NATURAL HISTORY MUSEUM


1)
Here’s a question in quite general terms:
What are surfaces supposed to be used for?
For warning and fooling, stabbing, poisoning,
warming and cooling, sticking, self-cleaning.

2)
Corals in indoor spaces. Hard to believe.
Behind the scenes of the corals: pumps.
Tubes and other machines. Doors.
Walk around or right into the midst.
Walking into the midst means: a) making
disappear and b) having something like work.

3)
Look at the hardworking fluorescent corals,
they’re always in motion. They never stay still.
They are life as long as it lives. Have no fear.

4)
It has bristle-like tactile feathers at the root of its beak.
I have blister-type cacti-feeders at the bleat of my rook.

5)
The bushy tail serves the young fellow as a rudder.

6)
I got off at Entenfang. And had a look round.
A half-plucked duck, reclining on its side,
informed me about the quality of its plumage.
An elderly lady about the frequency of the trams.
Eider is the best, yes the tram will be here soon.

7)
The rumbling of the giant rabbit! It’s getting closer.
Low-level tremors. The shaking of the plates.
Minerals are mostly distributed through the bedrock
at random. Attention: elongated bubbles indicate
that molten rock flowed out  – as a bubbling
avalanche of fire – onto the earth’s surface.
The giant rabbit lies in a hot bed of lava
without a care, blissfully rolling about at night,
fountains of fire gift its sleep with spectacle.
It gets up early in the morning, all aflame.
Then, still all aglow (or steaming) it turns to
the travesty of the ducks and pens a harsh sonnet.

8)
Hihi! The water lilies giggle before they come swimming
together in large numbers and become rock formations.
So the stones can occasionally be heard giggling like lilies.
If one concentrates very hard. If one moves quietly.
And if one is otherwise open to stimuli. Srrhihissrrr.

9)
How do I identify a conglomerate? It’s slightly sandy.
A dispute in the fossil milieu. Feign detachment.
Don’t say hello. Seek shelter in the nearest stairwell.
In just a few million years, everything will be revealed.

10)
Says one giant rabbit to the other:
We’ll dissolve you in ground water,
transport you to another faraway place,
and precipitate you out again as nodules
(concretions), entirely intact and unharmed.
Says the other giant rabbit: I’d rather not.

 


KUNSTHALLE KARLSRUHE

 

Step inside, like entering a brick awning.
Feels like I arrived by horse-drawn carriage,
drove to the giant shack, to the palace.
Height yes, but crossed with weight, like.
And warmed up old air, one or two blenders
in wire cages rotate under every window.
Saints live here, as well as rabbits and ducks.
Many people watch over them a very long time.

Spotted duck, canard tacheté: Superb!
Gysbert Gillisz de Hondecoeter, 1604/05 to 1653.
From the cabinet of Caroline Louise of Baden.
Not cheap. Masterfully painted by the master of birds.
By a master of birds among others. Good, good.
But the eye! The eye! Both of them. The beak.

The giant rabbit roars, the swaying lantern:
visit Caroline’s cabinet of paintings
and have an encounter with a top-notch drake!

 

Translated from the German by Nicholas Grindell

Nicholas Grindell grew up in England and has lived in Berlin since 1993, translating in the fields of poetry, art and the humanities. His translation of Monika Rinck's To refrain from Embracing was published by Burning Deck in 2011.